Neue Pläne #notjustsad

Nachdem die Ärztin mir im September dazu geraten hatte, eine ambulante Therapie in der Klinik zu machen, in der sie arbeitet (damit die Depression nicht ganz schlimm wird), habe ich – vier Monate später – per Nachfrage – erfahren, dass die Klinik mich nicht aufnehmen wird.

„Was soll das heißen, Sie nehmen mich nicht auf??“, erkundige ich mich, nur ganz, ganz leicht hysterisch, am Telefon, „ich bin seit September dran, alles vorzubereiten, damit ich die Therapie machen kann und nun – VIER MONATE SPÄTER – erfahre ich, dass ich keinen Platz bekomme??“

Ich rief Frau Anmeldung am Donnerstag an, da sie mich nicht, wie angekündigt, an diesem Tage angerufen hatte.

„Sie haben ja keine Kinderbetreuung.“

Ich falle kurz tot um  und richte mich dann wieder auf. Wehenatmung ist so wichtig! Ich kann das nur jedem empfehlen!

„Aber ich HABE eine Kinderbetreuung!“, rufe ich.

„Sie haben mir telefonisch gesagt, dass die Kinderbetreuung nicht geklärt ist.“

Nocheinmal Wehenatmung.

„Ich habe“, sage ich (10 mal atmen), „gesagt, dass die Kinder im Januar noch zwei Termine haben und dass es gut wäre, wenn sie die Termine einhalten könnten. Wenn dies jedoch nicht mit meinem Therapieplan korrespondieren sollte, dann könnte ich die Termine auch verschieben.“

„Aber Sie stehen erst seit Anfang Dezember auf der Warteliste. Wie haben Sie denn da so schnell eine Kinderbetreuung organisiert?“

„Ich“, sage ich, während ich unauffällig hechel, „stehe erst seit Anfang Dezember auf der Liste, weil ich vorher keine Kinderbetreuung hatte. Frau Behandelndeärztin hatte mir ANFANG SEPTEMBER gesagt, ich solle mich ERST um die Kinderbetreuung kümmern. Das habe ich getan. Im November haben wir die Kinderbetreuung getestet und erst als feststand, dass es klappt mit der Kinderfrau, habe ich mich auf die Warteliste setzen lassen.“

„Achso. Aber wir denken, dass Sie nicht belastbar sind.“

(Wehenatmung)

„Ich habe drei Kinder, bin beruftstätig und mein Mann ist ständig auf Dienstreise – natürlich bin ich belastbar!“

„Aber Sie haben gesagt, Sie hätten gerne auch Pausen zwischen den Therapien.“

„Ja, das hätte ich gerne. Ich habe aber auch gesagt, wenn dies nicht möglich wäre, dann würde ich auch nicht zusammenbrechen. Aber ehrlich gesagt, wären mir vier Stunden Gesprächstherapie am Stück ein wenig zu viel. Aber Frau Behandelndeärztin hatte mir gesagt, dass es zwischendurch auch Sport und Kunst gäbe??? Diese Frage hatte ich mit ihr doch schon geklärt. Sie hat gesagt, dass es natürlich auch Pausen gäbe.“

„Ja, also, ich habe die Entscheidung ja nicht getroffen.“

„Aber Sie haben gesagt, dass Sie heute anrufen wollten.“

„Der Brief mit der Absage ist heute rausgegangen.“

„Sie haben mir doch aber gesagt, dass Sie mich heute anrufen und mir entweder sagen, wann es losgeht oder aber, wann ich ein Gespräch mit dem Oberarzt bekomme, falls noch Unklarheiten bestehen.“

„Sie sind ja nicht belastbar.“

(Hecheln) „Der Herr Oberarzt hat mich doch nicht ein einziges Mal gesehen!! Wie kann der da wissen, ob ich belastbar bin?“

„…“

„Das heißt, wenn ich Sie heute nicht angerufen hätte, dann hätte ich morgen per Brief erfahren, dass ich keine Therapie bei Ihnen bekomme, auf die ich seit vier Monaten warte, weil Frau Behandelndeärztin mir vor vier Monaten dazu geraten hat.“

Morgen verblogge ich dann das klärende Gespräch mit Frau Behandelndeärztin. Ich gehe jetzt erst nochmal ein wenig hecheln.


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