Nachrichten, 16. Januar 2015

Schweden - Politik
Dass die im September eingetretene Regierung Schwedens unmittelbar und ohne jede Konsultation Palästina als eigenen Staat anerkannte, zeigt nun die ersten negativen Folgen, denn die schwedische Außenministerin Margot Wallström ist in Israel in der Eigenschaft als schwedische Ministerin nicht willkommen und musste daher einen dort geplanten Staatsbesuch absagen. Als Privatperson kann sie jederzeit einreisen, wird dann jedoch von offiziellen Stellen nicht empfangen und erhält auch nicht den Politikern zustehenden Personenschutz. Statt einen Dialog zwischen Israel und Palästina zu schaffen, haben sich nun auch die Fronten Israels zu Schweden verhärtet.
Schweden - Politik
Die finanzielle Lage Schwedens mit einem Defizit von voraussichtlich 56 Milliarden Kronen im kommenden Jahr zeigt, dass es in den kommenden Jahren sehr wenig Spielraum für Reformen geben wird. Dies ist umso bedenklicher, da die Steuereinnahmen dieses Jahr weiterhin steigen, diese Steigerung jedoch von den Kosten für Migranten, Integrationsbemühungen und steigende Ausgaben an Krankengeld vollkommen aufgefressen werden. Vor allem die steigenden Kosten für Flüchtlinge und Asylanten wird die extrem rechte Bewegung Schwedens weiterhin stärken.
Schweden - Politik
Die erste Parlamentsdiskussion der aktuellen Parteiführer Schwedens zeigte große Probleme in er geplanten Schulreform, denn Stefan Löfven ließ es offen ob er bei Fragen der Benotung ab dem vierten Schuljahr auf die Mehrheitsentscheidung des Parlaments hören will oder Kraft seines Amtes die geforderte Reform einfach verweigern wird, was jedoch zur Kündigung des sogenannten Dezemberabkommens mit den bürgerlichen Parteien führen kann. Anna Kinberg Batra, die neue Vorsitzende der Moderaterna, wies Ministerpräsidenten Löfven auch darauf hin, dass die Allianz in ihrem Budget doppelt so viel Geld für die Kompetenzentwicklung der Lehrer und die Entwicklung der Schulen vorsah als Sozialdemokraten und Grüne.
Schweden - Politik/Ausbildung
Nach einer Analyse der Journalisten der Dagens Nyheter machen Frauen in den Geschichtsbüchern der schwedischen Schulen nur 13 Prozent der genannten Personen aus und ihre Rolle im 20. Jahrhundert ist sogar noch geringer. Da dies als Geschichtsverfälschung betrachtet wird, die der Gleichstellung der Frauen widerspricht, will Kultusminister Gustav Fridolin die Angelegenheit nun untersuchen, auch wenn es in der Geschichte kaum sinnvoll ist Gleichstellung zu fordern, sondern eine sachliche und ausgeglichene Darstellung, was gegenwärtig ebenfalls nicht der Fall ist.
Schweden - Wirtschaft
Seit Russland im vergangen August entschied auf den Import von Agrarprodukten aus Europa zu verzichten, als Folge des Boykotts, riskiert die schwedische Milchwirtschaft auf der Strecke zu bleiben, zumal sich die Anzahl der Milchwirte in den letzten zehn Jahren ohnehin bereits halbierte. Auf Grund der Überproduktion an europäischer Milch und dem Preisdruck aus konkurrierenden Ländern, erhalten die Landwirte Schwedens gegenwärtig nur noch 2,65 Kronen pro Kilogramm Milch, weniger also als die Produktion kostet. Sollte die Regierung nun keine finanzielle Hilfe für Milchbauern bieten, so wird ihre Anzahl im Laufe des Jahres vermutlich nochmals halbieren und landesweit bei unter 2000 Milchwirten liegen.
Schweden - Umwelt/Gesundheit
Nachdem in Schweden immer mehr Trinkwasser durch PFOS (Perfluoroctansulfonat) verunreinigt ist und bereits rund 3,6 Millionen der schwedischen Bevölkerung verunreinigtes Wasser trinken, hat sich die Regierung entschlossen nun nach Methoden zu suchen, die diese Verunreinigungen reduzieren können und will zudem ein Gesetz schaffen, das die Gemeinden zu regelmäßigen Wasserkontrollen verpflichtet um zu starke Verunreinigungen rechtzeitig aufzudecken. PFOS gilt als krebserregend.
Schweden - Gesundheit
Nach einer internationalen Studie in der auch Schweden eingeht, sterben doppelt so viele Menschen frühzeitig an zu wenig Bewegung als an Übergewicht. Nach den Wissenschaftlern reicht ein täglicher Spaziergang von nur 20 Minuten um dieses Risiko zu umgehen. Nach den Forschern ist es zudem für die meisten Personen einfacher zu einer gewissen regelmäßigen Bewegung überzugehen als die Ernährung umzustellen, auch wenn eine Kombination von beidem bei übergewichtigen Personen anzuraten sei.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

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