Nachrichten vom 23. August 2012

Schweden - Politik
Die Grünen Schwedens fordern die Regierung auf im sozialen Wohnungsbau mehr Aktivität zu zeigen und 30.000 günstige Mietwohnungen bis 2018 zu schaffen, die dringend benötigt werden. Nach den Grünen kann, nach geringen Änderungen einiger Verordnungen, das nötige Geld über die AP-Fonds kommen, wobei die Rückzahlungen und die Gewinn dann aus den Mieten kommen könnte, was sogar eine rentablere Lösung wäre als die bisherige über Aktien und Obligationen.
Schweden - Wirtschaft
Obwohl eine Studie des Schweizer Parlaments vom Kauf der Jas Gripen aus den verschiedensten Gründen abrät, hat sich der Verteidigungsausschuss mehrheitlich für einen Kauf der schwedischen Flugzeuge ausgesprochen und den Verteidigungsminister damit beauftragt die Verhandlungen mit Schweden fortzusetzen, da nach dem Ausschuss die schwedischen Jas Gripen, trotz der verschiedenen Probleme, noch die günstigsten Mehrzweckflugzeuge für das Land seien. Allerdings ist der Kauf dadurch noch nicht garantiert, da möglicherweise eine Volksabstimmung zu diesem Thema beantragt wird.
Schweden - Wirtschaft
Nach einer Untersuchung des Instituts HUI Research verzeichnen allein 24 der 290 schwedischen Gemeinden die Hälfte des Gesamtumsatzes im Einzelhandel, was auf eine immer deutlichere Konzentration des Handels hinweist, denn von zwanzig Jahren benötigte man noch 29 Gemeinden für 50 Prozent des Umsatzes und vor zehn Jahren noch 26 Gemeinden. Orte, die bereits einen starken Handel haben ziehen durch das umfangreichere und oft auch günstigere Angebot immer mehr Kunden anderer Gemeinden an.

