Kino-Kritik: Arthur Weihnachtsmann

Weihnachten fängt dieses Jahr bereits im November an. Zumindest wenn man den Filmverleiher glauben mag. Denn, nein, nicht nur die Cornelia Funke Verfilmung Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel kommt überpünktlich in die Kinos (kommende Woche), auch im Bereich der Animationsfilme hat man wieder einmal den Weihnachtsmann für sich entdeckt und mit Arthur Weihnachtsmann bereits gestern die Christmas-Season eröffnet. Ich finde persönlich schon, dass es marketingtechnischer Selbstmord ist, denn innerhalb der Adventszeit würde es mehr Zuschauer generieren… aber okay, bin trotzdem drin gewesen.

Kino-Kritik: Arthur Weihnachtsmann Arthur ist einer der beiden Söhne vom Weihnachtsmann. Das Fest der Liebe ist mittlerweile eine Hightechherausforderung geworden und um alle Kinder rechtzeitig in einer Nacht auf der ganzen Welt zu beschenken, arbeiten Millionen Elfen mit fortschrittlichster Technologie die ganze Nacht durch. Dabei zieht Steve, Arthurs Bruder, die Strippen als Einsatzleiter und der eigentliche Weihnachtsmann, ihr Vater Malcolm, hat nur noch eine Marionettenfunktion. Arthur ist ein wenig schusselig, aber lebt den romantischen Traum vom Weihnachtsfest, den seine Familie scheinbar schon lange nicht mehr hegt. Als dann an diesem Fest ein Kind durch einen unglücklichen Umstand vergessen wird, ist es auch Arthur, der alle Hebel in Bewegung setzt, um das Kind glücklich zu machen und ihr das Geschenk zu bringen. Gemeinsam mit dem mittlerweile in Rente gegangenen Opa Weihnachtsmann und der Einpackelfe Bryony machen sie sich also auf die Weihnachtssocken und machen dabei die ganze Welt verrückt.

Arthur Weihnachtsmann ist einer der wenigen Animationsfilmvertreter abseits der großen Dominatoren Pixar und Dreamworks. Aardman Animations stehen zu unrecht im Schatten der beiden anderen Studios, denn sie erzählen ebenso liebevoll ihre amüsanten Geschichten. Zwar haben sie einen eigenwilligen Animationsstil (vor allem an Wallace und Gromit oder dem im nächsten Jahr kommenden Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen zu sehen) und sind lange nicht bei der Perfektion angelangt (Flutsch und weg), wie sie Pixar beispielsweise bei Wall-E bewiesen hat, aber es ist dennoch schade.

Regisseurin Sarah Smith beweist in ihrem Debütkinofilm, wie liebevoll sie die Charaktere einsetzen kann. Denn für sich genommen ist Arthur Weihnachtsmann nur „nett“. Und wessen kleine Schwester das ist, wissen wir alle. Doch es sind Arthur, Steve, Malcom, Bryony, Opa Weihnachtsmann und und und, die diesen Film so unglaublich lebendig machen. Der Film hängt natürlich der sehr romantisierten Form des Weihnachtsfestes hinterher, aber anders als beispielsweise in der Santa Claus-Trilogie mit Tim Allen wird es dem Zuschauer nie zu viel – und das obwohl hier ebenso die Geschichte der Familie Weihnachtsmann erzählt wird. Das Einzige, was man wirklich kritisieren kann und muss ist der Starttermin. 17.November, da ist kaum jemand bereits in Weinnachtsstimmung. Viele kaufen ihre Geschenke erst am 24.Dezember, da soll man sich im Kino in diese Stimmung hineinversetzen? Hmm.

Kino-Kritik: Arthur WeihnachtsmannArthur Weihnachtsmann ist ein liebevoller Weihnachtsfilm, der eine Chance verdient hat. Für mich persönlich hat er dieses Jahr seine Konkurrenten Cars II und Kung Fu Panda II von den beiden großen Animationsstudios eh um Längen übertrumpft. Er ist ein kleiner Lichtblick in einem Jahr, das im Animationsbereich nur mit Rango groß Furore machen konnte. Das steigert meine Vorfreude auf den kommenden Aardman Streifen umso mehr, vor allem weil der Trailer zu Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen so hübsch skurril ist.
Ich hoffe, irgendwann ist es mir möglich, den Film in der Originalsynchro zu sehen. Dann hört man Hugh Laurie und James McAvoy. Ich bin mir nicht ganz sicher, ich glaub deren Synchronsprecher waren es beim Film leider nicht in der deutschen Fassung. Daher sollte man schon einen Blick auf das Original riskieren.


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