Nachrichten, 29. Oktober 2015

Schweden - Politik
Eine neue Meinungsumfrage des Instituts Ipsos im Auftrag der Dagens Nyheter belegt, dass die schwedische Bevölkerung mit der aktuellen Regierung immer unzufriedener wird, denn während sich im April noch 27 Prozent der Befragten unzufrieden zeigten, wuchs diese Menge nun auf 41 Prozent an. Nur noch 27 Prozent der Bevölkerung ist der Meinung, dass die Regierung eine gute Arbeit leistet, vier Prozent weniger als vor einem halben Jahr. Bei dieser Umfrage zeigte sich allerdings auch, dass die Christdemokraten wieder unter der Vier-Prozent-Schwelle liegen, der Bruch des Dezemberabkommens also nur kurzzeitig Erfolg zeigte.
Schweden - Wirtschaft
Als Bert Karlsson im Jahre 2012 mit seinem Unternehmen Jokarjo AB die ersten Unterkünfte für Asylanten anbot, machte er einen Gewinn von sieben Millionen Kronen. Nach enormen Expansionen kann er 2015 nun mit einem Gewinn von etwa 40 Millionen Kronen rechnen. Nachdem der Ersatz bei Unterkünften für Asylanten jedoch bei maximal 350 Kronen pro Tag und pro Person liegt, will er nun auch Unterkünfte für Flüchtlingskinder bieten, die ohne Angehörige nach Schweden kommen, da hier die zu berechnenden Kosten nach oben nahezu unbegrenzt sind. Karlsson rechnet mit rund 1500 Kronen pro Kind und Tag. Auf Kritiken antwortet Karlsson lediglich, dass nicht er die Bedingungen geschaffen hat, aber gut an den Entscheidungen der Regierung verdiene.
Schweden - Arbeitswelt
Nach Informationen des Svenska Dagbladet und der Lärarnas Tidning erhielten im vergangenen Jahr 154 Lehrer und Schuldirektoren in den zehn größten Gemeinden des Landes insgesamt 55 Millionen Kronen an Abfindungen damit diese ihre Schule verließen, obwohl ein bedeutender Lehrermangel vorhanden ist. Allein in Uppsala mussten die Steuerzahler für verlorene Lehrer 17 Millionen Kronen aufbringen. Nahezu alle Lehrer, die per Abfindung ihre Anstellung verloren, unterrichten heute in anderen Gemeinden.
Schweden - Kriminalität
Nachdem in den letzten Wochen bereits zahlreiche Unterkünfte für Asylanten Opfer von vermutlich angelegten Bränden wurden, hat sich das schwedische Ausländeramt nun dazu entschlossen die Adressen von existierenden und geplanten Unterkünften nicht mehr bekannt zu geben, einer Maßnahme, der sich auch mehrere Gemeinden anschlossen, die nun auch lokal keine Auskünfte mehr erteilen wollen. Inwieweit diese Maßnahme eine positive Wirkung zeigt, ist indes ungewiss, da einige der Gebäude in denen Feuer ausbrach auch bewohnt waren und die Bewohner kaum geheim zu halten sind.
Schweden - Gesundheit
Nach einer Studie der Sahlgrenska Akademin in Göteborg sind bei 14,5 Prozent aller Personen, die ein Zahnimplantat erhielten nach neun Jahren Periimplantitis festzustellen, die der Parodontose ähnelt und, ohne weitere aufwendige Behandlung, bei hoher Geschwindigkeit zum Zahnverlust führt. Diese Erscheinung ist vor allem bei preisgünstigen Implantaten häufig festzustellen. Entzündungen nach dem Einsetzen eines Zahnimplantats sind besonders häufig wenn die Arbeiten nicht spezialisierten Zahnärzten anvertraut werden.
Schweden - Gesellschaft
Obwohl nur sehr wenige Schweden vom geplanten späteren Rentenalter in Schweden betroffen sein werden, da die Mehrheit der Schweden ohnehin nicht vor 65, oft sogar 67 Jahren, in die Rente geht, zeigt eine Meinungsumfrage des Instituts Sifo, die Auftrag des schwedischen Staatsfernsehens SVT entstand, dass 51 Prozent der Schweden ein späteres Rentenalter ablehnen und nur 26 Prozent der Meinung sind, dass auch eine vorzeitige Rente vor 62 Jahren ausgeschlossen werden soll, was bisher auf 61 Jahre festgelegt war.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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