LAUFEN MACHT GLÜCKLICH

    LAUFEN MACHT GLÜCKLICH

Kennst Du diese miesen Phasen im Leben, in denen sich die Missgeschicke die Türklinke in die Hand geben, der Job Dich fordert, die Familie an Dir zerrt und Du einfach nur gestresst bist? Sicherlich! Meine liebe Mutter pflegt dann immer zu sagen: „Der Teufel scheisst doch immer auf den dicksten Haufen!" Aber gut, irgendwie müssen wir da ja durch. Mein Seelentröster, Stresskiller und Glücklichmacher in solchen Momenten ist der Sport - für mich ein unverzichtbares Hilfsmittel, emotional wieder in Balance zu kommen. Aber warum ist das so?

Laufen entspannt die Seele

Speziell das Laufen draußen in der Natur hat eine großartig stresslindernde, befreiende, ja fast meditative Wirkung. Denn wo anfangs noch wildes Gedankenchaos und Gefühlsachterbahn herrschen, merke ich mit jedem Schritt mehr, wie mich das Laufen erdet, die Gedanken sich ordnen und sich mehr und mehr Ruhe in mir breit macht. Die gleichmäßige Laufbewegung, die Geräusche der Natur, der Wind, der Atem - alles das sind Faktoren, die wieder ins seelische Gleichgewicht bringen, negative Emotionen relativieren sich und ich sehe den Tatsachen wieder mit Zuversicht ins Auge. Manchmal merke ich nicht einmal mehr, dass ich laufe - ein tolles Gefühl!

Wenn die äußeren Umstände einen Lauf nicht zulassen, dann ist Yoga für mich ebenfalls ein tolles Hilfsmittel, meine Balance wieder herzustellen. Hauptsache ich bringe meinen Körper irgendwie in Bewegung, um die Produktion von Glückshormonen ankurbeln.

Mehr Glückshormone bitte

Grundsätzlich ist Stress eigentlich nichts schlechtes, er ist sogar sehr wichtig. Er regt nämlich durch die Produktion der Aktivitätshormone Cortisol und Adrenalin dazu an, Herausforderungen anzunehmen und sie zu bewältigen. Ist die Arbeit dann getan, wird das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet, es stellt sich Befriedigung ein und die Anstrengung kann in Ruhe und Entspannung übergehen. Hört sich erstmal ihr logisch und garnicht so schlecht an.

Aber Vorsicht ist dann geboten, wenn es über einen längeren Zeitraum so viel zu tun gibt, dass Dein Kopf ständig nach Lösungen suchen muss. Denn dann produziert Dein Organismus unentwegt Aktivitätshormone, die Dich auf Trapp halten und Glückshormone kommen erst garnicht zum Einsatz, um eine nötige Entspannungsphase einzuleiten. Es stellt sich ein Stressniveau ein, dass Dich auf Dauer überlastet. Der Blutdruck steigt, der Schlaf ist nicht mehr erholsam und Du bist ständig erschöpft.

Gerade jetzt hilft Dir körperliche Bewegung, dieses Ungleichgewicht Deines Hormonhaushalt zu regulieren und ist eine perfekte Methode zur Stressbewältigung. Eine halbe Stunde Bewegung reicht bereits aus. Dadurch werden die Muskeln besser durchblutet, Verspannungen könne sich lösen, der Cortisol- und Adrenalinspiegel normalisiert sich und der Körper kann Glückshormone ausschütteten. So kommst Du wieder ins seelische Gleichgewicht.

Auf die richtige Dosis kommt es an

Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass der Sport Dich in der eh schon anstrengend Phase nicht zu sehr fordert, da sonst weitere Stresshormone auf- statt abgebaut werden. Wenn Du gewöhnt bist, nach der Arbeit erstmal auf der Couch zu entspannen, solltest Du Dich langsam an das Maß herantasten, welches Dir gut tut. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen, sondern darum zu lernen, aus der körperlichen und geistigen Anspannung in die Bewegung und schließlich in die Entspannung zu gehen.

Ist Laufen auch Dein Stresskiller Nummer Eins oder mit welchen Mitteln hältst Du Dich im emotionalen Gleichgewicht? Ich freu mich, wenn Du mir einen Kommentar hinterlässt.

Keep on muuving!

Deine Jule