Nachrichten, 30. März 2018

Schweden - Politik
Nachdem das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen einen Sturm wegen seiner öffentlichen Broschüre zu Kinderehen erlebte, zog das Amt nun die umstrittene Broschüre zurück. In der Informationsschrift war nicht einmal erwähnt, dass in Schweden eingegangene Kinderehen mit Gefängnis bestraft werden, sondern aus mehreren Formulierungen ging eine Toleranz dieser Ehen hervor, was bereits in der Einleitung deutlich wurde denn hier war zu lesen, dass sich die Broschüre an alle richte, die mit Kindern verheiratet seien. Problematisch ist dabei, dass Schweden bisher Kinderehen, die im Ausland geschlossen wurden, anerkennt, was auf eine Gesetzeslücke zurückzuführen ist, die nun geschlossen werden soll.
Schweden - Politik/Recht
Justizminister Morgan Johansson schlägt vor, dass Autofahrer, die unter Alkoholeinfluss fahren oder ohne Führerschein unterwegs sind, bis zur Verhandlung im Gefängnis verbringen müssen, was bisher rechtlich nicht möglich ist. Voraussetzung dafür soll allerdings sein, dass ein Richter eine Wiederholungstat in dieser Zeit befürchtet, was meist bedeuten wird, dass der Betroffene bereits früher wegen den gleichen Vergehen aufgefallen war. Diese Gesetzesänderung soll bereits im kommenden Jahr in Kraft treten.
Schweden - Immobilien
Innerhalb von nur vier Jahren ging das Angebot an Ferienhäusern in Schweden um 60 Prozent zurück, allein im vergangenen Jahr handelt es sich noch um sieben Prozent. Gleichzeitig gingen die Preise für Ferienhäusern innerhalb eines Jahres um neun Prozent nach oben, ohne dass allerdings die Nachfrage zurückgeht. Als Ursache für diese Entwicklung sieht man mehrere Möglichkeiten, denn einerseits vermieten immer mehr Schweden ihre Ferienhäuser privat, was nicht von der Statistik erfasst wird, zum anderen wollen viele nicht mehr verkaufen, da sie durch eine Vermietung mehr verdienen können als bei einen Verkauf.
Schweden - Gesellschaft
Nach offiziellen Schätzungen leben in Schweden rund 300.000 Personen unterschiedlichsten Alters einsam und haben keine, beziehungsweise nur vereinzelt Freunde. Dies führt in vielen Fällen auch zur Depression und Minderwerdigkeitsgefühlen, obwohl es sich dabei vor allem um ein allgemeines schwedisches Symptom handelt. Nach einer Studie von Expat Insider liegt Schweden bei der Möglichkeit sich Freunde zu schaffen  unter 65 untersuchten Ländern an letzter Stelle. Bedeutend bei dieser Studie ist, dass nur Personen befragt wurden, die im Berufsleben standen, also mit der Lokalbevölkerung der entsprechenden Länder in engem Kontakt lebten.
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