Schweden - Wirtschaft/Tourismus

Nach einer Studie des Verbandes des schwedischen Handels lassen ausländische Touristen im Einzelhandel Schwedens genauso viel Geld wie für Hotels und Restaurants und sind damit eine bedeutende Einnahmequelle des Landes. Im Jahre 2011 konnte der schwedisch Handel allein durch ausländische Touristen einen Umsatz von 76 Milliarden Kronen verzeichnen. Allerdings verteilt sich dieser Umsatz nicht gleichmäßig über das ganze Land, da das größte Stück der Torte bei Gekås in Ullared, Lager 157 in Gällstad und dem Grenzhandel mit Norwegen landet. Das nächst große Tortenstück geht dann an die drei schwedischen Großstädte, sowie Visby und Åre.
Schweden - Wirtschaft/Arbeitsmarkt
Im ersten Halbjahr stieg die Nachfrage nach Personal bei Restaurants um 16,8 Prozent an, weitaus mehr als bei anderen Zweigen. Der Branchenverband Visita sieht dies als ersten Erfolg der reduzierten Mehrwertsteuer, auch wenn diese Aussage nicht nachzuprüfen ist, da während der ersten sechs Monate gleichzeitig der Umsatz, also die Anzahl der Kunden, bei Restaurants anstieg, was sich ebenfalls positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken kann.
Schweden - Arbeitsmarkt/Media
Nachdem während der letzten beiden Monate bereits zahlreiche Tageszeitungen und Zeitschriften Personal entließen, meldet nun auch die Tageszeitung Svenska Dagbladet (SvD), dass 60 Angestellte ihren Arbeitsplatz verlieren werden, wobei die Geschäftsführung betont, dass freiwillige Lösungen bevorzugt werden, ohne jedoch genauer zu definieren wie diese privaten Lösungen aussehen werden. Auf Grund des reduzierten Personals will SvD 40 Millionen Kronen im Jahr sparen, was auf Grund der Marktveränderungen eine Notwendigkeit wurde.
Schweden - Arbeitsmarkt
Bereits zu Schulbeginn schweben schwarze Wolken über dem Schulbetrieb, da die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften der Lehrer und den lokalen und regionalen Arbeitgebern, die bereits im Januar eingeleitet wurden, in einem Engpass gelandet sind, denn während die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 10.000 Kronen im Monat fordern, wollen die SKL (Sveriges Kommuner och Landsting) die Gehälter im kommenden Jahr lediglich um 4 Prozent erhöhen, im Durchschnitt also um 900 bis 1000 Kronen und im Jahr 2013 um weitere 200 Kronen. Die schwedischen Lehrer, die bereits mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden sind, und ihre Gewerkschaften halten diese Lohnerhöhung für lächerlich und warnen daher mit Streikmaßnahmen im Herbst.
Schweden - Immobilien
Nachdem die Regierung die Renovierungen von Wohnungen aus den 60er und 70er Jahren nicht mit Steuergeldern mitfinanzieren will, haben sich die Besitzer der Gebäude entschlossen die Kosten auf die Miete umzulegen, was bei den Wohnungen, die zur Zeit bereits modernisiert werden, bedeutet, dass sich die Mieten in manchen Fällen verdoppeln, da oft nicht nur die notwendigen Arbeiten vorgenommen werden, sondern die Wohnung durch einige moderne Zusatzeinrichtungen in luxuriösere Wohnungen umgewandelt werden. In der Regel bedeutet dies, dass über die Hälfte der aktuellen Mieter eine neue Wohnung suchen müssen, selbst wenn sie ihre Wohnung seit 40 Jahren bewohnt haben.
Schweden - Immobilien
Das Problem, dass Banken immer noch nicht fordern, dass Hauskredite auch über die Zinsen hinaus abbezahlt werden müssen, führt zu immer größeren Problemen, denn innerhalb der letzten vierzig Jahre stieg die Verschuldung der schwedischen Haushalte von 80 Milliarden Kronen auf 648 Milliarden. Gegenwärtig dauert es 125 Jahre bis ein Durchschnittshaushalt seinen Kredit für eine Wohnung zurückbezahlt hat. Besitzer von Villen benötigen gegenwärtig nur noch 71 Jahre. Eine Generation reicht daher schon lange nicht mehr aus um nur den Haus- oder Wohnungskredit abbezahlen zu können.
Schweden - Tourismus
Nachdem das schwedische Straßenverkehrsamt, das auch zuständig ist für die Eisenbahnlinien, die Abgaben für die Benutzung der Gleise von Museumszügen bedeutend erhöhen will, ist die Zukunft mehrerer dieser Museen und Eisenbahnlinien bedroht, da Eisenbahnmuseen oft auf Vereinsbasis arbeiten und daher keinerlei größere Einnahmen haben. Die betroffenen Museen, die sich nun in höchstem Grade bedroht sehen, haben sich in ihrer Verzweiflung nun an die Verkehrsministerin Lena Adelsohn Liljeroth gewandt ohne jedoch bisher Gehör gefunden zu haben. Sollte das Straßenverkehrsamt seine Forderungen durchsetzen, so werden mehrere bedeutende Museumszüge, unter anderem auch jener zwischen Stockholm und Bergslagen, eingestellt werden.
Schweden - Gesellschaft
Da Gemeinnützige Hilfsorganisationen in den letzten Jahren immer weniger Spenden bekommen, da sich in Schweden der bargeldlose Verkehr immer mehr durchsetzt und viele Schweden keinerlei Bargeld mehr mit sich führen, hat sich die Kinderhilfsorganisation Rädda Barnen nun entschieden mobile Kartenlesegeräte auf lokalem Niveau einzuführen, so dass Spenden auch per Kreditkarte gegeben werden können. Nun bleibt nur noch die Frage wie hoch das Vertrauen der Spender in die mobilen Lesegeräte ist.
Schweden - Gesellschaft
Nach einer Studie der schwedischen Organisation Ung Cancer in Skåne und im Västra Götaland glauben 46 Prozent aller Gymnasiasten in den beiden Regionen dass Krebs eine ansteckende Krankheit ist. Und dies, obwohl nur 18 Prozent unter ihnen sagen niemanden zu kennen, der Krebs hatte. Ung Cancer sieht das Problem darin, dass Jugendliche heute nicht mehr auf die gleiche Weise Informationen aufnehmen wie ihre Eltern. Die Organisation ist der Meinung, dass man sich den Sozialen Medien und Facebook zuwenden muss, wenn man die heutige Jugend erreichen will. Die Fehlinformation bezieht sich allerdings nicht nur auf Krebs, sondern auch auf zahlreiche andere Krankheiten oder den Effekt von Sonnenbestrahlung.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin


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