Leserrezension zu "Totenhauch" von Amanda Stevens

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Ein sehr gelungener Roman als Mysterythriller mit einem Hauch Paranormal Romance. Die Friedhofsrestauratorin und Archäologin Amelia Gray kann seit ihrer frühesten Kindheit ebenso wie ihr Vater die Geister von Toten sehen. Sie lernt von ihrem Vater, einem Friedhofsgärtner, deren Gesetze und Regeln kennen. Um mit ihrer Gabe zurecht zu kommen, lebt sie trotz ihrer Jugend ein sehr einsames Leben und muss sich von Menschen fernhalten, die von diesen Geistern heimgesucht werden.
Als sie bei einem Mordfall auf dem Oak Grove Friedhof als Sachverständige hinzugezogen wird, trifft sie auf den geheimnisvollen und attraktiven John Devlin. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, doch ausgerechnet dieser Mann wird von den Geistern seiner verstorbenen Frau und Tochter heimgesucht.
Bald wird eine zweite Leiche entdeckt und der Mörder beginnt, über Amelias Blog mit ihr und der Polizei zu kommunizieren. Immer tiefer verstrickt sich Amelia in die Suche nach dem Mörder und ihre eigenen Gefühle. Schließlich kommt sie weiteren Geheimnissen des alten Friedhofs auf die Spur und gerät bald selbst in Lebensgefahr.
Die Geschichte scheint den Auftakt zu weiteren Romanen zu bilden, denn die Autorin lässt am Ende noch viele Rätsel offen. Neben der spannenden Erzählung erfährt der Leser sogar etwas über die Friedhofskultur der vergangenen Jahrhunderte. Interessant auch, dass jedes Kapitel mit einer Efeuranke - dem Symbol für ewiges Leben - eingeleitet wird. Ich würde gerne erfahren, wie es mit Amelia Gray und John Devlin weitergeht und freue mich auf den nächsten Band! Gruselig und spannend zugleich, daher fünf von fünf Punkten.