Lhasa

Wir verbringen drei Tage in der Hauptstadt Tibets. Wir besuchen zahlreiche Kloester, Tempel und Palaeste, darunter den Potala Palast (Winterpalast des Dalai Lamas), das Sera und Deprung Kloster und den Jokhan Tempel im Zentrum der Altstadt. Begleitet werden wir von Sonam, unserem 25-jaehrigen tibetischen Guide. Dieser junge Mann kennt die gesamte Geschichte des tibetischen Buddhismus bis ins Detail und bemueht sich sehr, sie uns zu erklaeren. Bei vielen Rundgaengen und etlichen Glaesern Yakbuttertee philosophieren wir ueber Buddha und die Welt. Wir muessen bald feststellen, dass die Chinesen die tibetischen Einwohner fest im Griff haben. So staunt Sonam, dass in der Schweiz Personen, die ein politisches Amt besetzen, ihre Religion frei ausueben koennen und dass man demonstrieren darf, ohne festgenommen zu werden. Beides ist undenkbar in Tibet. Lhasa ist voll mit Polizisten und Soldaten mit dem Gewehr im Anschlag, im Falle eines ploetzlichen Aufstandes. Man wird also rund um die Uhr bewacht und beobachtet.
In Lhasa vereint sich das Heilige mit dem Alltaeglichen. Wir begegnen Pilgern aus ganz Tibet, die in langen Schlangen andaechtig Gaben in die Tempel bringen und Gebete vor sich her murmeln. Viele Leute alufen taeglich  mindestens eine der unzaehligen Koras, das sind Rundgaenge um Gebetsstaetten, die stets mit Buddha zur Rechten (im Uhrzeigersinn) gefuehrt werden. Fast immer gibt's neben der eigenen auch stationaere Gebetsmuehlen zum Drehen. Die Koras bringen neben dem Treffen von Freunden und Nachbarn spirituellen Verdienst, der das Karma aufbessert. Je positiver das Karma in diesem Leben, desto besser die Prognose fuer das naechste und desto schneller gelangt man zur Erleuchtung und schlussendlich ins Nirvana.
We spend three days in the capital of Tibet. We visit many monasteries, temples and palaces like Potala Palace (the winter palace of the Dalai lama), Sera and Deprung monasteries and the Jokhang temple in the center of the old town. We are accompanied by Sonam, our 25 year old Tibetan guide. This young man knows the entire history of Tibetan Buddhism and is eager to explain us every detail. On numerous walks and quite a few glasses of yak butter tea we philosophize about Buddha and the world. Soon we notice that the Chinese keep the Tibetans in an iron grip. Sonam was astonished to hear that it is possible in Switzerland to keep a political post while practicing your religion and that people can demonstrate without being arrested.Lhasa is full with heavily armed policemen and soldiers, in case sudden riots start. One is guarded and watched 24 hours a day.
In Lhasa the holy is united with the everyday life. We meet pilgrims from all over Tibet who gather devoutly in long queues to bring alms to the temples murmuring prayers. Many people walk one of the numerous koras every day. Koras are circuits around holy places which are always conducted with Buddha to the right (clockwise). Almost always there are stationary prayer wheels to whirl in case the own one isn't enough. Besides the meeting of friends and neighbours the koras provide spiritual merit which improve one's karma. The better the karma the better the prognosis for your next life and the sooner you reach enlightenment and nirvana. 
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