Nachrichten, 8. Mai 2015

Schweden - Politik
Nachdem die schwedische Regierung öffentlich bekannt gab Waffenlieferungen an Diktaturen ganz zu stoppen, konnten Journalisten des Staatsfunks Sveriges Radio nun feststellen, dass der von der Regierung eingesetzte Ausschuss nun Formulierungen fand, die weiterhin Waffenlieferung an nicht-demokratische Staaten zulassen, denn statt den Export an diese Staaten kategorisch zu verbieten, findet man die Formulierung, dass Schweden an diese Länder keine Waffen liefern sollte und jede Entscheidung der Regierung frei überlässt. Waffenexporte sind auch dann an antidemokratische Länder erlaubt, wenn die sicherheitspolitischen Fragen der Region dies empfehlen.
Schweden - Arbeitswelt/Politik
Journalisten des Staatsfunks Sveriges Radio entdeckten bei ihren Arbeiten über Taxibetriebe Schwedens, dass im vergangen Jahr eine extrem hohe Menge an Subventionen an Taxibetriebe gingen, die ursprünglich dafür gedacht sind, dass Langzeitarbeitslose wieder einen Arbeitsplatz finden, bei einigen Taxiunternehmen jedoch dazu dienten ihre Aktivität zu finanzieren und aufrecht zu halten. Um 2500 Personen zu helfen einen Arbeitsplatz zu finden, wurde Taxiunternehmen eine Unterstützung von insgesamt 6,6 Milliarden Kronen überwiesen. Die Regierung will nun die Bedingungen schärfen um diesen Missbrauch zu reduzieren.
Schweden - Arbeitsmarkt
Obwohl es für die Schulen Schwedens bereits sehr schwierig ist ausreichend Lehrer zu finden, hat nun die Stadt Lidköping 16 Lehrer gekündigt, weil diese am 1. Juli auf Grund der mangelnden Lehrerelegitimation keine Benotung mehr vornehmen dürfen und daher nicht mehr voll eingesetzt werden können. Nach Lidköping handelt es sich dabei um Lehrer, die entweder keine Legitimation beantragt haben, oder aber diese nicht erhalten können, weil ihnen, trotz abgeschlossenem Studium, einige Hochschulpunkte fehlen, die nur durch ein weiteres Studium erworben werden können.
Schweden - Gesundheit
Da Schweden europaweit das Land ist in dem die Dickleibigkeit am schnellsten zunimmt und bei der gegenwärtigen Entwicklung bereits in 15 Jahren jeder vierte Schwede zu dick sein wird, was bedeutende gesundheitliche Probleme und Kosten mit sich bringt, erwägt Volksgesundheitsminister Gabriel Wikström eine Steuer auf sehr fetthaltige Nahrung einzuführen, damit die Industrie ihre Verantwortung übernimmt, eine Idee, die sein Vorgänger Göran Hägglund stark ablehnte. In der Tat werden jedoch, vor allem bei Fertiggerichten, in Schweden immer mehr dick machende Fette und Zucker eingesetzt, die zum Teil die Ursache des Problems ausmachen.
Schweden - Verkehr
Das schwedische Parlament fordert die Regierung auf das lang diskutierte Gesetz in Gang zu setzen nach dem das Fahren von Wasserscootern einen Führerschein und ein Mindestalter erfordert, da die Probleme mit diesen Gefährten jedes Jahr zunehmen. Wasserscooter haben nicht nur eine sehr hohe Geschwindigkeit und können selbst in seichterem Wasser Badenden schaden, sondern stören auch das Vogelleben am Wasser und verursachen in Wohngebieten einen überdurchschnittlich großen Lärm.
Schweden - Ernährung
Auch wenn in den Großküchen der Regionen und Gemeinden der Anteil an in Schweden produzierten Lebensmitteln steigt und in den letzten zwei Jahren auf 75,6 Prozent der Masse anstieg, so  zeigen die aktuellen Zahlen dennoch, dass die Menge an schwedischem Käse von 36,8 Prozent auf 33,8 Prozent fiel und Fleisch ebenfalls von 40,4 Prozent auf 39,4 Prozent fiel, was deutlich zeigt, dass die schwedischen Politiker noch weit von ihrem Ziel entfernt sind, da gerade letztere Produkte in ausreichender Menge in Schweden vorhanden sind.
Schweden - Gesellschaft
Mehrere Wissenschaftler vertreten in den Dagens Nyheter die Meinung, dass ein Verbot der Bettelei in Schweden der absolut falsche Weg sei, da dies nicht die Situation der Armen verbessern kann, jedoch mit hohen Kosten verbunden ist, was man bereits in England und Dänemark feststellen musste. Hinzu kommt, dass ein Verbot dazu führt, dass diese Gruppe an Personen stigmatisiert wird, was zu gesellschaftlichen Verfolgungen führen kann. Nach den Wissenschaftlern ist die sinnvollste Lösung, armen Migranten den Zugang zur Arbeit, zur Ausbildung und zum Gesundheitswesen zu garantieren.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

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