Kleinste Hunderasse

Sie gelten als kleinste Hunderasse der Welt. Und als Modehund schlechthin, leider. Der Chihuahua ist ein Zwerg mit viel Charakter.

Innerhalb kürzester Zeit haben sich Chihuahuas eine riesige Fangemeinde aufgebaut. Aus unserem Straßenbild ist diese Rasse heute nicht mehr wegzudenken.

Doch die Kleinen haben es ganz schön in sich. Wer die Mini Hunde unterschätzt, wird rasch die Konsequenzen spüren.

Bevor wir gleich zu einem ausführlichen Porträt dieser Hunderasse kommen, sollten wir uns ansehen, ob Chihuahuas wirklich die kleinsten Hunde der Welt sind.

Top 10 der kleinsten Hunderassen der Welt

Die folgende Liste der Hunderassen ist nach Größe sortiert. Und zwar von der kleinsten Größe bis zu größten Angabe.

Bei der durchschnittlichen Lebenserwartung können Sie sehr gut erkennen einen Zusammenhang erkennen, den wir hier ausführlich beschrieben haben. Kleine Hunde werden deutlich älter als große Hunderassen.

Übersicht der Typen

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Typen der Chihuahuas:

  • Der Derry Typ hat längere Beinchen und ist schlanker. Er gilt als die ursprüngliche Form.
  • Der Cobby Typ dagegen hat kurze Beine und ist deutlich kompakter.

Typisch für den Chihuahua ist der Apfel- oder Rehkopf. Er hat einen ausgeprägten Stop. Der Fang ist kurz. Manchmal ist er zugespitzt.

Außerdem sind relative große Ohren typisch für den Chihuahua. Sie stehen in einem 45°-Winkel ab. Der Körper des Chihuahuas ist länger als hoch. Seine Beine sind gerade. Und seine Rute trägt der kleine Hund über dem Rücken gebogen.

Chihuahuas in vielen Fellfarben

Dem Rasse-Standard entsprechend erlaubt man alle Farben. Es gibt den Chihuahua daher von Weiß über Creme bis Schwarz. Er kann zudem dreifarbig sein.

Abzeichen erlaubt man ebenfalls. Problematisch sind die Farben Blau und Merle. Diese können Krankheiten und Missbildungen nach sich ziehen.

Es klingt zwar lustig, aber häufig ist der Charakter am Fell erkennbar. Die langhaarigen Chihuahuas sind meist eher verträglich und sanft. Die kurzhaarigen Genossen können sehr energisch werden.

In jedem Fall wird der Chihuahua immer versuchen, im Mittelpunkt zu stehen. Und die Anführerrolle zu übernehmen.

Langhaarig oder kurzhaarig ist Geschmacksache

Der Chihuahua kann langhaarig sein, oder kurzhaarig. Die langhaarige Variante hat weiches langes glattes oder gewelltes Haar. Die Ohren sind befranst. Und die Rute ist voll behaart. Der Halskragen ist sehr ausgeprägt.

Das kurze Haar des Kurzhaarchihuahua ist dicht, weich und glänzend. Es liegt am Kopf und am Körper dicht an.

Wesen der kleinen Hunde

Der kleine Hund hat jede Menge Temperament. Genau das unterschätzt man häufig. Er braucht Bewegung. Er ist kein Hund, den Sie in der Tasche tragen sollten.

Vorübergehend ja, aber nicht immer und überall. Dazu kommen wir weiter unten noch ausführlicher.

Er ist verspielt und verschmust. Er ist unternehmungslustig und sehr gesellig. Sein stark ausgeprägtes Rudelverhalten macht ihn zu einem perfekten Teamplayer in einem Mehrhundehaushalt.

Der kleine Hund überschätzt sich gerne

Sein Mut kann zuweilen äußerst riskant werden. Der kleine Kerl hat ein riesiges Ego. Und man meint, er wäre zwei Meter groß, wenn er auf Artgenossen trifft.

Genau das kann dem Kleinen schnell mal zum Verhängnis werden.

Sie sollten Ihren Gefährten also unbedingt immer im Auge behalten. Im Zweifelsfall nehmen Sie ihn sofort aus der Situation, wenn es gefährlich sein könnte.

