Luther-Linde, Hitler-Eiche und mein Blick.

Luther-Linde, Hitler-Eiche und mein Blick.

Bald ruht hier auch der Herbst.

Mein Blick aus dem Arbeitszimmer geht jeden Tag zwischen Luther-Linde und Hitler-Eiche, gepflanzt in anderen Zeiten und aus unterschiedlichen Motiven heraus: auf ein Grabmal der Gefallenen aus dem Dorf, in dem ich seit ein paar Jahren wohne. In zwei unnützen Kriegen verbraucht jeweils eine Generation. Manchmal stehen noch die Kinder stumm davor. Oder schon die Enkel. Unschlüssig, was sie denken sollen. Vielleicht, dass auch sie in die Jahre kommen und gehen werden. Und was dann aus ihren Erinnerungen werden soll oder wer die Grabstätte pflegt. Im Sommer übernehme ich den Gießdienst, entlohnt von dankbaren Blicken alter Frauen und einem Päckchen Eiern manchmal für den Aufwand, der keiner ist. Weil es sich so gehört, ohne gleich an Heidegger und pauschale Schuld zu denken; dass man lebt, während andere starben/sterben. Heute scheint die Sonne wieder zwischen Linde und Eiche; und mein Blick fällt mit dem Laub, in dem zwei Eichelhäher nach den Früchten ihres Namens suchen. Letzten Herbst waren es noch vier an der Zahl. Wir werden alle weniger, denke ich.



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