[MINI-REZENSION] "Kinder"

Cover[MINI-REZENSION] Der Autor
Jürgen Seibold, 1960 geboren, lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Er ist gelernter Journalist und arbeitet als Schriftsteller. Unter anderem ist er der Autor einer erfolgreichen Regionalkrimireihe. ProduktinformationLink zu Amazon
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492273076
ISBN-13: 978-3492273077
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,2 cm
Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
Die Geschichte... Familie Pietsch lebt in der Nähe von Stuttgart und führt ein harmonisches Leben, doch mit dem Frieden ist es zu Beginn des neuen Schuljahres vorbei. Die Pietsch-Kinder (Sarah-14, Michael-12 und Lukas-11 Jahre) bekommen mit dem Ehepaar Rosemarie und Franz Moeller neue Lehrer, die ihre Schüler mit unkonventioneller Arbeitsweise zu Höchstleistungen antreiben wollen. Dabei sind Machtspielchen und Auseinandersetzungen an der Tagesordnung und als ihre Kinder immer aggressiver und unzugänglicher werden, horchen Annette und Rainer Pietsch auf und sprechen den fragwürdigen Unterrichtsmethoden der Moellers auf einem Elternabend an. Doch da viele Kinder nun bessere Noten bekommen, stehen Rainer und Annette mit ihrer Meinung allein da, bis Lukas Freund auf unerklärliche Weise ums Leben kommt...
Meine Meinung:
"Kinder" hat mich in der Bücherei angelacht und durfte deshalb mit. Der Schauplatz tut nichts zur Sache und könnte in jeder beliebigen (deutschen) Stadt angesiedelt sein. Jürgen Seibold hat sich des Themas "Tatort Schule bzw. umstrittene Lehrmethoden" angenommen. Denn Franz und Rosemarie Moeller setzen im Unterricht sogar Mobbing und Druck ein, um gute Ergebnisse zu erzielen.   Familie Pietsch ist eine "normale" Familie mit berufstätigen Eltern und 3 Kindern zwischen 11 und 14 Jahren, die das Gymnasium besuchen. Das Verhalten von Lukas, Michael und Sarah verändert sich zum Negativen, je länger das Lehrer-Ehepaar Moeller unterrichtet. Die Moellers wirken mit ihren langen Mänteln und ihrem suspekten Verhalten leicht gruselig. Die Protagonisten agieren hölzern und könnten einem schlechten Film entsprungen sein. Leider sind hier so viele Personen involviert, dass man sich unmöglich alle Charaktere merken kann.   "Kinder" ist zwar recht langatmig und zäh zu lesen, dennoch wollte ich wissen, wie diese Geschichte ausgeht. Die Handlung wird mit zunehmender Seitenanzahl immer abstruser, die detaillierten Beschreibungen sowie unnötige Passagen stören beim Lesen außerordentlich und bremsen den Lesefluss. Durch die Unmengen an Erzählperspektiven (diverse Mitwirkende schildern die Ereignisse aus ihrer Sicht in der 3. Person)  und Handlungssträngen bleibt die Spannung leider auf der Strecke.   Die Erwähnung der verwendeten Vorhergehensweise der neuen Lehrer löst bei mir oftmals Aggressionen gegen die Geschichte und die Moellers aus. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass sich hier niemand (außer Familie Pietsch) den Pädagogen entgegengestellt hat - das kommt mir recht unglaubwürdig vor. Auch das Ende wirkt sehr konstruiert und lässt einen unbefriedigt bzw. mit offenen Fragen zurück. Für diesen jämmerlichen Versuch eines Psychothrillers muss man Zeit mitbringen, denn die Story beinhaltet neben vielen Charakteren, Erzählern & Handlungssträngen einen langatmigen Schreibstil.   FAZIT: "Kinder" hat bei mir Hoffnungen geweckt, die dieses Werk von Jürgen Seibold leider nicht erfüllen kann. Dazu ist der Plot viel zu abstrus und ausführlich beschrieben, außerdem finden sich hier zahlreiche farblose Charaktere und eine ausführliche Schreibweise, die mir persönlich nicht zusagt. Tut mir leid, aber dafür kann ich mit gutem Willen nur 1 1/2 (von 5) Punkte vergeben.
[MINI-REZENSION]  

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