Musterschüler

MusterschülerChristopher Owens 
„Lysandre“ 
(Fat Possum)
Er kann wohl einfach nicht anders. Schon für die Veröffentlichungen seiner Band Girls hatte Christopher Owens eine Form der Verabreichung gewählt, die mittlerweile etwas aus der Mode gekommen ist, stets misstrauisch betrachtet und von vielen eher mit spitzen Fingern angefasst wird: das Konzeptalbum. Diesem Muster ist er nun, da er die Teilhabe am Duo im letzten Jahr aufgekündigt hat, treu geblieben und liefert mit “Lysandre” wieder eines dieser Werke ab, deren Liedfolge den Erzählrahmen bestimmt. Leidenschaftliche Liebschaften im Tourbetrieb sollen ja bei Rockbands, so hört man, nicht so selten sein, hier dienen sie als roter Faden für Owens’ gefühlige Geschichten – man reist quer durch die Staaten und hinaus in die Alte Welt, findet und verliert sich, gesteht, betrauert und sinnt nach.
Wem die krachigeren Passagen von “Album” und “Father, Son, Holy Ghost” bei den Girls eher ans Herz gewachsen waren, der muß sich auf “Lysandre” mit einigen kurzen Ausflügen (“Here We Go”/”Here We Go Again”) begnügen und ansonsten Großmut walten lassen, Owens hat zwar eine siebenköpfige Kapelle zur Unterstützung angeheuert, gönnt ihnen aber nur selten Auslauf. Die Mehrheit der Stücke ist eher beschaulich und recht folky geraten, eher verirrt sich mal eines in Richtung Pop als dass es zu hart angefasst wird. “New York City” zum Beispiel kreuzt flottes 60’s-Arrangement und fettes Sax, das Instrumental “Riviera Rock” wiederum besticht durch maximal entspannten Swing – der Rest bewegt sich mit der Akkustischen und zarten Flötentönen je nach illustrierter Gefühlslage der Protagonisten zwischen betroffen oder beschwingt.
Soll sich niemand beschweren – Owens hatte schließlich auch bei den Girls schon viel Süßes im Programm, nur wurde es da halt etwas öfter mit raueren Tönen gebrochen, jetzt muß der Junge aufpassen, dass im die Platte nicht zu sehr in Bänkelsängerische, Blumenkindliche schwappt. “’Cause love is everything that you need, it always comes back to love, kissin' and a-huggin' is the air that I breathe, I'll always make time for love” – wenn er dazu durch die verhangene Mähne auf dem Cover schmachtet, muss man schon an sich halten – er meint es wohl ernst damit. Freuen wir uns also über all den jugendlichen Leichtsinn, den Überschwang und die Trostlosigkeit, die sich hier munter die Klinke in die Hand geben, die das Gemüt milde stimmen und das Herz wärmen – für Black Flag und Hatebreed ist später immer noch Zeit. http://www.christopherowensonline.com/
Christopher Owens live in Deutschland:
05.03.  Berlin, Comet
Komplettstream des Albums bei der New York Times.

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