Mehr Nazis als man wahrhaben möchte

Mehr Nazis als man wahrhaben möchte

Nach dem zweiten Weltkrieg sind die Nazis nicht einfach spurlos verschwunden oder alle nach Südamerika ausgewandert. Zwar rollten die Köpfe der obersten Eliten, die beweisbar Dreck am Stecken hatten, doch die unteren Chargen verwischten ihre Spuren und mischten auch in der Bundesrepublik kräftig mit: als Richter, Staatsanwälte, Firmenchefs, Polizisten usw. So gab es unter anderen Nazis, die an der Arisierung jüdischer Vermögen teilgenommen hatten und nach dem Krieg beauftragt wurden über die Restitutionsansprüche der geschädigten zu urteilen.

Diese Generation ist zwar am Aussterben, doch sie hat eine neue Garde gezüchtet, unter dem Deckmantel der Demokratie. Diese Brut ist stärker denn je. Die Dönnermorde zeigten die Verstrickung des Verfassungsschutzes in die Naziszene. Die Ungereimtheiten bei der Aufklärung und der offensichtliche Unwille zu weiteren Nachforschungen, lassen tief blicken. Aber auch der Bundesnachrichtendienst ist fest in der Hand eines harten Kerns von Braunhemden. Die jetzt bekannt gewordene Löschung der Personalakten der BND-Mitarbeiter mit Nazivergangenheit lassen darauf schliessen, dass diese Organisation von Nazis unterwandert ist.

Aber es braucht nicht grosse Recherchen, um das schlummernde „Nazi-Gen“ in der deutschen Gesellschaft aufzuspüren. Ein Blick in deutsche Foren genügt. Natürlich werden da nicht krude Parolen propagiert. Die braune Brühe kommt mehr oder weniger verpackt daher. Als Geschichts-Revisionismus, als Verharmlosung des Holocaust, knapp an der Grenze der Volksverhetzung, und als 3. Reich-Nostalgie. Deutschland würde gut daran tun, diesen Augiasstall endgültig auszumisten. BND und Verfassungsschutz sind dermassen braun verfilzt, dass nur eine Auflösung und ein Neustart Wirkung zeigen kann.

Kein Wunder, dass man die Deutschen in den Ländern argwöhnisch beäugt, die unter Hitlers Reich gelitten hatten. Es ist zwar ungerecht, wenn griechische Zeitungen Frau Merkel in Naziuniform darstellen, aber verständlich. Auch die dauernden Nazi-Anspielungen der Engländer, zeugen vom tiefen Misstrauen gegenüber dem ehemaligen Feind. Wie die Geschichte immer wieder zeigt, braucht es viele Generationen, bis genügend Gras über vergangenes Unrecht gewachsen ist. Oft genügen tausend Jahre nicht. Und Deutschland ist nie richt entnazifiziert worden.

Auch deshalb sind die Deutschen in Europa keineswegs so beliebt, wie ihnen oft Glauben gemacht wird. Sie sind respektiert und gefürchtet, und man nimmt gerne ihr Geld. Wir Schweizer erleben das immer wieder im Ausland. Vielfach werden wir nämlich für Deutsche gehalten. Erfährt unser Gegenüber dann unsere Nationalität, hellt sich die Stimmung deutlich auf. Plötzlich gibt es dann doch noch einen freien Platz im Camping in Norwegen oder ein freies Hotelzimmer in Frankreich. Und ab und zu werden uns dann alte Geschichten erzählt. Gräueltaten werden über Generationen nicht vergessen. Nicht, dass Schweizer besonders bliebt wären. Man hält uns alle für Bankster ;-)

Doch lassen wir die Kirche im Dorf. Ein grosser Teil der heutigen Deutschen hat mit Nazis absolut nichts am Hut und sind sehr liebenswerte Zeitgenossen.

Euer Traumperlentaucher

Bild: Goldener Herbst. Der „Hügel“ links im Bild sind Zuckerrüben, die auf den Abtransport warten.



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