Man sieht die Hand vor Augen nicht!


Man sieht die Hand vor Augen nicht!
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch den Text eines unbekannten Autors zu lesen geben:
„Manchmal sieht man die eigene Hand vor Augen nicht mehr,

nicht weil man blind ist, nein,
sondern weil man sie nicht sehen will!
Doch wenn man seine eigene Hand nicht mehr sieht,

dann sieht man auch die Hand des Gegenübers nicht mehr!
Blinde Menschen sehen dennoch ihre eigene Hand

und auch die des Gegenübers, nicht durch ihre Augen,
sie sehen sie mit ihrem Herz,
denn sie sind es nicht anders gewohnt, so zu sehen!
Wenn man sich daran gewöhnt,

seine eigene Hand nicht mehr zu sehen,
dann sieht man bald auch seinen eigenen Weg nicht mehr,
und genau dann ist es schlecht,
die Hand des Gegenübers nicht mehr zu sehen,
die Hand, die einem den Weg wieder weisen könnte,
den Weg durch die Dunkelheit zurück ins Licht.“
Ihr Lieben,

jeden Tag, wenn ich in der Stadt bin, begegne ich Menschen, die nach ihrer Arbeit eilig durch die Stadt hetzen und schwer bepackt wenig später wieder die Stadt verlassen.
Kaum zu Hause angekommen, wartet schon die tägliche Fernsehfortsetzung, die sie nicht verpassen dürfen, und auch der Abend ist häufig mit zahlreichen Terminen ausgefüllt. Für Entspannung, für Seele-Baumeln-Lassen und Ausruhen bleibt da keine Zeit.
Ich habe solche Menschen schon häufig gefragt:
„Was hast Du heute gesehen, welche Vogelstimmen hast Du wahrgenommen, wer hat Dir ein Lächeln geschenkt, welche Blumen hast Du blühen gesehen?“

Immer wenn ich gehetzten Menschen solche Fragen stelle, schauen diese mich an, als wenn ich plötzlich Chinesisch reden würde.
Ich bin dann immer traurig und es stellt sich mir die Jahrtausende alte Frage:

„Warum und wozu leben wir eigentlich?“
Unser heutiger kleiner Text möchte uns genau darauf aufmerksam machen, dass wir nicht blind werden für die Dinge des Alltags, dass wir achten haben auf uns selber und dass wir nicht blind werden für die Hand, die uns helfen möchte, die uns den Weg zeigen möchte und die uns liebevoll geleiten möchte.

Ich wünsche Euch einen Nachmittag des Fröhlich-Seins, des Lachens und der Freude und grüße Euch mit einem bunten Luftballon aus Bremen

Euer fröhlicher Werner 

Man sieht die Hand vor Augen nicht!

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt