Neue Proteste nach Montazeris Tod

Im Gefolge des Todes des seit Jahren zu Hausarrest verurteilten Ayatollah Montazeri am 19. Dezember kommt es fast jeden Tag zu Demonstrationen und Protesten gegen das Regime in Teheran.

Die islamische Republik hat nach seinem Tod versucht, die Begräbnisfeierlichkeiten bzw. jede Form von Trauer um ihn zu unterbinden. Wenn man den schiitischen Islam kennt, kann man ermessen, wie ängstlich das Regime inzwischen sein muss!
Das öffentliche Trauern um verstorbene Menschen ist eine schiitische Tradition, die gerade dieses Regime in den letzten 30 Jahren oft genug zu Propagandazwecken missbraucht hat.

Bei den ersten Trauerbekundungen in Qom waren aber nicht nur Studenten oder Intellektuelle zu den Feierlichkeiten angereist, um diese zu einer Kundgebung gegen das islamische Regime im Iran werden zu lassen, sondern sehr viele schiitische Anhänger des verstorbenen Montazeri, die gerade jene von Moussavi ängstlich als „radikal“ bezeichneten Parolen skandierten.

Die nächsten Kundgebungen werden Heute (sind bereits in mehreren Städten im Gange!) und vorallem am morgigen Aschura stattfinden.
Aschura ist der Höhepunkt der schiitischen Passionszeit, die der Ermordung Husseins im Jahr 680 in Kerbela gedenkt. Und heuer fällt der siebte Trauertag nach der Bestattung von Montazeri mit Aschura zusammen.

Tatsache ist, dass die „grüne Bewegung“, die anfangs von Moussavi und Karroubi lediglich als Systemkonform und als Protest gegen Wahlbetrug gedeutet wurde, diesen „Reformern“ längst entglitten ist und sich verselbstständigt hat. Wohin und wie weit sie gehen wird, kann heute nicht mehr gesagt werden, da die einzelnen Teile der Bewegung so vielfältig sind, wie ihre Vorbilder.

erste Berichte über die Zusammenstöße in Teheran: Deutsche Welle Persian

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