Kochen !? – Ein Gastbeitrag vom schweizer Haubenkoch Daniel Grassl

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Bild: grasslgastro.at

Der Haubenkoch Daniel Grassl beschreibt für uns was kochen eigentlich bedeutet. Es ist mehr als nur die Zutaten zu mischen. Für Ihn ist es das kreieren eines kulinarischen Erlebnisses. Jeder Jung Koch oder Köchin träumt und hofft auf eigene Hauben oder Sterne, sie wollen erfolgreich sein, eigene Ideen einbringen.

Doch der Weg dazu ist lange und nicht immer so wie man es sich gerne vorstellt. Lesen Sie in diesem Beitrag wie Daniel Grassel den Beruf als Koch sieht und erfahren Sie mehr über das Leben einer Köchin oder Koches.

Kochen !?

Koch zu lernen ist etwas ganz besonderes, man lernt mit der Natur in einer gewissen Art und Weise umzugehen die eigentlich unvergleichlich ist. Es ist mit dem Jagen und sammeln das älteste Handwerk auf Erden. Man braucht ein unglaubliches Feingefühl sowie handwerkliche Perfektion sowie ein physikalisches Wissen und absolute Liebe zum Produkt um ein wirklich guter Koch zu sein!

Aber was bedeutet es eigentlich Koch zu sein? Ein Koch verarbeitet täglich Rohstoffe zu einem Gericht, um die Tägliche Nahrungsaufnahme zu stillen. Könnte man meinen oder? Doch heute geht es nicht mehr darum ausschließlich den Menschen zu nähren sondern ihm in einer gewissen Art und Weise zeitlich begrenzte Kunst zu vermitteln. Kochen wird heute bis zu Ekstase zelebriert, man versucht mit allen Möglichkeiten und Techniken ein Gericht zu erschaffen das grenzenlose Begeisterung sowie als unvergessliches Erlebnis als Gedanke im Kopf besteht bleibt. Es ist eine ganz spezielle Kunstform die auch unvergleichlich bleibt, denn zuerst wird dem Gast ein Gericht serviert das mit seiner Optik für Begeisterung sorgt, somit werden die ersten Sinne angeregt! Das Auge isst ja bekanntlich mit, ist eigentlich die Beschreibung für die visuelle Aufnahme des Sinnesorgans, doch was passiert im Körper ? Die Zunge, die Nase und schlussendlich die Lust, packt uns um das Kunstwerk zu dinieren! Unvergesslich sowie einzigartig ist jeder Biss den wir zu uns nehmen. Denn ein Geschmack lässt sich niemals ident duplizieren!

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Der schweizer Haubenkoch Daniel Grassl spricht über seine Leidenschaft zum Beruf

Das Wort kochen bedeutet – im eigentlichen Sinne – Zerstörung von Zell-Strukturen! Am meisten wird im Wasser gekocht, durch das Erhitzen der Flüssigkeit entsteht Energie die das Produkt und die Inhaltsstoffe chemisch sowie psychisch verändert. Eigentlich ist das Kochen im Wasser eine Zubereitungsmethode die für den Rohstoff nicht die optimale Verwertung entspricht! Durch das Kochen verliert das Produkt an Geschmack, Struktur und Inhaltsstoffe, die sehr wertvoll für den Körper sind. Darum ist die Berufsbezeichnung Koch eigentlich nicht die richtige Bezeichnung des Handwerks. Es liegt daran das man in vergangen Zeiten die meisten Lebensmittel gekocht zu sich genommen hat.

In der heutigen Zeit gibt es so viele verschieden Garmethoden das man den Wortlaut Koch eigentlich ändern müsste. Einer der besten Garmethoden für Lebensmittel ist mit geringer Hitze Lebensmittel zu behandeln, dadurch bleiben viel mehr Inhaltsstoffe, sowie Geschmack und Identität des Produktes erhalten! Eine Umbezeichnung ist somit längst fällig eigentlich müsste es Lebensmittel-Ingenieur oder Produktveredler heißen. Wir kochen nicht sondern verarbeiten das Produkt mit den verschiedensten Techniken die uns zu Verfügung stehen! Jeder gute Koch hat seine eigene Handschrift, die er in einem langen Prozess zu erlernen vermag! Generell ist es der Beste Weg als Kochlehrling zu beginnen!

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Peter Ladinig Peter Ladinig

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