Nach mir die Sinnflut...

Letztes Wochenende habe ich meine sieben Sachen gepackt und bin (wie jedes Jahr) mit meinen liebsten Freundinnen zum Wellnesswochenende nach Tirol aufgebrochen... 
Seid Ewigkeiten hab ich nicht mehr so viel gelacht, getrunken, geratscht, gegessen, geshoppt und natürlich auch entspannt. Es war einfach herrlich und wie jedesmal viel zu kurz :-)
Mit meinem letzten Hotelaufenthalt mit der Familie, hatte dieser (Gott sei Dank☺)  reichlich wenig gemeinsam... 

Warum?

Mal überlegen... Unser letzter Hotelaufenthalt war... naja, sagen wir mal "unvergesslich" :-)

***

Sonntagmorgen, viertel nach sechs.
Die beiden Annibellies sind schon wach und streiten sich flüstern in unserem Bett, in dem wir alle vier die Nacht verbracht haben.
Genervt und müde steht mein lieber Göttergatte auf und beginnt flüsternd mit den Mädels UNO zu spielen, damit ich noch etwas schlafen kann.
Nach einer gefühlten Ewigkeit (auch flüsternde Kinder sind laut!!) läßt er sich schließlich erweichen, zückt sein Ipad und erlaubt den Mädels leise einen Film anzusehen. Während Barbie sich durch einen an Kitsch nicht zu überbietenden Film tanzt, verschwindet der werte Gatte im Bad. Ich versuche derweil verzweifelt, mit mindestens zwei Kissen über dem Kopf, möglichst ohne Lärmbelästigung weiterzuschlafen... Ich habe schließlich Urlaub!!
Kurz bevor ich wegen akuter Atemnot blau anlaufe, feuere ich die Kissen quer durch das ganze Zimmer und schnappe japsend nach Luft.
 "Mama macht KISSENSCHLACHT"
... keine viertel Sekunde später springen die beiden Annibellies laut vor Freude kreischend auf mein Bett und kloppen mit allen verfügbaren Kissen und Decken auf mich ein. Völlig entnervt flüchte ich vor meinen eigenen Kindern aus dem Bett und verschwinde ebenfalls im Bad, wo mich schon die  tropische Nach-Dusche- & Deodorantduft-Hitzewelle meines Mannes empfängt.
(Warum bitte haben Hotelzimmer nie Fenster??)
Ich bekämpfe den aufkommenden Hustenreiz und beschließe (wo ich eh schon mal da bin) auch gleich zu duschen. Der liebste Ehemann von allen verschwindet mit einem für mich nicht zu deutenden leicht süffisantem Grinsen aus dem Bad.
Als ich fertig bin, stelle ich entsetzt fest, dass alle (zwei) Handtücher, plus Vorlegedings völlig durchnässt sind und auch der Badezimmerboden einem kleinen See gleicht...die superstylische 5* Dusche ist wohl nicht mehr ganz dicht... Na super!
Offensichtlich hat der wohl doch nicht immer so liebe Ehemann von allen auch schon verzweifelt versucht die unteren Zimmer vor einem Indoor-Duschwasser-Regen zu bewahren, aber vergessen das zu erwähnen ...Diese beiden Handtücher jedenfalls haben ihren Dienst bereits getan.
Ich schnappe mir den einen verbleibenden Bademantel der an der Tür hängt und wische damit den Boden sauber.
Das Schild (Wechselhandtücher bitte auf dem Boden liegen lassen ) am Waschbecken ignorierend, werfe ich die triefend nassen Frotteesachen allesamt in die trockene Badewanne. 
Hoch erhobenen Hauptes stolziere ich aus dem Badezimmer in Richtung Kleiderschrank. Das hämischen Grinsen meines Gatten offensichtlich ignorierend.
...  (Meine große Stunde kommt noch & glaubt mir meine Rache wird grausam sein☺)
Als wir endlich alle gewaschen, angezogen und bereit fürs Frühstück sind ist es 8.10 Uhr. In Worten ACHT UHR ZEHN!!!
*** Der gestrige Sonntagmorgen verlief natürlich vollkommen anders und ich bin immer noch tiefenentspannt, super ausgeschlafen und habe (dank mindesten 1000 Saunagängen) eine Haut wie ein Babypopo. 
Liebste Grüße von der heimischen Couch Eure Julia 
... die jetzt gleich nach einem neuen Wellnesstempel in den Alpen recherchiert...
Irgendwelche Tipps?