Nachrichten vom 13. Dezember 2014

Schweden - Politik
Stefan Löfven, der Vorsitzende der Sozialdemokraten Schwedens kann sich nicht entscheiden ob er mit einem gemeinsamen Programm mit den Grünen an die kommende Wahl gehen soll oder unabhängig vom bisherigen Abkommen, denn jede der Entscheidungen kann mit Problemen verbunden sein, sollte der linke Block im März tatsächlich eine relative Mehrheit erreichen. Inwieweit Löfven auf die Grünen rechnen kann, ist ohnehin ein ungewisser Faktor, denn nach zwei Monaten an der Regierung verfügen die Grünen nun nicht einmal mehr über sechs Prozent der Wählerstimmen.
Schweden - Politik
Immer mehr moderate Politiker sind der Meinung, dass man eine Zusammenarbeit zwischen Moderaten und Schwedendemokraten nicht mehr grundsätzlich ausschließen sollte. Nach einer Umfrage des Staatsfernsehens SVT sind gegenwärtig 36,6 Prozent der moderaten Politiker der Überzeugung dass eine Zusammenarbeit in einigen Sachfragen vorteilhaft sein könnte und die Sverigedemokraterna schließlich über demokratische Wahlen die drittgrößte Partei des Landes wurden.
Schweden - Politik
Nachdem die aktuelle Regierung der Sozialdemokraten und der Grünen mit dem Budget der bürgerlichen Parteien arbeiten muss, ist sie gezwungen 500 Millionen Kronen, die für den sogenannten grünen Klimafond bestimmt sind, aus der Kasse der Entwicklungshilfe zu nehmen. Die Regierung wollte diese Gelder durch höhere Steuereinnahmen von Topverdienern einnehmen, was nun jedoch vollkommen unmöglich ist. Nach den bürgerlichen Parteien ist es logisch dass auch Umweltprojekte in den ärmsten der Länder der Welt über die Entwicklungshilfe finanziert werden muss und dann eben in anderen Bereichen der Entwicklungshilfe gespart werden muss.
Schweden - Politik
Die Moderaten sind intern extrem uneinig über die Frage der Asylpolitik, denn während immer mehr Gemeinden mit moderater Führung für die Beschränkung des Flüchtlingsstrom sind und schon heute weitaus weniger Flüchtlinge und Asylanten aufnehmen als Gemeinden mit einer anderen politischen Führung, will die Zentralstelle der Moderaten in Zukunft alle Gemeinden dazu zwingen Flüchtlinge und Asylanten aufzunehmen und die Verantwortung nicht mehr nur den Nachbargemeinden auflasten, die vom aktuellen Zustrom ebenfalls überfordert sind.
Schweden - Arbeitswelt
Obwohl er Unterhalt der Eisenbahnlinien verstärkt werden muss damit Züge in Schweden wieder pünktlich ankommen können, stellte gestern ausgerechnet das staatliche Unternehmen InfraNord 150 Arbeiter aus, die angeblich überzählig sind. Das Problem ist indes nicht eine zu hohe Anzahl an Arbeiten, sondern die Entscheidung der Regierung, dass das Unternehmen ab 2016 Gewinne erwirtschaften muss. Die Sozialdemokraten versprachen vor den letzten Wahlen verstärkt für den Unterhalt der Eisenbahnlinien zu sorgen, handelt jedoch nun völlig entgegengesetzt ihrer Versprechen.
Schweden - Arbeitswelt
Die vor Jahren in Schweden eingeführten Ausbildungen als Lehrlinge kommen nur sehr zögernd ins Laufen, denn dieses Jahr machen von den 30.000 geplanten Schülern nur 7300 eine Lehrlingsausbildung, eine Ausbildung, die vor allem Hochschulen etwas leeren soll. Allerdings kann selbst der geringe Ansturm auf diese Ausbildung nicht an den tatsächlichen Berufsmöglichkeiten liegen, sondern daran, dass Jugendliche, die zu einer Ausbildung als Lehrling greifen, monatlich 1000 Kronen mehr an Unterstützung erhalten als Schüler oder Studenten.
Schweden - Medizin
Nach den Zahlen des schwedischen Sozialamts wurden im vergangenen Jahr rund 10.000 Personen zwangsweise in die Psychiatrie zur Behandlung eingewiesen. Während der Anteil der männlichen und weiblichen Patienten etwa gleich hoch ist, fällt jedoch auf dass Frauen während der Behandlung weitaus häufiger angeschnallt werden als Männer, wobei vor allem Frauen zwischen 18 und 24 Jahren am häufigsten mit dieser Zwangsmaßnahme rechnen müssen. Ebenso erstaunlich ist, dass bei dieser Maßnahme einige Regionen besonders auffallen, denn in den Regionen Stockholm, Jönköping und Södermanland greift man am schnellsten zum Anschnallen, die die Patienten bewegungsunfähig machen.
Schweden - Verkehr/Wirtschaft
Die schwedischen Lastwagenhersteller Volvo und Scania kritisieren die neue Entscheidung Europas nach der die Fahrerhütten bis zum Jahr 2022 aerodynamischer gebaut werden müssen damit die Lastwagen weniger CO2 an die Luft abgeben, denn beide Herstellern gelang es die Abgabe von CO2 bei ihren Fahrzeugen während der letzten Jahre nahezu zu halbieren. Für Scania und Volvo wäre es wichtiger Europa würde mehr Sicherheitsvorkehrungen in Lastwagen vorschreiben, da die Unfallgefahr ohne entsprechende Maßnahmen, im Gegensatz zum CO2, ohne Gesetze nicht abgebaut wird.
Schweden - Immobilien/Gesellschaft
Auf Grund des enormen Wohnungsmangel in den schwedischen Großstädten und dem mangelnden Willen mehr und billiger zu bauen, wird nicht nur der Wohnungsmangel in den kommenden Jahren fortsetzen, sondern immer mehr Personen mit geringen und normalen Einkommen sind dazu gezwungen viel zu eng zu wohnen. Das Problem dabei ist nicht nur dass kaum Wohnungen für größere Familien gebaut werden, sondern auch daran, dass die Bauunternehmen vor allem Wohnungen nach Bostadsrätt anbieten und der Markt der Mietwohnungen immer mehr hinter dem Bedarf hinterherhinkt.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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