Irgendwie begann meine Woche ziemlich unheimlich.

Ich meine, wie würdet ihr euch fühlen, wenn euer TEENAGER am MONTAG VOR SIEBEN UHR VOLLSTÄNDIG ANGEZOGEN vor eurem Bett stehen und euch sanft die Augenbinde vom Gesicht pulen würde?

„Mama“, sprach das Kind zärtlich, „es ist Zeit aufzustehen.“

Am Dienstag wurde es noch unheimlicher.

Da stand der Teenager, ebenfalls fertig angezogen, vor meinem Bett, während die Insassin mühsam aus selbigem krabbelte, und hob mahnend die Augenbrauen hoch: „Warum stehst du denn auf, Mama? Du hast doch heute deinen freien Tag.“

„Ja“, gähnte ich, „aber Papa ist nicht da, und da muss ich …“

„Wir schaffen das schon alleine, Mama“, sagte der Knabe.

Am Mittwoch kam der Ehemann kurz zur Stippvisite nach Hause,

gerade rechtzeitig, um noch einen kinderfreien Kaffee in der Supermarkt-Bäckerei gegenüber einzunehmen, bevor die Mittwochs-Nachmittag-Kinderbetreuung aufbrach. Romantik ist alles!

Am Donnerstag

erfuhr ich im Eltersprechtag, dass einer meiner Söhne es in diesem Halbjahr geschafft hat, 11x seine Hausaufgaben nicht zu machen. In EINEM FACH. Außerdem erfuhr ich, dass er einen miserablen Test geschrieben hatte, von dessen Existenz ich quasi zufällig erfuhr.

„Wieso habe ich den denn nicht gesehen?“, erkundigte ich mich bei der Lehrerin und erfuhr, dass sie die Unterschrift des Testes nicht eingefordert hatte.

„Er war der einzige, der keine Unterschrift gebracht hatte …“ Aber HALLO!

Am Freitag dann der Elternsprechtag des anderen Sohnes, der sich erfreulicherweise, so scheint es, ganz gut eingelebt hat. Hier erfuhr ich dann von der 6 in einer Klassenarbeit … die allerdings nicht gewertet worden war, weil anscheinend alle eine 6 geschrieben hatten …

„Sohn“, erkundigte ich mich NACH dem Elternsprechtag, „wieso erfahre ich erst JETZT und ZUFÄLLIG von einer 6 in einer Klassenarbeit???“

Der Sohn guckte lieb: „Wieso willst du das wissen?“

Fazit der Woche

„Ehemann“, sagte ich am Abend zum Gatten, „wenn die alle aus der Schule sind, werde ich mich mehrere Wochen besinnungslos besaufen. Machst du mit?“

„Klar“, erwiderte der Mann, „nehmen wir stilles oder Sprudelwasser?“


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