Nachrichten vom 23. April 2014

Schweden - Politik
Die vier Regierungsparteien haben sich, vermutlich nach der Krimannektierung durch Russlands, entschlossen das Budget für die Verteidigung während der nächsten zehn Jahre bedeutend anzuheben, nämlich um über 5 Milliarden Kronen pro Jahr, was über 10 Prozent des aktuellen Gesamtbudgets ausmacht. Mit dem Geld sollen vor allem Marine und Luftwaffe ausgebaut werden, aber auch das Personal erhöht werden und die Heimwehr soll mehr Geld erhalten, eine Idee, die bereits die Sozialdemokraten in Erwägung gezogen hatten, jedoch dabei auf ein blockübergreifendes Abkommen rechneten, da die Grünen die Verteidigung abbauen wollen.
Schweden - Politik
Die schwedische Verteidigung erklärte nun, dass Dolmetscher, die früher beim schwedischen Militär in Afghanistan angestellt waren, im Gegensatz zu noch angestellten Dolmetschern, kein Asyl in Schweden erhalten können, da die Verteidigung lediglich für aktuell Angestellte eine Verpflichtung übernommen hat, wie auch Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt erneut betonte. Dass frühere Dolmetscher in ihrem Land mit dem Leben bedroht werden, spielt für Schweden keine Rolle, denn Ausnahmegenehmigungen zum geltenden Recht Schwedens stehen nicht zur Debatte.
Schweden - Kriminalität
Gegenwärtig sind rund 25.000 schwedische Automobilkennzeichen als gestohlen gemeldet, 46 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Was mit den Schildern geschah, ist nicht bekannt, auch wenn bei der Einführung der Citymaut in Stockholm und in Göteborg der Diebstahl der Nummernschilder bereits bedeutend anstieg. Die Polizei nimmt an, dass die gestohlenen Schilder vor allem für kriminelle Aktivitäten wie Benzindiebstahl, Einbrüchen und ähnlichem benutzt werden, auch wenn dies die Menge der verschwundenen Schilder kaum erklären kann.

Schweden - Arbeitsmarkt

Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Amts waren im März 2014 rund 74.000 Personen mehr in einem Angestelltenverhältnis als im gleichen Monat des Vorjahres, was bedeutet, dass die Arbeitslosigkeit gegenwärtig bei 8,1 Prozent liegt und 4,2 Millionen Schweden einen Arbeitsvertrag haben. Mit dieser Entwicklung ging nach dem Amt auch die Anzahl der gearbeiteten Stunden pro Woche mit vier Prozent nach oben. Männer leisteten dabei 21,3 Millionen Stunden mehr als Frauen, insgesamt nämlich 89,8 Millionen Stunden jede Woche.
Schweden - Ausbildung
Nach dem Svenska Dagbladet können 20 Prozent der Studenten der Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm die Mathematikaufgaben der Grundschule nicht lösen. Dies bedeutet, dass sich die Anzahl jener, die bei Beginn ihres technischen Hochschulstudiums, unzureichende Mathematikkenntnisse haben, seit 1998 verdoppelt hat. Forscher sehen die Ursache in der zu lockeren Bewertung von Mathematikarbeiten in der Grundschule und im Gymnasium, die den Schülern und späteren Studenten bessere Kenntnisse in Mathematik vorspiegeln als diese tatsächlich haben.

Schweden - Ausbildung

 Im Verhältnis zum vergangenen Jahr haben sich 2014 rund 4000 Studenten mehr für eine Ausbildung als Lehrer oder Kindergärtner entscheiden als im vergangenen Jahr, was einem Zuwachs von zwölf Prozent entspricht. Allerdings ist nach wie vor das Interesse an Deutsch, Französisch oder Chemie verschwindend gering und auch das Interesse an Ausbildungen zum Lehrer an den Oberstufen steigt nur geringfügig an. Der schwedische Kultusminister Jan Björklund ist mit dieser Entwicklung dennoch extrem zufrieden, obwohl eine Analyse zeigt, dass damit die Probleme des Lehrermangels kaum behoben werden. Leider wurde bei diesen Zahlen auch nicht analysiert über welche schulischen Voraussetzungen die zukünftigen Lehrer verfügen, ob sie also das Grundstudium überstehen können.
Schweden - Medizin
Nach Forschern der Universität Stockholm und Uppsala werden, im Gegensatz zu bisherigen Vermutungen, die Nervenzellen der Hirnrinde nach einem Stroke (Gehirnschlag) nicht durch neue Nervenzellen ersetzt, sondern die betroffenen Zellen sind unwiederbringlich verloren. Dies bedeutet daher, dass bei einer Genesung kein Austausch der Nervenzellen der Hirnrinde erfolgt, sondern neue oder inaktive Zellen dafür aufgebaut werden, was der Forschung einen völlig neuen Weg weist.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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