Geschichte der Chihuahuas

Um die Geschichte des Zwergs ranken sich Legenden. Denn ganz genau ist seine Herkunft bis heute nicht geklärt.

Vermutlich stammen die kleinen Hunde aus Mexiko. Dort wurden sie zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert von den Tolteken als Opfertiere gezüchtet. Das erklärt seinen Namen.

Fakt ist, dass die Einwohnerinnen der mexikanischen Provinz Chihuahua das kleine Hündchen an Touristinnen verkauften. Das war gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Und so gelangte der Chihuahua in die USA. Seit dem Jahr 1905 hat man ihn dort als Rasse anerkannt.

Erziehung wie ein Großer

Genau hier passieren weitere Fehler im Umgang mit dieser Hunderasse. Viele denken anfangs. Ach, der ist so klein. Deshalb kann kaum Schaden anrichten. Auch ein kleiner Biss ist eher zu vernachlässigen.

Völlig falsch gedacht. Diesen Vierbeiner müssen Sie als Hund ebenso ernst nehmen wie einen 40-Kilo-Hund. Konsequenz ist gerade beim Chihuahua wichtig. Dazu braucht er genügend Aufmerksamkeit.

Ein Chihuahua braucht den richtigen Rahmen

Er ist kein Hund, der mal so nebenbei mitläuft. Ein Chihuahua kann Sie mit der Zeit an Ihre Grenzen bringen. Dann, wenn Sie seine Bedürfnisse nicht erfüllen.

Aggression und ununterbrochenes Bellen sind nur zwei mögliche Auswirkungen einer falschen Erziehung. Sie zeugen von zu wenig Aufmerksamkeit. Oder von zu geringer Auslastung.

Ob stur oder Traumhund liegt an Ihnen

Der Zwerg kann stur sein. Damit kann er Ihr Leben ganz schön durcheinanderbringen.

Mit der richtigen Erziehung kann dieser Hund jedoch zum wahren Traumhund werden. Das setzt eine auf ihn zugeschnittenen Auslastung voraus.

Rassetypische Erkrankungen

Ein Chihuahua ist in der Regel ein äußerst robustes Tier. Jedenfalls mit normaler Statur und normalem Gewicht.

Ab und zu kann es zur Patellaluxation kommen. Darunter verstehen Tiermediziner eine Instabilität der Kniescheibe, die bei kleinen Hunde häufig auftritt. Das sollten Sie im Auge behalten.

Die größte Problematik beim Chihuahua ist die Zucht immer kleinerer Hunde. Der Rassestandard sieht als optimales Gewicht zwischen 1,5 bis 3 Kilogramm vor.

Bei gleichem Gewicht gibt man jedoch immer dem kleineren Tier in Ausstellungen den Vorzug. Und hier liegt das Problem.

Der kleinste Hund der Welt?

Eine Hündin namens Miracle Milly ist laut Guinness Buch der Rekorde derzeit der kleinste Hund der Welt. Die Chihuahua Hündin ist nur 10 cm groß und wiegt gerade Mal ein halbes Kilo.

Ihre Besitzerin Vanessa Semmler lebt in Puerto Rico und machte Miracle Milly mit eigenen Social Media Seiten zum Weltstar.

Teacup Hunde und Qualzüchtungen

So kommen Menschen auf die Idee sich immer kleinere Hunde zu wünschen. Als Folge wurden sogenannten Teacup Hunde sehr beliebt.

Diese Hundebesitzerinnen denken jedoch nicht daran, welche Qualen das für so einen Minihund bedeutet. Meist zittern die Tiere unaufhörlich. Und die Augäpfel treten extrem hervor.

Außerdem ist der Apfelkopf deutlich ausgeprägt. Ganz zu schweigen davon, dass die Organe nicht so arbeiten, wie sie sollen.

Viele dieser Tiere haben eine offene Fontanelle. Das ist ein kreisrundes Loch im Schädelknochen. Diese Missbildung ist lebensgefährlich. Leider zählt sie zu den Merkmalen dieser Qualzucht.

