Neue Heizungen und Wärmedämmung könnten Deutschlands Gesamtenergieverbrauch um 15% reduzieren

Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde in 2009 die als “Abwrackprämie” bekannt gewordene Umweltprämie eingeführt. Mit ihr erhielten Autobesitzer für die Verschrottung eines alten und den Kauf eines neuen Autos eine staatliche Prämie in Höhe von 2.500 Euro. Der Umwelt hat die Aktion trotz des Namens wohl eher wenig geholfen, dafür umso mehr den Autoherstellern. Generell wäre eine Abwrackprämie für alte Heizungen ohnehin deutlich sinnvoller gewesen, da das Heizen den größten teil am Energieverbrauch und den Emissionen in Deutschland stellt. Die Lobby der Heizungshersteller war wohl aber nicht so groß und einflußreich wie die der Autohersteller.

Ohne Wärmesektor keine Energiewende
Infografik: Thermondo

Wie wichtig der Bereich Wärmeversorgung auch für die geplante Energiewende ist, zeigt sich daran, dass auf den Wärmesektor mit 52% der mit Abstand größte Anteil am Gesamtenergieverbrauch entfällt. Dennoch spielt er sowohl in den Köpfen der Bürger wie auch in den Plänen der Politiker im Vergleich zum Strom nur eine Nebenrolle. Der Stromverbrauch trägt dabei nur zu etwa 25% am deutschen Gesamtenergieverbrauch bei. Laut Thermondo, Deutschlands erstem Online-Heizungsplaner, entfallen auf Heizen und die Bereitstsellung von Warmwasser beim Energieverbrauch von Gebäuden sogar stolze 85%. Demnach liegt hier auch der wichtigste Ansatzpunkt.

Würden alle Gebäude in Deutschland mit modernen Heizungen und einer effizienten Wärmedämmung ausgestattet, könnten laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) alleine im Gebäudesektor bis zu 43% Energie und damit auch Kosten sowie Emissionen eingespart werden. Auf den Gesamtenergieverbrauch Deutschlands hochgerechnet sind das immerhin stolze 15%.

Das Potential wird erst recht ersichtlich, wenn man die Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betrachtet: Von den rund 20 Millionen Gebäuden in Deutschland werden noch immer etwa 85% von einer veralteten Heizungsanlage beheizt. Allein in den rund 15,1 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern stehen geschätzte 7-9 Millionen Anlagen, die bereits 15 Jahre oder älter sind. Neue, energieeffiziente Heizungsanlagen könnten hier den Brennstoffverbrauch und CO2-Ausstoß deutlich senken.

Der Heizungsvergleich und weitere Informationen sind auf www.thermondo.de zu finden.


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