Nachrichten, 30. März

Schweden - Politik
Obwohl das Auswärtige Amt Schwedens noch vor wenigen Tagen mitteilte Schweden, die irgendwo im Ausland von der Corona-Pandemie überrascht wurden, nicht nach Hause holen werde, gab gestern Abend Außenministerin Ann Linde bekannt dass die Regierung nun alles in die Wege leiten werde um die Betroffenen zurück nach Schweden zu holen, was indes nicht immer möglich sein wird, da zahlreiche Flughäfen vollkommen geschlossen sind und für die Ausreise der Schweden zudem Sondergenehmigungen der entsprechenden Regierungen vorliegen müssen. Die Kosten für die Flüge müssen auf jeden Fall die Betroffenen übernehmen.
Schweden - Wirtschaft
Die wirtschaftliche Krise auf Grund des Covid-19 ist nun auch im Hafen Göteborgs deutlich angekommen, dem größten Hafen Skandinaviens, da die Waren aus Asien immer geringer werden und der Transport von schwedischen Produkten, zum Beispiel Fahrzeugen, sehr deutlich zurückgeht, da die Fabriken sämtlicher Autohersteller Schwedens geschlossen wurden. Da rund 90 Prozent des schwedischen Ex- und Imports auf dem Seeweg erfolgt, dürfte die Arbeit in den kommenden Wochen sehr gering sein, auch wenn man versuchen wird den Betrieb auf jeden Fall aufrecht zu halten, auch wenn alle Arbeiter ohne Dauerverträge voraussichtlich nach Hause geschickt werden müssen.
Schweden - Gesundheit/Arbeitswelt
Obwohl man in Schweden gegenwärtig an einem extremen Mangel an Ärzten und Krankenschwestern leidet und deshalb bereits im Schnellverfahren Kräfte ausbildet, die zumindest einfachere Aufgaben übernehmen können, gibt es eine bedeutende Gruppe an Ärzten und ausgebildeten Krankenschwestern, die man nicht beschäftigen darf, da eine Konkurrenzregel es verbietet Personal eines Personalserviceunternehmens zu rekrutieren oder auch nur zu mieten, da Angestellte, die in den privaten Bereich wechseln, je nach Vertrag, zwischen sechs und zwölf Monaten nicht von Krankenhäusern gemietet oder angestellt werden dürfen.
Schweden - Gesundheit
Das schwedische Gesundheitsamt verteidigt seinen lockeren Umgang mit dem Coronavirus und bezeichnet sämtliche andere europäischen Methoden als restriktiv und nahezu sinnlos, da sich die Bevölkerungen an Einschränkungen ohnehin nicht halte. Das schwedische Modell sei daher vorbildlich, was sich nach Ende der Krise sehr deutlich herausstellen werde. Sowohl der Direktor des Gesundheitsamts als auch der staatliche Epidemiologe verzichten dabei absichtlich auf die asiatische Vorgehensweise, die die besten Resultate und die schwächste Verbreitung des Virus zeigt, eine Methode, die persönlichen Schutz, Eigenverantwortung und staatlichen Druck vereint.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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