„Mach’s gut, Irkutsk“ – Das Reisetagebuch. Teil 2: Moskau.

26. Juni 2011, 02.11 Uhr Ortszeit

Moskau: abgehakt. Eine ganze Woche verbrachte ich in der russischen Hauptstadt. Eine ganze Woche, in der ich kein einziges Museum von innen sah. Eine Woche, die ich in Parks, bei Freunden und diversen Veranstaltungen verbrachte. Eine Woche, in der ich ganz und gar nicht nach Touristenmanier lebte.

Am gleichen Tag, 12.35 Uhr Ortszeit

Und damit endete mein tiefnächtlicher Versuch etwas Sinnvolles zu notieren. Ich schlief einfach ein. Zur Fortsetzung: Ich lebte also eine ganze Woche in Moskau. Und machte nur das, wozu ich Lust hatte. Da ich – so glaube ich – schon während meines zweiwöchigen Aufenthalts im Februar die meisten Sehenswürdigkeiten abgeklappert und viele Museen abgearbeitet hatte, konnte ich mir diesen Lebensstil mit einer Prise Ignoranz – die im Übrigen den Lebensstil vieler Einheimischen, egal wo, kennzeichnet – leisten.

Moskau liebe ich immer noch. Einem Herzen gleich, schlägt sie, diese Stadt. Mal langsamer, mal schneller. Aber aufhören zu schlagen, das tut sie nie. Nach über vier Monaten in der russischen Provinz musste ich mich wieder an einen neuen Lebensrhythmus gewöhnen. Gelungen ist mir das erst am dritten Tag. Zuvor hatte ich das permanente Gefühl, von der Masse der Stadt erdrückt zu werden.

Ich habe mich heute um 2.20 Uhr morgens von Moskau verabschiedet. Zugegebenermaßen schwang dabei ein wenig Wehmut mit – zurückkehren werde ich nämlich frühestens in einem Jahr. Glücklicherweise bleiben mir noch vier Tage in Russland. Ich erschrak, als ich mir das gerade eben versinnbildlicht habe. Diese vier Tage verbringe ich in St. Petersburg. Und genieße die Weißen Nächte.

(Anm.: Sollte sich jemand wundern, warum in Moskau zu dieser Jahreszeit Schnee liegt – einige der Bilder habe ich im Februar geschossen und der Vollständigkeit halber hinzugefügt.)

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