Montagsfrage: Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?

Montagsfrage: Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?
Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?
Die Frage finde ich heute wirklich, wirklich klasse. Ich wollte schon lange einmal meinen Senf zum Thema geben. Mich beschäftigt die ganze "Indie"-Sache nämlich schon sehr, seit ich rezensiere und dementsprechend viele Rezensionsexemplare gerade von Indies und Selfpublishern bekomme.
Ich glaube ich könnte bei keiner Thematik so gespalten sein wie bei dieser.  Ich habe nun nämlich bereits beide Extreme kennen gelernt: Der Indie-Autor, bei dem kein Komma seinen Platz findet. Wo Rechtschreib-, Grammatik- und Logikfehler der übelsten Sorte drin sind. Wo umgangssprachlich geschrieben wird, das sich die Balken biegen.Der Indie-Autor,  der unglaubliches Talent aufweist. Der Bücher schreibt, die schöner sind als so manches etabliertes Werk. Bücher, die rühren und die in sich stimmig sind. Sprachvirtuosen. Wortkünstler. Unentdeckte Juwelen. 
Die Nähe zum Autor ist noch so ein Ding. Es gibt die, denen man konstruktive Kritik antragen kann und die mit dieser dann auch umgehen können, daraus Schlüsse ziehen und entsprechend an sich und ihrem Buch arbeiten. Es gibt auch die, denen man einfach ein dickes, fettes Dankeschön schreibt. Und dann gibt es aber leider auch die, die sich richtig auf den Schlips getreten fühlen wenn man ihnen eine ehrliche Meinung bietet. 
Die Sache mit den Indie-Autoren ist für mich ein bisschen wie ein Glücksspiel. Mal hat man ne Niete, mal 'ne Kleinigkeit, mal 'nen fetten Gewinn. Nach so manchem Indie-Autor habe ich wirklich schon daran gedacht, nie wieder Indie zu lesen. So blöd das klingt. Indie bedeutet nun einmal, dass jeder "Depp" schreiben kann was er will  und manchmal leiden die Leute wirklich an Selbstüberschätzung, wenn sie denken sie können schreiben. Damit versauen sie das Ansehen der wirklich tollen Indie-Autoren , denen man daraufhin keine Chancen mehr bietet. 
Ich gehe mittlerweile definitiv kritischer heran, ehe ich einem Indie-Autoren das Rezensieren zusage bzw. mir ein Werk eines Indie-Autoren kaufe. Ich lese deutlich häufiger Kundenmeinungen und Leseproben. Wenn da schon grobe Patzer drin sind, leg ichs gleich wieder weg. Aber in den letzten Monaten habe ich auch so viele wundervolle Menschen kennen gelernt, die nie wieder aufhören sollten zu schreiben und bei denen es mir weh tut, dass sie "nur" Indie-Autoren sind. Denen ich den ganz großen Erfolg, sofern sie den überhaupt möchten, von ganzem Herzen gönne. Und die mir dann zudem noch ein Lächeln auf die Lippen zaubern, wenn sie sich diebisch über ein Lob freuen. 
Ich habe es mir deswegen sogar ein bisschen auf meine Fahne geschrieben, dass ich meinen kleinen Beitrag dazu leisten möchte, unbekannten aber begnadeten Autoren zu etwas mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Ich weiß, dass mein kleiner Blog und meine Internetpräsenz auf anderen Plattformen dazu eher wenig beitragen kann. Aber der gute Wille zählt schließlich :) 
So. Jetzt hattet ihr echt ein bisschen zu lesen. Wie gesagt, mich beschäftigt dieses Thema wirklich sehr. Ich bin immer wieder hin und her gerissen und freue mich doch immer so, wenn ich einen neuen Rohdiamanten finde. 

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