Norbert Loose – Experte für Kaffeevollautomaten

Interview mit einem der wenigen Experten für Kaffeevollautomaten

Norbert K. Loose liebt einen gut zubereiteten Kaffee und das schon seit fast 50 Jahren. Damals, als er nach dem Studium (Mathematik, Lehramt) seine erste Stelle in einer Berliner Schule anfing, war er der Erste der dafür sorgte, dass es dort eine Kaffeemaschine gab.

Wir haben Norbert zu einem offenen und ehrlichen Interview in einer bekannten Berliner Kaffeerösterei getroffen.

Im Folgenden haben wir die Namen entsprechend gekürzt:
RK = Redaktion Kochmensch
NKL = Norbert K. Loose

RK: Hallo Norbert, vielen Dank, dass Du unserer Einladung gefolgt bist. Ich persönlich mag Kaffee nicht so besonders, ist das für Dich sehr schlimm, mit jemanden zu sprechen, der Tee und andere Getränke bevorzugt?

NKL: Nein, natürlich nicht, ich bin ja kein Kaffee-Missionar, sondern jemand der sich gern mit der Zubereitung, meist über Maschinen, des Kaffees beschäftigt. Auch ich trinke nicht immer nur Kaffee, das wäre ja langweilig. Aber vielleicht kann ich Dich ja später noch zu einem richtig guten Espresso begeistern.

RK: Wie willst Du das erreichen?

NKL: Kaffee ist was für die Sinne des Menschen. Kaffee ist Geschmack pur. Kaffee kann Geschmacks-Explosionen erzeugen. Kaffeegenuss kann man mit einer Reise an traumhafte Orte vergleichen. Man kann von dort super tolle Eindrücke mitnehmen, oder von Land und Leuten enttäuscht sein. Kaffee zu trinken ist immer spannend und für mich ein Genuss und dabei möchte ich wie bei einer Reise immer wieder etwas Neues entdecken.

RK: In Deutschland trinkt man jährlich pro Kopf ca. 150 Liter Kaffee, damit also mehr als Bier. Wie viele Tassen sind es bei Dir täglich?

NKL: „Normalen Kaffee“, also einen Pott Milchkaffee trinke ich meist morgens und vereinzelt auch mal am Nachmittag, wenn es dazu ein leckeres Stück Kuchen gibt. Ansonsten trinke ich während eines normalen Arbeitstages ca. 3 Espresso. Sollte ich abends zum Essen ausgehen, dann meist noch einen weiteren Espresso am Abend.

RK: Das ist nicht gerade viel für einen „Kaffee-Experten“

NKL: Enttäuscht? Für mich ist wichtig, dass ich nur hochwertigen Kaffee trinke der mir auch schmeckt. Ich will und brauche den Genuss. Schau Dir doch den durchschnittlichen Manager an, der täglich 15-20 Tassen Kaffee in sich hineinschüttet, das hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Genuss zu tun. Das brauche ich nicht.

RK: Wie schaut es mit Filterkaffee aus, magst Du echten Filterkaffee?

NKL: Ja schon, aber alles zu seiner Zeit. In der Natur beim Zelten zum Beispiel, wenn es kaum eine andere Möglichkeit gibt, dann mag ich diese Form des Kaffees. Ansonsten ist mir ein Espresso aus einem Siebträger oder einem Kaffeevollautomaten viel lieber.

RK: Bei meinem früheren Chef gab es immer Instantkaffee, wäre das etwas für Dich?

NKL: Man muss auch mal nein sagen können. Wasser pur schmeckt auch sehr gut.

RK: Ist Kaffee mit Milch besser?

NKL: Das muss jeder für sich entscheiden. Jeder sollte den Kaffee so trinken, wie es ihm am besten schmeckt. Es gibt tollen Latte Macchiato oder den ganz stinknormalen Milchkaffee, den ich selbst auch bevorzuge. Wichtig ist eine gute Bohne, die frisch geröstet und frisch gemahlen sein sollte. Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

RK: Von wo kommen, Deiner Meinung nach, die besten Kaffeebohnen?

NKL: Ich bin ja ein bekennender Arabica Fan. Eine Bohne die in höheren Gebieten auf ca. 1.200 Meter wächst. Anbaugebiete gibt es weltweit in Guatemala, Kenia, Südostasien, Äthiopien und auch Kolumbien. Ich persönlich bevorzuge den Arabica aus Kolumbien.

RK: Und Katzenkaffee – ist das was für Dich?

NKL: Hör mir bitte auf mit diesem Thema. Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass das für mich reine Tierquälerei ist. Kommt für mich in keiner Weise in Frage.

RK: Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen, ist denn Kaffe trinken jetzt eher gesund oder ungesund.

NKL: Ich glaube es verhält sich hier, wie bei allen Genussmitteln bzw. normalen Lebensmitteln. Niemals einseitig, niemals zu viel von einem Produkt. Dann kann eigentlich auch kein Schaden entstehen. Viele sagen, dass Kaffee das Prostatakrebs Risiko senkt, andere wiederum glauben der Blutdruck würde gesenkt. Wieder anderen glauben zu wissen, dass Rheuma durch Kaffeegenuss gefördert würde. Aber belegbar durch echte wissenschaftliche Studien, ist wohl nichts von alledem.

RK: Lieber Norbert, wir kommen zum Schluss unserer Fragerunde. Als letztes möchte ich gern wissen, ob Du Dich erinnerst, wann Du Deinen ersten Kaffee getrunken hast?

NKL: Oh schon, schade, das hat wirklich Spaß gemacht mit Euch. Ich war noch sehr jung, da habe ich bei meinen Eltern immer die Kaffeebohnen in der alten Holzmühle mahlen dürfen. Dabei habe ich immer die Bohnen gekaut. Die rochen gut und schmeckten leicht bitter. Natürlich wollte ich auch das durch den Papierfilter gelaufen Ergebnis einmal kosten. Es hat ganz schrecklich geschmeckt und es sollte Jahre dauern, bis ich wieder probierte. Dann näherte ich mich nach und nach dem Kaffee, der Zubereitung und auch dem Mischen mit Milch usw.

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