Mudhoney: Kein Entkommen

Mudhoney: Kein EntkommenDa kann man jetzt wirklich nicht so tun, als ob es keine Nachricht wäre: Mudhoney haben sich vor über dreißig Jahren in Seattle gegründet, sie haben zeitgleich mit Nirvana die Welt elektrisiert, waren im Gegensatz zu Kobain und Konsorten aus naheliegenden Gründen aber bis heute durchgehend auf Sendung und sind mit kleinen Unterbrechungen auch immer ihrem Label Sub Pop treu geblieben. Man könnte also sagen, Sänger Mark Arm ist ein Traditionalist im besten Sinne, einer, der weitermacht, auch wenn's schwer fällt. Weil er einen Sinn darin sieht. Gerade haben die Herren für den 28. September das zehnte Studioalbum angekündigt, "Digital Garbage" folgt tatsächlich ganze drei Dekaden nach dem Debüt "Superfuzz Bigmuff". Und der Zustand der Welt gibt der Band Anlaß genug, nicht nachzulassen. Denn natürlich arbeiten sich Arm, Turner, Maddison und Peters an den aktuellen Verwerfungen in ihrer Heimat ab, kommentieren sie wenig überraschend den beklagenswerten Zustand der Zivilgesellschaft, an dem beileibe nicht nur ein Donald Trump schuld ist.
In den Liner-Notes des Labels kommentiert der Sänger seine Meinung zum medialen Overflow, auf den sowohl der Albumtitel als auch der Track "Kill Yourself Live" anspielen, wie folgt: „Ich bin nicht auf Social Media, also ist meine Erfahrung etwas begrenzt, aber die Leute scheinen wirklich Bestätigung in der Art zu finden - und dann gibt es Facebook Live, wo Leute Folter und Mord gestreamt haben, oder, im Fall von Philando Castile, von einem Polizisten ermordet wurden. Während des Schreibens dieses Liedes habe ich darüber nachgedacht, wie man, wenn man einmal etwas online gestellt hat, es nicht mehr wegwischen kann. Es wird immer da sein - auch wenn es niemand ausgräbt, es schwebt immer noch irgendwo da draußen." Diesen Dingen zu entkommen ist für ihn nicht möglich: „Ich hätte wirklich gerne Songs darüber geschrieben, wie man einfach am Strand rumhängt und einen schönen Urlaub macht, aber ... das macht wahrscheinlich keinen tollen Rock aus.“ Hier schon mal mit "Paranoid Core" eine erste Hörprobe vorab.
13.11.  Berlin, Festsaal Kreuzberg
14.11.  Hamburg, Fabrik
15.11.  Köln, Gebäude 9
16.11.  Luzern, Schuur
17.11.  Vevey, Rocking Chair
19.11.  Frankfurt, Zoom
20.11.  München, Strom
25.11.  Wien, Arena

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