Mein Büro? Im Rucksack – direkt neben dem Kulturbeutel.

Ich bin heute erst um 10 Uhr wach geworden, ziemlich spät für mich, doch ich mache mir keine Sorgen. Meine Kunden stehen erst in sechs Stunden auf – also Zeit genug für Hühnchen mit Reis und einen Kaffee.

Später setze ich mich mit meinem Laptop in den McDonald´s vor Ort und schiebe ein paar Pixel über den Bildschirm, führe Telefonate und erschlage drei Mücken. Ich bin ein Backpacker und heute ist ein ganz normaler Arbeitstag.

Ich reise und arbeite von unterwegs. Für die meisten Reisenden, mit denen ich gesprochen habe, ein absoluter Traum. Ebenso für viele Daheimgebliebenen. Doch ist es wirklich ein Traum? Wie sieht die Kehrseite der Medaille aus?

Mein Büro? Im Rucksack – direkt neben dem Kulturbeutel.Ich möchte nicht lügen, ich geniesse die Vorzüge, die mit meinem derzeitigen Lebens- /Arbeitsstil verbunden sind. Ich erkunde neue Länder und Menschen, gewinne neue Eindrücke und fülle meine Kreativ- und Lebensbatterien auf. Das alles zu geringen Lebenshaltungskosten und mit frischen Geld, welches durch meine Arbeit von meinen Kunden zu mir fliesst. Der Zeitunterschied von 7 Stunden lässt mir jeden Morgen Zeit, zum Strand zu gehen oder einen Kaffee in den ersten Sonnenstrahlen in einem der zahlreichen kleinen Essenstände zu trinken. Ich bin zurück, bevor die ersten E-Mails beantwortet oder Telefonate geführt werden müssen.

„Habe ich eine Steckdose auf dem Zimmer und wo gibt es Internet?” Ich habe meine Arbeit mitgenommen. Sie ist immer bei mir. Und ich muss dafür sorgen, dass ich ihr nachgehen kann. Das bedeutet, dass ich mindestens alle zwei Tage online sein muss. Allein dieser Umstand verhindert es, längere Urwaldtreks zu unternehmen oder mich für eine Woche auf eine einsame Insel zurückzuziehen.

„Ich bin nicht im Urlaub. Im bin nur woanders.” schreibe ich in diesem Blog. Und das stimmt. Wenn Menschen im Urlaub sind, sind sie nicht erreichbar. Sie liegen irgendwo auf einem Handtuch und lesen ein Buch, während sie ausschließlich an ihrem Teint arbeiten. Ich verbringe einen Großteil meiner Zeit zwischen Reisen und Ankommen damit, für meine Kunden oder für eines meiner eigenen Projekten tätig zu sein. Ich habe eine Online-Telefonnummer in Berlin. Mails beantworte ich innerhalb von 24 Stunden. Da ist geistiges Abschalten schwierig. Ich denke ernsthaft darüber nach, im Januar mal vier Wochen Urlaub zu machen.

Nichtsdestotrotz möchte ich um nichts in der Welt woanders sein als gerade hier. Ich bin meinen Kunden, Freunden, Bekannten und – last but not least – meiner Familie sehr sehr dankbar, dass sie mir die Treue halten und mir so die Möglichkeit zu dieser einmaligen Erfahrung geben.


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