Kind 44

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Die ersten 25 Seiten sind wirklich sehr interessant, spannend und machen mich auf die nächsten Seiten neugierig. Es ist Sowjetunion, Ukrainde im Dort Tscherwoj – 25. Januar 1933 und die Leute essen schon aufgekochte Stiefeln und Baumrinde, weil sie sonst nichts anderes da haben. Maria Astonowna, beschließt zu sterben, deshalb entlässt sie ihre versteckte Katz, die von Pavel gesehen wird und der mit seinem Bruder Andrej ihr nachjagen und sie töten will. Zum Glück haben sie sie, aber da kommt auf einmal ein Mann aus dem Wald und erschlägt und nimmt Pavel mit – natürlich ein Kannibale. Ich wundere mich eh, warum das Dorf noch existiert, da man ja auch noch zwangsweise Menschen essen kann – hmm lecker , Hühnchen ;) Dann kommt “Zwanzig Jahre danach” und ich frag mich, ob die Erzählung weiter so interessant geschrieben wird? Na ja, diese abenteuerliche und gefährliche Stimmung ist weg, leider wird nun die Geschichte erzählt.  Ich hätte mir mehr von dem Dorf gewünscht, wo jeder an anderen hungrig anguckt und man nicht weiß, ob man nicht der nächste ist. :) Ich denke, der Autor will erst mal den Leser total verwirren, mit seinen immer neuen Dörfern und Leuten, die dann bestimmt nur ein zehntel ausmachen werden. Ich steh nichts auf “erst mal die Leute angeben”-Liste, so ohne Mind-Map ist man schon verloren! Seite 58 und langsam fängt es an Verbindungen zwischen den Menschen aufzuzeigen. Die MGB suchen wohl einen Spion, Anatoli Brodsky, der letztens noch bei seinem Freund war, wo er kurz untertauchen wollte. Es werden immer wieder russische Wörter benutzt, die zum Glück gleich übersetzt werden, ich finde so etwas unnötig, aber so kann man auch ein bisschen tiefer in das Geschehnis eintauchen. Ansonsten habe ich dieses Genre wohl etwas vermisst, weil ich es gerne lese und der Schreibstil ist wirklich gut. Bis jetzt fand ich keine Fehler, die mich wirklich genervt hätten. Ich frage mich eigentlich bei jedem Thriller/Krimi-Buch: Wieso muss das alles so berechenbar nach Schema-F laufen?
Auch in diesem Buch, wusste ich schon vorher, dass Leo eine Person untersuchen soll, nur für ihn, da er so guter Ermittler ist, und wer ist es – seine Frau!
Wieso können die Autoren nicht über den ganzen Standard springen und eine eigene Idee hervorbringen? Wieso muss es immer so laufen? Jedes solcher Bücher ist in meinen Augen schon fast gleich, nur die Namen, Orte usw. ändern sich, alles andere ist, als ob es eine Standardform für Erzählungen gäbe, an der sich jeder bedient, weil er zu leer ist was neues zu erfinden.
Aus der Form springen und was originelles hervorbringen??? Das ist ja schon wie bei den Spielen, dort werden auch nur Texturen getauscht, sonst bleibt alles bei alten.
Wozu dann noch spannendes Buch lesen, das man eh schon kennt?
Sonst lese ich das Buch sehr gerne, so weit, dass ich vergesse aufzuhören, wo ich doch auf der nächsten Seite Pause machen wollte, :)
—->

So etwas passiert mich auch selten, aber ich hoffe, der Autor bleibt nicht berechenbar, denn sonst wird das ja wirklich langweilig. Ich finde solche Berechenbarkeit zerstört auch die Lust an dem Genre, weil man ja schon alles erwartet und sich so selber spoilert.

Die Soldaten von MGB trugen diese Waffen. 

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 Lieblingszitate 

» … denn schließlich war Paranoia ein entscheidender Vorteil, eine Tugend, die man sich antrainieren und kultivieren musste. «
- dass man Paranoia auch positiv auslegen kann ist mir neu :)

» Seine Autorität bedeutete ihr nicht mehr als irgendwelchen Meeresgetier auf dem Grund des Ozeans. «
- schöner Vergleich :)

» Ihre Mutter, eine zähe, hart wirkende Frau, die aussah, als könnte sie Kugeln schlucken und wieder ausspucken … «
- echtes Kopfkino :)

» Nur Kinderglauben noch an Freundschaft. Und von denen auch nur die dummen. «

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Lieblingswörter

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Sprichwörter

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Gesamteindruck

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Meine persönliche Bewertung

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Zusammenfassung

Cover

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Inhaltliche Qualität

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Charaktere

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Sprachliche Qualität

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Kind 44

Bibliographie

Autor: F. M. DOSTOJEWSKI 

Originaltitel: Igrok …

Übersetzer: E. K. Rahsin alias Less Kaerrick

Jahr: 1-9-9-9  (17. Auflage )

Seiten: 746

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