Nachrichten vom 7. Oktober 2014

Schweden - Politik
Die Sozialdemokraten (Socialdemokraterna) und die Grünen (Miljöpartiet) haben sich bei der Diskussion um eine höhere Einkommenssteuer geeinigt und die Untergrenze dafür nun bei einem Verdienst von 50.000 Kronen brutto im Monat festgelegt, parallel dazu wollen sie die Steuern für Pensionäre um monatlich 120 Kronen senken. Die Steuern für alle, die über 50.000 Kronen verdienen, soll stufenweise erhöht werden indem die Steuervorteile durch den sogenannten Jobbskatteavdrag langsam abgebaut werden. Zusätzlich will die Regierung die Steuervorteile bei der Beschäftigung von Jugendlichen bis 25 Jahren stufenweis abbauen. Diese Maßnahmen sollen der Regierung im Jahr 2016 zusätzliche Steuereinnahmen in Hohe von knapp 19 Milliarden Kronen bieten.
Schweden - Politik
Die schwedische Außenministerin Margot Wallström verteidigt die Regierungsaussage zur Anerkennung Palästinas als selbständigen Staat und bezeichnet dies als die letzte Chance um eine Zwei-Staaten-Lösung herbeizuführen. Wallström hofft dass Schweden nun als Vorreiter innerhalb der Europäischen Union betrachtet wird und andere Länder ihrem Vorstoß folgen werden. Die Außenministerin ist davon überzeugt, dass die kurzfristig bekannt gegebene Entscheidung, die ohne Absprache mit der Opposition erfolgte, das Verhältnis Schwedens zu Israel in keiner Weise belasten wird.
Schweden - Politik
Um die Linken (Vänsterpartiet) auf seine Seite zu bekommen, kam Stefan Löfven nun der Partei näher und einigte sich mit Jonas Sjöstedt darüber, dass die Gewinne im Schulbetrieb und bei Pflegeunternehmen großenteils wieder investiert werden müssen und nur noch ein Gewinn in Höhe der banküblichen Zinsen verteilt werden darf. Wie zu erwarten, so erklärten die bürgerlichen Parteien unmittelbar, dass sie sich dieser Entscheidung widersetzen werden, was wiederum bedeutet, dass Löfven auf die Zustimmung der Sverigedemokraterna (Schwedendemokraten) angewiesen ist, die den Plan der Regierung „unter gewissen Bedingungen“ stützen will.
Schweden - Wirtschaft
Jedes Jahr beginnt das Weihnachtsgeschäft in Schweden etwas früher. Dieses Jahr findet man bereits Anfang Oktober Weihnachtsartikel unter und neben einem Weihnachtsbaum in den verschiedenen Geschäften präsentiert. Nach den Geschäftsbesitzern entscheiden der Trend und die große Nachfrage der Kunden nach Weihnachtsartikeln. Als Vorreiter wird in Schweden Ikea betrachtet, da sich das Unternehmen bereits seit Jahren ab Oktober auf den Weihnachtshandel einstellen. Ein Teil der Kunden ist von dieser Entscheidung allerdings wenig begeistern und fordern auf Facebookseiten Herbstartikel, denn Weihnachten beginnt gemäß schwedischer Tradition erst im Dezember.
Schweden - Arbeitswelt
Als am vergangenen Wochenende im französischen Lille die Berufseuropameisterschaft Jugendlicher im Alter von bis zu 26 Jahren stattfand, zeigten die schwedischen Teams ihre volle Stärke, denn obwohl 25 Länder 450 ihrer besten Berufsanfänger schickten, gelang es Schweden, das an 17 Ausscheidungen teilnahm, drei Goldmedaillen, sechs Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen mit nach Hause zu nehmen. Nur in sechs Berufssparten blieb eine Medaille ein Traum. Die nächste Europameisterschaft junger Berufstätiger findet im Jahre 2016 in Göteborg statt.
Schweden - Arbeitsmarkt
Während das Universitätskrankenhaus in Skåne (Schonen) immer mehr Abteilungen wegen einem Mangel an Krankenschwestern schließen muss, zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt, dass in der Region genügend Krankenschwestern einen Arbeitsplatz suchen, solange dieser nicht das Universitätskrankenhaus ist. Eine der Krankenzentralen in Malmö erhielt für eine einzige Ausschreibung 52 Bewerbungen und in den beiden anderen Behandlungszentren Malmös sieht die Situation sehr ähnlich aus. Die Krankenhäuser in Skåne sind, im Gegensatz dazu, bereits zufrieden wenn sie nach einer Ausschreibung eine einzige Bewerbung erhalten, denn mehrere Krankenschwestern auf einmal zu finden ist dort geradezu aussichtslos.
Schweden - Umwelt/Politik
Kaum ist Åsa Romson, eine der beiden Vorsitzenden der Grünen Schwedens, zur Umweltministerin ernannt, deckt die Abendzeitung Expressen auf, dass Romson privat sehr wenig von Umweltschutz hält, denn während sie die Verschmutzter der Ostsee auf das Äußerste angriff, strich sie ihr eigenes Hausboot in Stockholm mit einer extrem giftigen Kupferfarbe, die seit 2011 in ganz Schweden für diesen Zweck verboten ist, da dadurch die Ostsee extrem stark belastet wird. Obwohl Romson auf Grund ihres Studiums und der aktiven Umweltpolitik davon informiert sein musste, schiebt sie nun alles auf den Verkäufer der Farbe, dem sie Vertrauen schenkte und sie entschuldigt sich für die Tat. Der Beginn als Umweltminister könnte jedoch kaum schlechter sein.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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