Mono // Microphonics // 30.05. Druckluft Oberhausen

Mono // Microphonics // 30.05. Druckluft OberhausenMono // Microphonics // 30.05. Druckluft OberhausenDen Abend eröffnet der belgische Ambient Musiker Dirk Serries besser bekannt unter dem Pseudonym Vidna Obmana. Heute aber als Microphonics unterwegs. Die minimalistischen Ambient - Drone Soundscapes wissen zu gefallen. Er legt ein gutes Fundament für die Headliner!! Ein Bienenschwarm gleitet im tiefstehenden Sonnenlicht der Abendröte entgegen und verschwindet im Auge des Betrachters. Den Sound dieser Insekten aber wird man ewiglich in den Gehörgängen behalten. Genauso verhält es sich mit den japanischen Klangmystikern. Ein Glockenspiel leitet in das Soundmysterium und den so unnachahmlichen Gitarrensound ein. "Ashes in the Snow" vom letzten Album ist der richtige Opener für ein schwülwarmen Sommerabend. Mono agieren wie immer sehr leidenschatlich und vertieft in ihre komplexe Musik. Die Gitarristen Takaakira und Yoda sitzend, links und rechts on Stage und über allen thront optisch die Bassistin Tamaki. Das anschliessende "Follow the Map" ist verträumt  und auch pathetisch aber wer bekommt das schon so hin. "Burial at Sea" und "Pure as Snow" sind melodramatische Meisterwerke und werden auch ohne orchestrale Unterstützung grandios dargeboten. Yasunori ist dabei weniger Schlagwerker als Perkussionist. Er wirkt wie der Timpani - Meister eines Orchester der ganz im Hintergrund spielt aber die richtigen Akzente zu setzen weiss. "Sabbath" vom 2. Album leitet wunderbar in den Übersong "Yearning " ein. Yoda gibt dem Corpus seiner Gitarre viel Freiraum und lässt sie Kopfüber stehen um ihr wahnwitzige Klänge zu entlocken. Dieses Stück Musik spiegelt Mono in seiner ganzen Vollkommenheit wieder.Mono // Microphonics // 30.05. Druckluft OberhausenIm Laufe des Abends verirrt sich ein seltener Maikäfer ins Gebäude und offenbart sich damit als Orakel für die japanische Götterband!!! Mit "Halo" und "Moonlight" werden zum Abschluss noch zwei ältere, magische Kompositionen gespielt bevor das Quartett den Vorhang zum ersten Mal fallen lässt.  Als letzten, nachhaltigen Earcandy bekommt die Audienz "Everlasting Light" das uns nach diesem Konzert noch betörend in den Ohren liegt. Für Mono müsste eine Klangkathedrale errichtet werden um ihrem Soundmystizismus gerecht zu werden !!!!!
Foto1+2: Marc Michael MaysText: Volker DickerhoffFotos:http://enantiodromism.blogspot.com/2011/05/mono-3052011-oberhausen.htmlhttp://www.flickr.com/photos/somniaferum/sets/72157626726399407/with/5781635354/

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