MAXI-males Ergebnis

Der Frankfurt Marathon 2011 ist schon wieder Geschichte, er wird aber trotzdem für viele von uns lange in den Köpfen bleiben, nicht zuletzt weil die Spitze – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen – Geschichte geschrieben hat. Die Frauen konnten mit einer neuen Bestzeit aufwarten. Daska Mamitu (ETH) kam nach 2:21,59h ins Ziel und hat damit auch bei den Frauen für eine absolute Spitzenzeit auf internationalem Nieveau abgeliefert.

Die Männer hatten ja schon im letzten Jahr eine sehr schnelle Zeit abgeliefert. Kipsang Wilson (KEN) drückte schon damals die Marke auf unter 2:05h und damit war man auch in Frankfurt auf absolutem Topniveau. Der Sieger von 2010 war auch heute wieder am Start und die Bestzeit – in diesem Jahr in Berlin auf 2:03,38h augestellt – war laut Aussage des Sieganwärters im Bereich des möglichen.

Für die meisten Teilnehmer waren dies aber utopische Zeiten und man muss neidlos anerkennen, dass man auch niemals in diese Bereiche vorstossen wird. Trotzdem hatte jeder von uns seine eigene Marschtabelle, die mitunter nicht minder schwer und anstrengend war. Maxi Weber von unserem Verein (TriTeam SSKC Aschaffenburg) wollte heute seine Zeit von Roth (2:51h) unterbieten und hatte sich schon eine Zeit von unter 2:45h ausgerechnet.

Das würde bedeuten, dass er seine Zeit in Frankfurt vom letzten Jahr um mehr als 30min verbessern würde. Ein sicherlich gewagtes Ziel – zumal er ja auch erste seit knapp 2 Jahren dem Laufsport verfallen ist. Davor war er zwar erfolgreicher Fussballer, aber ein Spiel über 90min oder einen Marathon in 2:45h und schneller sind schon zwei Paar Stiefel.

Mit am Start auch Konstantin von Heydwolff – ebenfalls ein TriTeam´ler und mit einer Marathonbestzeit von 2:36h ausgestattet, hatte auch viel vor, was sein Ergebnis von 2:32,58h eindrucksvoll beweist. Man muss dazu sagen, dass die Bedingungen auf den ersten Blick auch sehr gut waren – fast kein Wind und mit 12-14° Grad ideale Temperaturen – wenn da nicht dieser sauglatte Asphalt gewesen wäre.

Durch den Abrieb der Autoreifen – man läuft ja schließlich auf der Fahrbahn – in Verbindung mit dem feuchten Niederschlag, der sich bis zum Schluss hartnäckig behaupten konnte, war es nicht einfach, den nötigen Grip für einen richtigen Vortrieb zu bekommen. Die Muskulatur im hinteren Oberschenkel und im Gesäßbereich kann da empfindlich reagieren und relativ frühzeitig zumachen. Das geschieht natürlich eher, je schneller man läuft und bei 2:32h läuft man schnell.

So schnell war ich zum Glück nicht unterwegs und hatte bis kurz vor dem Start immer noch nicht so ganz meine persönliche Marschroute festgelegt. Da wie ich letzte Woche schon erklärt habe, den Startplatz geschenkt bekommen habe und mich vor zwei Wochen erst für einen Start entschied, war meine Vorbereitung eigentlich gar keine. Die langen Läufe waren für ein schnelles Tempo im Wettkampf nicht ausgelegt gewesen und auch sonst habe ich in den letzten Wochen nach meinem Ironman kein intensives Lauftraining absolviert.

Mein anfängliche Idee mit 3:30h einen ganz lockeren Lauf zu absolvieren hatte ich letzte Woche aber dann doch verworfen und so stand ich heute Morgen um kurz vor 10:00 Uhr immer noch ziemlich unschlüssig in einem Heer von Läuferinnen und Läufern, mit 15000 Teilnehmern das bisher größte Starterfeld, das der Frankfurt Marathon je zu Gesicht bekommen hat.

