Mach es ihnen leicht, dir Geld zu geben – das Erfolgsgeheimnis erfolgreicher Vermarkter für Autoren

“Mach es ihnen leicht, dir Geld zu geben” – ist eine der Hauptmaximen erfolgreicher Vermarkter. Was bedeutet das für Autoren, die ihre Bücher selbst anbieten?

Statt zu versuchen, potenzielle Leser auf den eigenen Webauftritt/Online-Shop zu führen und dort zum Kauf zu bewegen, bietet man seine Bücher dort an, wo die Leser schon sind – in den etablierten Online-Shops, die bereits über einen großen Kundenstamm verfügen – wie zum Beispiel Amazon oder iTunes.

Für Selbermacher bieten sich viele, sogar kostenlose Möglichkeiten, mit geringen Zeitaufwand einen Großteil des Marktes abzudecken.

Hier ist meine Liste mit Publishing-Plattformen, die jeder Autor unbedingt nutzen sollte:

Amazon KDP: Ein Muss für jeden. Zwar hat Amazon in Europa nicht die Marktdominanz wie in den USA – aber die Konkurrenz ist aufgesplittert in viele Mitbewerber. Außerdem liest der Kindle nur das Amazon eigene Format. Wer sein eBook im epub-Format auf jedem anderen Online-Shop anbietet, würde die Kindle-Leser ausschließen.

beam-ebooks.de: Ist einer der bekanntesten eBook-Shops in Deutschland, vor allem für Belletristik. Dort können die Bücher in den Formaten epub, mobi/kindle und pdf angeboten werden. Man erreicht damit besonders Leser, die sich nicht an einen großen Retailer binden wollen.

lulu.com: Ein Muss für die Autoren, die ihr Buch nicht nur digital, sondern auch auf Papier anbieten wollen. Zugegeben, die Website ist nicht optimal, die Hilfeseiten erfordern solide Denglischkenntnisse und einige Features sind für deutsche Autoren unbrauchbar, aber es gibt mindestens einen Vorteil, der lulu.com unverzichtbar macht. Hat man es geschafft, die Druckvorlage für ein Printbuch zu erstellen und bucht das kostenlose Extended-Reach-Programm, erhält man kostenlos eine englische ISBN und die Druckausgaben wird auf Amazon gelistet. Wegen der englischen ISBN ist das Buch zwar nicht im deutschen Buchhandel bestellbar – aber seit Mitte des Jahres 2011 werden die Bücher auch auf Amazon.de als “Auf Lager” geführt und sind damit für Leser bequem zu bestellen. Bei Fragen und Tipps zu lulu.com einfach das Kontaktformular benutzen.
Nachteil: die iTunes-Anbindung ist für deutschsprachige Autoren nahezu wertlos, da die Voraussetzung für die Weiterleitung an den iTunes-Store englischsprachiger Inhalt ist.

xinxii.de: Nach eigener Aussage der größte Anbieter digitaler Texte in Europa – wie auch immer sie zu diesem Ergebnis gekommen sind. Nach meinen eigenen Erfahrungen und denen anderer Autoren nicht für Belletristik geeignet – eher für Sachtexte.

iTunes / Kobo: Diese Shops sind nichts für Autoren, die ohne Kosten veröffentlichen wollen. Beide setzen für das eBook eine ISBN voraus, die es in Deutschland nicht kostenlos gibt. Wer allerdings eine solche hat, kann sein Buch auf beiden Seiten anbieten – wobei zumindest bei Apple weitere Gebühren anfallen. Dafür hat man dann Zugang zu den größten Online-Shops der Welt.

smashwords.com: Smashwords ist eine der beliebtesten Seiten für Selbermacher im Netz. Alles was ich im vorigen Abschnitt zu iTunes und Kobo gesagt habe, entfällt – Smashwords weist dem eBook eine kostenlose ISBN zu und verteilt – sofern man den technischen Qualitätsansprüchen genügt und in den Premiumkatalog aufgenommen wird – das eBook an eine ganze Menge angeschlossener eBook-Shops; unter anderem auch iTunes, Kobo und Barnes and Noble. Das alles für lau.
Trotzdem habe ich den Service bisher nicht benutzt und das liegt an der Art, wie Smashwords Manuskripte entgegennimmt. Die Seite verlangt ein möglichst einfach formatiertes Word-Dokument (wie genau ist im Smashwords Style Guide beschrieben) und wandelt dieses Dokument in die verschiedenen eBook-Formate um. Wie das Ergebnis aussieht, kann ich nicht beeinflussen. Smashwords gibt an, dass das Konvertierungsergebnis besser aussieht als das, was manche Autoren selbst auf die Beine stellen, diverse Foren behaupten das Gegenteil.

Fazit: Wer die ersten drei Plattformen benutzt, deckt technisch bereits den größten Teil der Lesegeräte ab. Um es wirklich bequem zu machen, sollte man über Smashwords nachdenken – dann ist es für den zukünftigen Leser wirklich leicht, seinem Lieblingsautoren Geld zu geben.


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