Mein Sohn ist der Dude im Kindergarten

Seit Februar ist der Rabauke nun in der U3-Betreuung. Und bis auf die ein und andere Seuchenpause lief die Eingewöhnung erstaunlich gut. Erstaunlich, weil der große Bruder wirklich sehr sehr lange brauchte, bis er im Kindergarten angekommen war. Denn jeder Abschied verlief jeden Morgen mit Tränen. Ganze 2,5 Jahre lang.

Das schlechte Gewissen klebte morgens an mir, wenn ich ihn weinend zurücklassen musste um zu arbeiten. Auch wenn er – sobald ich aus der Tür war – aufhörte und dann fröhlich spielte. Aber das „Mamaaaaa, bütte hier bleuben“ hallte mehrere Stunden in meinem Ohr nach. Übrig blieb der ewige Kloß im Hals. Ein schlechtes Gefühl. Und manchmal auch einer großen Portion Wut. Warum musste jeder morgen so ablaufen? Warum muss ich mich als Rabenmutter fühlen? Warum, warum, warum?

Mittlerweile ist HerrSjardinski „angekommen“. Er hat es sgeschafft, auch wenn es ein langer Weg war. Er hat Freunde, auf die er sich freut und mag manchmal sogar am liebsten im Kindergarten bleiben, wenn ich ihn abhole. Trotzdem ist er ein Trödler, der den morgendlichen Ablauf so lange herauszögert, wie er kann. Und dazu immer ein bisschen morgenmufflig motzig ist.

Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, der jeden morgen voller Vorfreude in den Kindergarten geht. Seit drei Monaten erst. Schnell lässt er sich Jacke und Schuhe anziehen, um dann voller Eifer seinen „Le Kack“ (nein, kein Französisch, es soll „Rucksack“ heißen) zu nehmen und die Treppenstufen im Flur alleine zu bewältigen.

Im Kindergarten angekommen begrüßt er alle die ihm begegnen mit Namen.

Ihr müsst euch das ungefähr wie in einem Hollywood-Streifen vorstellen, in dem ein obercooler und gut gelaunter Dude jeden kennt, HighFives austeilt und ab und zu noch nen Spruch ablässt. Der Rabauke ruft also in einer Tour „Haaaalllo“ – „Miiiiiimom“ – „Haaannnaaa“ – „Faaaaabiii“ – „Tschuuuuliee“ – „Halllooo“ – „Jaaaniiinaaa“. Er winkt, lacht und zeigt dabei auf den ein oder anderen. Eigentlich fehlen nur die HighFives. Noch. Eine richtig coole gut gelaunte Socke eben. Und unglaublich, er kann sich wirklich JEDEN Name merken!

Auch in seiner Gruppe hält diese Freude an. Meistens mag er gleich mitmalen, mitspielen oder generell mitmachen. Ein kurzes Stirnrunzeln wenn ich gehen, das war´s. Und wenn er mich durchs Fenster sieht, winkt er mir fröhlich hinterher. Ich sag euch, das ist echt abgefahren.

Sind die Geschwisterkinder einfach nur die cooleren Dudes? Ist es, weil da noch der große Bruder einen Raum weiter da ist? Oder sind wir Zweifach Eltern einfach eine Spur gechillter drauf, so dass sich das wiederum auf die Kinder auswirkt? Ich weiß es nicht, vielleicht habt ihr ja ganz andere Erfahrungen gemacht?

Jedenfalls geht mein Herz auf vor Freude, dass mein kleiner Jungs so viel Spaß im Kindergarten hat und so gerne dorthin geht.

Ja, das macht es mir um einiges leichter, die Verantwortung abzugeben, ihn seinen Weg gehen zu lassen und mich an die Arbeit zu machen. Kein schlechtes Gewissen, kein Rabenmutter-Gefühl. Einfach nur Stolz. Ja, ich bin unendlich stolz auf meine beiden Jungs, die gerade richtig gerne ihre Vormittage im Kindergarten verbringen. Und mich jeden Tag auf´s neue überraschen können.



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