Nudistenstrände in Malaga

Málaga bietet wirklich tolle Strände, wenn es einem gefällt, sich komplett auszuziehen. Aber worum geht es beim Freikörperkult wirklich? Ich bin ziemlich Anti-Hippie eingestellt, das wisst Ihr, aber diese Leute haben irgendwas an sich mit diesem sich ausziehen… Ja natürlich, ich gehe auch topless und im Tanga an den Strand, aber der Freikörperkult rühmt sich, eine eigenständige Lebensform zu sein, die sich im Einklang mit „Mutter Natur“ und ihrer Umgebung befindet. Laut denen, die Nudismus praktizieren, ist er definitiv eine Lebensform ohne jegliche sexuelle oder religiöse Diskriminierungen, die danach strebt, diese Praxis wieder an öffentlichen Orten einzuführen: jeder Ort der Welt kann wieder Eden sein.

Tatsache ist, die Nacktheit hat nichts Unmoralisches an sich. Dahin mit jenen, die glauben, nackt herumzulaufen wäre irgendwie seltsam, nieder mit dem Konservatismus. Aber dass es sich dabei um eine Aktivität handelt, die etwas mit Ökologie gemein haben soll, erscheint mir doch sehr zweifelhaft. Die Nudistenstrände Malagas sind allerdings ganz reizend. Gerade eben, weil die Respektlosigkeit dieser Praxis auch darauf abzielt, mit schönen Menschen am Strand zu flirten. Mehr noch, was gibt es Besseres, als jemanden ohne Kleidung anzuschauen, bevor man hingeht und ihn anspricht? Will heißen, das Risiko ist gleich null, Du weißt ab dem ersten Moment, was auf Dich zukommt.

Almayate ist einer dieser Strände. Er entwickelte sich um die 90er Jahre langsam zum Nudistenstrand. Mit weißem Sand und herrlich klarem Wasser wird er auch von Badegästen besucht, die keine Nudisten sind, aber das Zusammenleben beider Gruppen könnte hier nicht besser sein. Dieser Strand lässt sich vielleicht für Anfänger empfehlen, oder jenen, die sich aus reiner Neugier, jedoch noch etwas zaghaft, ihrer Kleidung entledigen wollen.

Benalnatura ist ein weiterer wunderbarer Nudistenstrand. Hier gibt es sogar einen Freikörperkulturverein. Seine Ursprünge gehen auf das Jahr 1976 zurück, als man begann, sich nackt an den Strand zu legen, damals auch als Zeichen des Protestes und der Rebellion. Derzeit zählt der Verein mehr als 800 Mitglieder. Der Strand ist bestens organisiert und bietet alles, was zum Wohlfühlen dazu gehört; Duschen, Toiletten, Grill, Essensbereiche, Aufbewahrungsmöglichkeiten und alles in einem überaus freundlichen Ambiente. Zwar liegt der Strand zwischen Apartmentgebäuden, aber dafür findet man überall Palmen, Bäume und viele Grünflächen, fast so, als hätte man sich einen Tag lang ins Paradies verirrt.

In der Nähe von Estepona finden wir Costa Natura, auch ein sehr empfehlenswerter Strand. Estepona hat wunderschöne Gärten zu bieten, ist leicht zu erreichen und komplett dem Freikörperkult gewidmet. Das Ambiente ist sehr ruhig, vielleicht, weil dort viele ältere Menschen ihr Rentnerleben verbringen. Der Strand ist zwar etwas steinig, aber das freiheitsliebende Ambiente rundherum und die nackte Haut an frischer Luft machen diesen Umstand mehr als wett. Darüber hinaus sind dort viele Touristen Zentraleuropas anzutreffen, man kann also sehr unterschiedliche Menschen kennen lernen. Wenn man nackt ist, ist die Sprache niemals ein Hindernis.

SISTER RAY Only-apartments AuthorSISTER RAY

Gib Dir einen Ruck, miete eines der appartments in Malaga und raus mit den Klamotten! Wenn Du sie Dir nicht ausziehst, tu ich es! Es ist schön, zu wissen, dass es immer mehr dieser Strände gibt und dass der Nudismus, der meiner Meinung nach mehr mit der Überwindung der Moral zu tun hat, als damit, mit der Natur im Einklang zu sein, immer mehr Akzeptanz findet.