Katalanischer Separatismus: Flaggenkrieg in Barcelona?

Helle Aufregung unter den Nachbarn der Calle Guipúzcoa. Da hat ein neuer, künftiger Nachbar in “La Verneda” eine riesige, vollkommen überdimensionierte spanische Flagge an einen geradezu lächerlich-mickrigen Mast vor sein Haus gehängt. Was hat der vor? Warum provoziert der so, noch bevor er eingezogen ist? Aufgeregte Nachbarinnen kommunizieren wie gackernde Hühner…

Die oberste Polizeibehörde von Katalonien hält sich bedeckt. Sie räumt zwar ein, dass die Flagge durch ihre Größe auffalle, will dies aber (wie genial!) mit einem längeren, höheren Mast korrigieren, damit das rote Tuch für viele Katalanen ihnen nicht direkt vor den Köpfen herumflattert! Immerhin befände sich der Fahnenmast auf dem Gelände des neuen Nachbarn und da könne der so etwas halt machen. Größe ist ausserdem relativ. Für türkische Nationalisten wäre dieser provokante Lappen nichts weiter als ein besseres Taschentuch! Was hier bei den Anwohnern beinahe Übelkeit und Brechreiz auslöst, ist schließlich nichts weiter als eine spanische Flagge auf spanischem Staatsgebiet…

Des Rätsels Lösung:
Es handelt sich um den riesigen Neubau der nationalen, spanischen Polizei, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, vor ihren öffentlichen Gebäuden eine spanische –und ausschließlich eine spanische – Flagge zu hissen.

Das Estatut über die Autonomie in Katalonien fordert hingegen, dass vor jedem öffentlichen Gebäude und bei jedem öffentlichen Akt die katalanische Flagge präsent sein müsse! Das ist also ein weiterer, institutioneller Widerspruch in sich…

Der neue Nachbar sollte eigentlich schon vor über einem Jahr in seinen riesigen Neubaukomplex eingezogen sein, indess die Hütte wurde einfach nicht fertig! Das kennen wir ja in Deutschland auch von dem einen oder anderen Großprojekt. Vielleicht ist es aber auch nur geschickt eingefädelte Sabotage, die zur Verzögerung führte?

Der neue Komplex der Policía Nacional soll das derzeit größte Polizeigebäude im ganzen Land (Spanien) werden und einmal tausend Arbeitsplätze bieten. Trotz weitgehender Kompetenzverlagerung sind immer noch dreitausend „Nacionales“ in Katalonien tätig. Ihnen zur Seite stehen 17.000 Mossos d’Esquadra, die berüchtigten Prügelburschen der Generalitat de Catalunya. Wenn Katalonien demnächst tatsächlich selbständig werden sollte, dann können die “Nacionales” immer noch ein Schleifchen um den Neubau binden und ihn den Mossos schenken?



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