Leserrezension zu "der Tote in der Kapelle" von Elizabeth Edmondson

Leserrezension

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Schon diese gelungene Mischung aus Hercule Poirot und Pater Brown macht den Hauptprotagonisten Hugo Hawksworth zu einer interessanten Figur. Aufgrund einer Kriegsverletzung muss er nun Schreibtischdienst tun und das behagt den ehemaligen Geheimagenten gar nicht. Kein Wunder, dass er gerne im Auftrag verdeckt ermittelt, als in der Kapelle von Schloss Selchester ein Skelett gefunden wird - das sich später als der im Winter 1947 verschwundene Hausherr entpuppt. Aber damit fangen die ganzen Probleme erst an. 
Gut, dass Hugo vor Ort ist, denn er und seine kleine Schwester wohnen vorübergehend auf dem Schloss und er lernt nach und nach nicht nur die Gepflogenheiten der Leute in der Ortschaft kennen, sondern auch so manches mehr oder weniger sympathisches Familienmitglied. Wer hätte gedacht, dass der alte Lord so gar kein richtiger Gentleman und erst recht kein Menschenfreund war?
Die Autorin hat sich eine ungewöhnliche Zeit für ihren Roman ausgesucht - 1953 -, in der es um die Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und Verrat ging. Sie schreibt schnörkellos, beschränkt sich rein auf die Geschehnisse ohne große bildhafte Beschreibungen von Szenen oder Umgebung. Wer allerdings turbulente Action erwartet, der irrt, denn die Geschichte läuft in britischer Ruhe und mit viel Teetrinken ab. Gerade das macht sie aber sehr charmant, denn die Ereignisse rollen sich nach und nach vor den Augen der Leser auf und überschlagen sich erst gegen Ende, wo so manches Geheimnis noch ans Tageslicht kommt. Eine Serie, die ich gerne weiterverfolgen werde. Von mir 4 von 5 Punkten, einen Punkt halte ich noch in Reserve für den nächsten Band - mal sehen, ob es noch eine Steigerung gibt.

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