Chihuahua: Weder Spielzeug noch Anfängerhund

Der Chihuahua ist und bleibt ein Hund. Dessen sind sich die Menschen nicht immer bewusst. Er hat Bedürfnisse wie jeder andere Hund. Er braucht Bewegung. Er macht gerne Sport und ist lernwillig.

Das macht die kleine Hunderasse zum idealen Begleiter für Menschen, die sich Zeit für sie nehmen. Trotz seiner geringen Körpergröße ist er im Freien beinahe unermüdlich. Er geht mit seinem Menschen spazieren und wandern.

Wichtig ist für ihn nur, dass er dabei sein darf. Das kleine Energiebündel benötigt Aufmerksamkeit. Erhält er diese nicht, wird jeder Chihuahua unausstehlich.

Kein Schoßhündchen für Anfängerin

Immer wieder preist man ihn als Familienhund an, oder als Anfängerhund. Er ist weder das eine noch das andere. Außerdem ist ein Chihuahua kein Kinderspielzeug.

Kleine Kinder können für diesen Hund lebensgefährlich sein. Denn sie haben noch nicht das Gefühl, mit dem Kleinen entsprechend umzugehen.

Dazu kommt, dass der Chihuahua rasch eifersüchtig werden kann. Das geschieht, sobald er nicht mehr im Mittelpunkt steht.

Eine Anfängerin kann bei der Erziehung dieses Hunds an ihre Grenzen gehen. Der Zwerg hat ein riesiges Ego. Und das zeigt er bei jeder Gelegenheit.

Ein Hund für Unternehmungslustige

Der Chihuahua ist ein Hund für Menschen, die gerne etwas mit ihrem Vierbeiner unternehmen. Er wünscht sich Action, Spiel und Spaß. Wenn er das hat, wird er Sie bedingungslos lieben.

In einem Rudel fühlt sich der Kleine ebenso wohl. Hier hat er Spielgefährten und kann Big Boss spielen.

Was brauchen die Winzlinge?

Kleine Hunde benötigen bei kalten Temperaturen zusätzlich ein Mäntelchen. Gerade der Chihuahua neigt rasch zu Erkältungen. Daher ist es besser, rechtzeitig vorzubeugen.

Vor allem die langhaarigen Typen müssen Sie regelmäßig bürsten. Das wunderschöne lange Fell verfilzt ansonsten.

Tasche, Buggy und Rucksack bieten Sicherheit

Der Chihuahua hat wie jeder andere Hund vier Beine. Das bedeutet, er kann gut selber laufen. Und das macht er auch leidenschaftlich gerne.

Deshalb ist eine Tasche überhaupt nicht notwendig. Allerdings haben Tasche, Rucksack und Buggy sehr wohl ihre Berechtigung. Und zwar immer dann, wenn Sie sich in großen Menschenansammlungen bewegen.

Denn dort sind Tasche oder Buggy ein sicherer Ort für den Zwerg. Unachtsame Schritte und Tritte können dem Chihuahua am Boden gefährlich werden.

Auf längeren Wanderungen ist ein Rucksack kein Nachteil. So kann sich der Zwerg zwischendurch erholen und rasten. Ist der Vierbeiner bereits älter und nicht mehr so gut zu Fuß? So kann er trotzdem viel mit seinem Menschen unterwegs sein.

Tierheim oder Welpen von Züchterin?

Wenn Sie einen Chihuahua suchen, schauen Sie doch mal ins Tierheim. Viele dieser Kleinen Hunde warten dort auf ihre zweite Chance. Soll es aber doch ein Welpe sein? Dann suchen Sie eine seriöse und kompetente Züchterin.

Sie wird Ihnen alle Fragen offen beantworten. Und Ihnen die Elterntiere vorstellen. Sie wird von Ihnen im Gegenzug so einiges wissen wollen. Denn sie möchte ihre Jungtiere an einem guten Platz wissen.

Kaufen Sie keinesfalls einen Chihuahua aus dem Ausland. Womöglich vielleicht sogar von der Straße. Meistens sind diese Tiere bereits schwer krank. Oder sie stammen aus Qualzuchten.

Ein Chihuahua kostet Geld. Die Preise für ein Zuchttier mit Papieren liegen zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Ein Hund um die 200 bis 300 Euro wird niemals aus einer seriösen Zucht stammen

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