Ein zerrissenes Foto

Das iranische Staatsfernsehen hat am 7. Dezember über die Studentenproteste berichtet und dabei erstmals (sic!) auch ein kurzes Video gezeigt, in dem ein Foto des verstorbenen „Revolutionführers“ Khomeini zerrissen wird.

Wie üblich hat die erzkonsertvative Zeitung Keyhan dies zum Anlaß genommen, um die Verhaftung von Moussavi und Karroubi zu verlangen.

Oft wurden in den letzten Monaten aber solche Meldungen lanciert, um das herrschende Meinungsklima zu überprüfen. In den letzten Tagen gehen die Wogen allerdings (künstlich) sehr hoch, so dass die Gefahr einer Verhaftung von hochrangigen Regierungskritiker realistisch ist.
Dies scheint auch Moussavi selbst so wahrzunehmen: Er hat auf seiner offiziellen Website (einer Meldung von „tahieh.net“ zufolge) die Iraner gebeten, wachsam zu sein und sich ständig zu informieren.

Gegen einer Verhaftung spräche aber weiterhin, dass die Gegner des Regimes noch heftiger protestieren würden und Moussavi nur noch mehr Zulauf bekäme; die Spannungen der letzten Monate können andererseits vom Regime nicht ohne Weiteres hingenommen werden und die Taktik der Einschüchterung, Verhaftung, Schauprozess etc. ist bislang fruchtlos geblieben, so dass nicht nur die Regierung Ahmadinejads, sondern das ganze Regime sich in einer Sackgasse befindet und weder vor noch zurück kann.

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