Videospielkritik: Hydrophobia Prophecy

Videospielkritik: Hydrophobia ProphecyEin Schiff, groß, titanisch, Ehrfurcht gebietend. Eine offene See, kein Lüftchen regt sich, aber die Katastrophe beginnt. Nein, ich will euch hier nicht auf Titanic-Das Videospiel stoßen, sondern auf Hydrophobia Prophecy, einem kleinen, aber feinen Downloadtitel aus dem Hause Dark Energy Digital, der kürzlich quasi als remasterte bzw. Director’s Cut-Fassung neu in den Playstation Network Store floss.
Beheimatet seid ihr auf dem Schiff ‘Queen of the World’, einer schwimmende Stadt, die als Lösung gegen die Überbevölkerung der Welt ausgedacht ist, und ihr steuert die Systemingenieurin Kate Wilson, während Terroristen das sagenhafte (Alb)Traumschiff unter Beschuss nehmen. Doch wie jeder angehende Videospielheld lässt es Kate nicht auf sich sitzen und tritt den bösen Buben mit Schallkanone und der Macht des Wassers gehörig in den Allerwertesten.

Videospielkritik: Hydrophobia ProphecyDie namensgebende Hydrophobie solltet ihr bei diesem Spiel übrigens nicht haben, denn wenn es etwas in diesem Spiel gibt dann das: WASSER! Wasser aus jeder Pore des langsam zu Grunde gehenden Supertankers, von oben, unten, Norden, Osten. Manchmal müsst ihr sogar dem kühlen Nass mit einem Schuss aus der Schallkanone oder anderen Hilfsmitteln Tür und Tor öffnen. Wirklich nichts für Landratten. Der Clou des Spieles ist es, das extra für diese Wasserspielchen eine neue Engine entwickelt wurde, damit das Wasser so physikalische korrekt wie möglich durch die Gänge des Schiffsbauches schwappt. Und ganz im Ernst: viele Vollpreistitel haben nicht solch einen genialen Wassereffekt!

Videospielkritik: Hydrophobia ProphecyAuch sonst braucht sich Hydrophobia Prophecy nicht vor anderen Actiontiteln verstecken. Zwar ist die Steuerung ein klein wenig hackelig und es spielt sich nicht alles so flüssig wie beispielsweise in einem Uncharted, aber es bringt einen kurzweiligen Spaßfaktor, den man als Playstationspieler gerne mal erlebt haben sollte.
Generell schaut sich die Wassernixe ein wenig vom Abenteuer Nathan Drake ab. Eine zünftige Schießerei aus der Third-Person-Perspektive, Klettern, rasende Inszenierung und (hier) nette Grafik. Leider wird das volle Potenzial des Titels nur angedeutet. Die Level sind (wie auch bei Uncharted) Schläuche und optisch einfallslos, die Physikspielereien im Grunde nur Mittel zum Zweck – achja, und es gibt auch hier „unsinnige Schätze“. Wer sucht das denn schon, wenn er nicht Trophiesüchtig ist?
Nett war aber das kleine Minispielchen, wenn man ein System hacken musste. Dann musste man zwei Wellenkurven mit den beiden Analogsticks aneinander angleichen, damit der Computer macht, was man von einem will. Okay, jetzt genausowenig fordern, wie der Rest des Spiels, aber wenigstens eine Dreingabe.
Ansonsten habt ihr vier bis fünf Stunden tolle Unterhaltung mit Hydrophobia Prophecy. Damit also genauso viel wie z.B. bei Star Wars – The Force Unleashed II – und hier bezahlt ihr absurde Preise! Technisch ist es meiner Ansicht nach auch den Jedis ein klein wenig überlegen.Kleiner Downloadtitel, ganz groß. So sollte es aber auch sein!

Videospielkritik: Hydrophobia Prophecy


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