Liebe macht erfinderisch!


Liebe macht erfinderisch!

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Heribert Arens erzählen:

„Liebe macht erfinderisch!

Zu der Zeit der Landgräfin Elisabeth (1207 -1231) herrschte in Thüringen eine große Hungersnot und es gab sehr, sehr viele arme Menschen. Sehr viele dieser Menschen lebten in Sichtweite der Burg, auf der Elisabeth zusammen mit ihrem Mann wohnte.

Und da Elisabeth ein Mensch war, der das Elend und die Not der Menschen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit weinendem Herzen sah, versuchte sie, alles ihr Mögliche für diese Menschen zu tun.

Ihr Gatte, der Landgraf Ludwig IV., unterstützte Elisabeth tatkräftig, aber der gesamte Hof beäugte sie bösartig. Nach dem Tod Ihres Mannes begleitete der Geistliche Konrad von Marburg sie mit außerordentlicher Strenge.

In seiner großen Sorge, dass Elisabeth auch den Rest ihres Vermögens verschenken könnte, beauftragte er Aufseherinnen, die Elisabeth kontrollieren sollten, damit diese seinen Befehlen gehorchte.

Gab sie früher jedem Armen sechs Pfennige, so durfte sie jetzt nur noch je einen geben. Elisabeth gehorchte dem Befehl, schenkte dem jeweiligen Armen einen Pfennig jetzt aber mehrmals hintereinander.

Als Konrad das gemeldet wurde, durfte sie nur noch Brot verteilen.
Da ließ Elisabeth große Brote backen und gab Hungernden einen ganzen Laib.
Als sie daraufhin nur noch Brotstücke verteilen durfte, befolgte sie auch diese Anordnung, gab aber nun aber jedem sehr viele Brotstücke.
So trickste Elisabeth ihren geistlichen Begleiter auf: Liebe ist erfinderisch!“


Ihr Lieben,

Wenn man diese kleine Geschichte aufmerksam liest, dann staunt man, wie kurz Elisabeth nur gelebt hat. Sie wurde nur 24 Jahre alt! Ihr Mann starb bereits im Alter von 23 Jahren an einer Seuche.
Leider hatten Frauen in der damaligen Zeit noch nicht viel zu sagen.
Elisabeth war deshalb sehr dankbar, dass ihr Mann sie bei ihrem Einsatz für die Armen tatkräftig unterstützte.

Nach dem Tode ihres Mannes konnte sie als Frau aber nicht einfach über das Erbe ihres Mannes verfügen und damit tun, was sie wollte. Hätte sie das getan, hätte sie auf Antrag der Kirche für unzurechnungsfähig erklärt werden können.
Die Kirche, die sich doch eigentlich in besonderem Maß für die Armen einsetzen sollte, tat sich damals besonders dadurch hervor, Elisabeth daran zu hindern, Gutes zu tun.
Aber Elisabeth war sehr erfinderisch und das zeigt, was wahre Liebe vermag.
Elisabeth gründete nach dem Tode ihres Mannes in Marburg ein Spital, in dem sie vor allem solche Kranken pflegte, die wegen ihrer Armut niemand aufnehmen wollte.

Bei der Pflege dieser armen Kranken hat sich Elisabeth angesteckt und starb 1231 im Alter von nur 24 Jahren.

Ich denke mir, dass wir, wenn wir das Leben von Elisabeth betrachten,
nur dankbar sein können.
Unsere heutige Lebenserwartung ist deutlich höher.
Wir müssen nicht mehr hungern, wie viele Menschen das damals mussten.
Zwischen der medizinischen Versorgung damals und heute liegen ganze Welten.
Das alles sollte uns veranlassen, dankbar zu sein.
Dankbar zu sein und von dem, was wir haben, ein wenig abzugeben.
Nicht nur daran zu denken, dass wir zu essen und zu trinken haben, sondern auch an die zu denken, deren größte tägliche Sorge es ist, wie sie den Tag überleben können, woher sie etwas Essbares und Wasser zum Trinken  bekommen können.
Ich wünsche Euch eine gute neue Woche und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Liebe macht erfinderisch!

Quelle: Karin Heringshausen



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