Mambo Nr. 2: Hinweg, immernoch

(Teil 1 hier: *KLICK*)

Endlich ist es so weit: Das Navi zeigt 3km, 2km, 1,5km, 1 km bis zum Ziel an. Ab 800m Entfernung bis zum Ziel halte ich gleichzeitig nach einem Parkplatz Ausschau, aber Fehlanziege: Wuselige Straßen, Einbahnstraßen, Kopfsteinpflasterstraßen und solche, bei denen man sich nicht so ganz sicher ist, ob man sie überhaupt befahren darf. Kurz: Typisches Innenstadtgewusel.
Das Navi rastet gleich aus, die sonst so sonore Stimme überschlägt sich fast, denn: „Sie haben Ihren Zielort erreicht!“
Tatsächlich sehe ich sogar das Praxisschild „Dr. Wunderdoktor“ – und fahre daran vorbei. Parkplatz, wo bist Du?

Uhrencheck verkündet: Wir liegen perfekt in der Zeit! Jetzt nur noch parken und reingeflitzt.

Eine Viertelstunde (!) später bin ich ein Wrack meiner selbst. Die Kinder halten ausnahmsweise mal die Klappe den Schnabel, meim Blutdruck dürfte irgendwo da oben sein und das einzig Positive ist, dass ich heute Morgen noch vollgetankt hatte. Wo, verd*mmte Sch**ße, parken die hier alle????

Ich halte irgendwo, wo ich sicher nicht halten darf und rufe völlig entnervt in der Praxis von Dr. Wunderdoktor an.
„Wo bitte haben Sie Ihre Parkplätze?“
„Wir haben keine“, kommt es schnippisch zurück, „Fahren Sie doch einfach ins Parkhaus!“
Stimmt, da war ja was. Ein riesiges, uraltes Innenstadtparkhaus, direkt eine Straße weiter. Könnte ich reinfahren. Will ich nur nicht. Denn riesige, aber uralte Innenstadtparkhäuser sind so etwas wie mein eigenes, persönliches Grauen. Als Autofahrerin, versteht sich. Unser Auto hat nämlich einen dermaßen fetten Arsch eine dermaßen breite Kiste, dass ich in Parkhäusern, die noch auf die schlanken Metallsilouetten vergangener Jahrzehnte zugeschnitten sind ins Schwitzen komme: Enge Kurven, enge Parklücken und ob man da wieder rauskommt, ist oft mehr Glücks- denn Verstandsache. Absolut ekelig.
Ehrlich gesagt hat unser Auto sogar schon eine ganz schöne Narbe vom Kampf „Mann und Auto gegen Parkhauskurve“ …

Also versuche ich zum letzten Mal mein Glück und drehe eine weitere Runde. Und wie es so heiß ist und ich längst dem Wahnsinn verfallen, wird dabei richtig schön laut gesungen: „Ohhhhhhh ….

Da, was ist das?! Ein Parkplatz! Jippieh und Jiiiiha! Ein Parkplatz, vielmehr ein Parkplätzchen. Muss ich bei den ersten 3 Runden, die ich hier gedreht habe, glatt übersehen haben! Blickgeschützt durch Bäume ist er nämlich – ist das der berühmte Insider-Parkplatz?
Egal: Ich komme!

Ich biege von der Straße ab auf den Parkplatz. Sofort stelle ich fest: Besonders insidermäßig ist es nicht, dafür aber voll.
BittebittebittebitteJA! PARKLÜCKE!!!!

Zu eng.

Verd*mmte Idioten, die zu blöd sind zum parken!

Mein Blut kocht hoch in den ungesunden Bereich und gleichzeitig möchte ich einfach nur heulen: Ich will doch nur parken, *HEUL*!

Nützt ja nichts. Also runter vom Parkplatz und ab ins Parkhaus, dann soll es wohl so sein!
Ich cruise geschickt einmal um die Kurve und –

*!%$q/@“=?%(„%%“§&%!*

GAHHHHHHHHHHH!
Welche. Dämliche. A*schkrampe. Ist. Auf die Idee. Gekommen. Sich hier in die Durchfahrt zu stelen und sie zuzuparken?????

**Zenisert**

20 Minuten später stehe ich mit Mittlerem und Größtem in der Praxis von Dr. Wunderdoktor.
Nachdem ich mit unserem fettä*schigen Auto den gesamten, winzeminiengen Parkplatz RÜCKWÄRTS durchfahren und mich dann durch die viel zu engen Parkhauskurven zwingen durfte. Letzteres hat mir allerdings so gar nichts mehr ausgemacht, denn nachdem ich auf dem Parkplatz geschätzte drei Mal in der freundlichen Lage war, dass ich mich bei nur 1cm weniger Platz unlösbar verkeilt hätte, bin ich emotional abgestumpft.
Kinder 1 an die Hand, Kind 2 in den Buggy und los geht`s.

Ich bin immun, Leute, ich bin Super-Molly, die coolste Sau ever, keiner kann mir mehr was, muahaha, DENN HABE DEM GRAUEN INS AUGE GEBLICKT!

Denke ich zumindest, bis ich in der Praxis stehe und die Empfangsschnepfe mcih anfinstert: „Ihr Termin war aber schon vor 20 Minuten, Sie sind zu spät! Also nee, also jetzt müssense erstmal warten!“
Ich knurre. Und muss mich zwischen Wahnsinn und Mord entscheiden. Dann doch lieber Wahnsinn, oder? Erneut singend verziehe mich ins Wartezimmer.
Höre die olle Pute noch in meinem Rücken zu ihrer Kollegin grantern: „Also so eine Frechheit, dass die Leute nicht einfach mal etwas früher losfahren können!“

To be continued


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