Balearische Regierung beschränkt Freizeitaktivitäten auf zehn Kinder pro “Betreuer”

Die Aktivitäten, die in diesem Sommer im Rahmen eines Lagers oder einer Gruppe (o.ä.) durchgeführt werden sollen, müssen von Untergruppen durchgeführt werden und sind auf maximal zehn Kinder pro Betreuer beschränkt. Bisher durfte ein Betreuer die Verantwortung für vierzehn Kinder übernehmen.

Diese Verringerung der Verhältnisse ist eine der Neuerungen des neuen Protokolls - das im Zuge der Pandemie modifiziert wurde -, das Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen im Bereich der Freizeiterziehung vorsieht.

Balearische Regierung beschränkt Freizeitaktivitäten zehn Kinder “Betreuer”

Das Protokoll besagt auch, dass der Sicherheitsabstand eingehalten werden muss und dass, falls dies nicht möglich ist, die Kinder in Phase 3 eine Maske tragen müssen. Ob nach dieser Phase eine Maskenpflicht besteht oder nicht, muss noch vom Staat geregelt werden.

Das Protokoll legt auch fest, wie zu verfahren ist, falls ein Kind Infektionssymptome zeigt, welches hygienische Material in den Einrichtungen zur Verfügung stehen sollte, wie die Reinigung usw. Die Regierung hat sich mit den Rathäusern und Inselräten auf die Regelungen geeinigt.

Die Entwicklung von pädagogischen Freizeitaktivitäten ist eine der Herausforderungen dieses Sommers. Nicht nur wegen der zu ergreifenden Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen, sondern auch wegen der Tatsache, wie sehr sie die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben erleichtern müssen, nachdem die Schulen nach drei Monaten geschlossen wurden.

In diesem Sinne kündigte der Consell de Mallorca gestern an, dass er eine Million Euro zur Verfügung stellen wird, um die Teilnahme an solchen Aktivitäten zu fördern. Die Hilfen sind für die Familien bestimmt, aber sie werden von den Stadträten verwaltet, die die Institutionen sind, die sie organisieren.

Die Präsidentin, Catalina Cladera, sagte, sie habe sich bemüht, den am stärksten gefährdeten Familien zu helfen. Familien mit niedrigerem Einkommen, Familien, in denen ein Elternteil arbeitslos ist (oder in ERTE) oder eine berufliche Tätigkeit aufgegeben hat, haben somit Vorrang. Sie alle kommen jedoch für Beihilfen bis zu einer Höhe von 1 Million Euro in Betracht. Es wurde ein Höchstbetrag von 150 EUR pro Kind festgelegt. Andreu Serra, Minister für Tourismus und Sport der Insel, erklärte, dass zwischen 5.000 und 10.000 Familien von der Hilfe profitieren dürften.

Diese Hilfslinie ist neu und ist Teil des Plans "Mallorca reacciona", den der Consell de Mallorca zur Bekämpfung der Krise des COVID ins Leben gerufen hat. Präsidentin Cladera bestand darauf, dass es sich um eine Maßnahme handelt, die sich an die Kinder richtet, "damit sie den Sommer geniessn". "Es geht darum, dass sie ihr normales Leben zurückgewinnen, sich sozialisieren. Und es ist auch ein Maß für den sozialen Zusammenhalt", sagte sie.

Auch die Abteilung für lokale Zusammenarbeit beteiligt sich an der Hilfe. Sein Minister, Jaume Alzamora, lobte die Arbeit der Freizeiteinrichtungen und wies darauf hin, dass der Rat weitere Initiativen "für eine qualitativ hochwertige und integrative Freizeitgestaltung" vorbereite.