Der Startschuss ertönte und das Feld setzte sich in Bewegung – vorne die Elite mit fast sprintähnlichem Charakter und weiter hinten etwas langsamer das Hauptfeld, eben so schnell es der Vordermann zuließ. Felix Hohm – natürlich auch ein TriTeam´ler – war mit von der Partie, aber nur mit dem Bike, um Maxi und mir etwas Support zu bieten – soviel es bei der Masse an Teilnehmer und Zuschauer möglich war.

Nach knapp 3min durfte auch ich die Startlinie überqueren und startete brav meinen Polar, auch wenn ich heute viel mehr nach Gefühl laufen wollte und das ist bekanntlich nicht das schlechteste. Nach kurzem hin- und herblicken endeckte ich Stefan Aulbach (TV Haibach) und nach kurzer Befragung nach seinem Fahrplan für heute, nahm ich erst einmal sein Tempo an.

Laut seiner Aussage wollte er eine Zeit um die 3:00h absolvieren, wenn es dann am Ende 3:10h werden, sei das auch kein Porblem. Gesagt, getan – 3:10h waren so ganz nach meinem Geschmack. Das entsprechen 4:30min/km, kein langsames Tempo, aber auch keins, wo ich allzuviel investieren musste, zumindest nicht auf den ersten 30-35km.

Die ersten Kilometer konnten wir noch wegen der Vielzahl an Teilnehmern nicht flüssig laufen und so lagen wir nach 5km (22:50h) bzw. 10km (46:00min) etwas hinter unserem Fahrplan und ich gab Gas, ganz vorsichtig und wohldosiert, aber so effektiv, dass wir bei 15km (1:07,40h) bzw. 20km (1:29,55h) exakt in unserer Zeittabelle lagen.

Einzig Stefan hatte mittlerweile etwas Probleme meinem Tempo zu folgen und so lief ich „arbeitslos“ weiter, immer auf der Suche nach einem neuen „Opfer“, das ich zu einer neuen Bestzeit ziehen konnte. Die Halbmarathonmarke wurde bei 1:34,50h passiert und ich setzte meine Überholvorgänge fort. Die beste Motivation in so einem Rennen ist eh das pausenlose vorbei laufen an „Gegnern“, die sich schlechter fühlen als man selbst.

Das konnte ich bis zur 40km Marke so einhalten, erst dann hatte ich die Gruppen gefunden, die mein Tempo liefen. Bis dahin konnten die meisten, die ich zum Mitlaufen animierte, das Tempo nicht halten. Schade, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim nächsten Anlauf, wird sich sicher wieder jemand finden, dem ich zu einer neuen Bestzeit verhelfen kann. Die 25km (1:52,00h) und die 30km (2:14,30h) lagen immer noch gleichmäßig im Soll.

Der Marathon beginnt ja bekanntermaßen erst jenseits der 30km Marke und so standen auch heute wieder viele arg gebeutelte Leidensgenossen am Streckenrand, die versuchten, ihre verkrampften Muskeln wieder locker zu bekommen. Die meisten waren aber schon im aus oder kurz davor. Mir ging es konstant gut, auch wenn die Vorbelastung in den Beinen steckte.

Der versprochen trockene Asphalt blieb aus und so musste auch ich bis zum Ende mit einem rutschigen Belag für einen guten Vortrieb kämpfen. Die letzten Kilometer gingen aber trotzdem mit fast identischem Tempo weiter – 35km (2:37,35h) und 40km (3:00,20h) – so dass ich am Ende mit knapp 3:10h im Ziel landete und das gänzlich nach Gefühl.

Maxi – das Tier – kam mit einem schnellen Anfang – 10km (37:40min) bzw. 21,1km (1:20,00h) – auch auf der zweiten Hälfte (1:24,46h) sehr gut mit der Strecke und der Belastung zurecht und hatte am Ende mit 2:44,46h seine maximalen Zielvorstellungen realisieren können. Gratulation an das Kämpferherz - da können wir noch viel erwarten.

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