Nostradamus Schwäne

Nostradamus Schwäne

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und das nennen Sie Ihren Standpunkt. (Albert Einstein)

Wer Nostradamus wirklich war und ob er unsere Zukunft gesehen hat, wissen wir nicht. Wie auch bei anderen herausragenden Menschen in der Geschichte unseres Planeten – Leonardo da Vinci zum Beispiel –, kann man sich fragen, ob er vielleicht ein gestrandeter Zeitreisender, ein Besucher aus einem Paralleluniversum oder aus den Weiten des Alls war. Vielleicht war er auch „nur“ ein Träumer, der im Fluss der Zeit tauchte und versuchte das Gesehene im Kontext seiner Zeit zu interpretieren. Ich schließe keine Möglichkeit aus. Wir wissen ja nicht, was Zeit wirklich ist und wie viele Zukünfte es gibt.

Auf unserem Planeten hängt alles zusammen, der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Orkan auslösen, das heutige Wort eines Menschen in tausend Jahren einen Krieg. Es liegt nahe, dass auch im Universum alles mit allem verbunden ist, und wer weiß, vielleicht sogar darüber hinaus. Universen in verschiedenen Dimensionen, Welten hinter den Welten, alles Begreifbare und Unbegreifbare ein einziger Organismus?

Wir leben in einer außergewöhnlichen Zeit. Die Ereignisse scheinen sich zu verdichten. Erreicht die Menschheit eine kritische Masse? Noch sind die meisten von uns Beobachter, kaum betroffen von den beschleunigenden Umwälzungen. Doch das könnte sich bald als Illusion herausstellen. Als Bauer im Schachspiel ist der Beobachtungshorizont so beschränkt wie seine Bewegungsfreiheit. Darum können wir die Dame am anderen Ende nicht sehen, die gleich unser Schicksal entscheiden wird. Darum können wir auch den schwarzen Schwan nicht erkennen, der uns in Kürze heimsuchen wird.

Aus der Perspektive unseres begrenzten Horizonts gibt es Ereignisse, die uns möglich erscheinen, andere schließen wir aus. Andere wiederum kennen wir nicht. Sogar Hollywood kennt sie nicht. Das sind die tiefschwarzen Schwäne. Sie sind so dunkel, das wir sie nicht sehen können, auch wenn sie vor unseren Augen ihre Flügel entfalten.

Wir können nur über das spekulieren, was sich im Rahmen unserer Fantasie bewegt. Ihre Grenzen wurden durch unsere Erfahrungen gezogen. Sind wir Menschen doch im Grunde nichts anderes als die Summe unserer Erinnerung.

Um zu erkennen, dass die gegenwärtige Reise der Menschheit nicht ans Licht, sondern in die Dunkelheit führt, dazu braucht es keine besondere Gabe. Wir haben den Wagen an die Wand gefahren, wie der Maulwurf erwähnt hat. Was nächstens folgen wird, darüber können wir streiten. Zum Beispiel darüber, wie die arabische Revolution ausgehen wird und welche Revolutionen als nächstes anstehen. Oder wann das große Beben Kalifornien trifft, oder ob Yellowstone noch vorher ausbricht. Oder wann ein AKW in Westeuropa durchbrennt oder im nahen Osten ein Atomkrieg ausbricht. Oder wann und wie das Finanzsystem zusammen kracht, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir könnten auch über verrückte Dinge spintisieren: Ob am CERN nicht doch ein schwarzes Loch entsteht, das uns alle verschluckt, obschon uns die Experten versichern, wie bei den AKWs, dass so etwas unmöglich sei. Und wer weiß, vielleicht wird in den nächsten Tagen die Simulation „Mensch“ abgeschaltet und neu gestartet. Aber vielleicht haben die Götter den Prozess nicht mehr im Griff und sind längstens kontaminiert.

Wir könnten auch Strategien entwerfen, die über das Bunkern von Schnaps und Zigaretten hinausgehen. Ja, vielleicht würde ich das sogar tun, wenn ich jünger wäre. Nur habe ich in der Zwischenzeit gelernt, was einem an keiner MBA-Ausbildung beigebracht wird: Meistens kommt es anders als man denkt. Nennt es von mir aus Fatalismus. Aber ich vertraue lieber meinen Träumen als irgendwelchen Analysen und Strategien. Sie haben mich noch nie betrogen.

Mein Geheimtipp: Geniesst doch einfach den Frühling! Euer Traumperlentaucher.

PS. Der Papagei draußen in der Natur hat den Winter überlebt und ich habe drei Meisenkästen aufgehängt. Mal sehen, wer da einzieht.



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