Karrierewechsel mit 50plus? Mit 7 Tipps zum beruflichen Neustart

Stellensuche ist in der Regel kein Zuckerschlecken. Gerade Bewerbende über 50 Jahren erhalten öfter eine Absage als jüngere, obwohl sie eigentlich bestens für die Stelle(n) qualifiziert wären. Das ist frustrierend und raubt Energie. Tatsache ist jedoch, dass viele Arbeitgeber Ü50-Kandidaten für zu teuer und unflexibel halten. Bevor wir uns den sieben wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen Karrierewechsel widmen, einen kleinen aber um-so wichtigeren Einschub, wie man trotz dieser vorherrschenden Klischees nicht die Motivation verliert!

Ältere Jobsuchende haben gegenüber jüngeren einen riesigen Vorteil: Erfahrung! Diese Erfahrung beschränkt sich nicht auf fachspezifische Kenntnisse, sondern umfasst ihre gesamte Lebenserfahrung. Und seien wir ehrlich, davon haben Sie eine ganze Menge mehr als jüngere Bewerber.

Karrierewechsel mit 50plus? Mit 7 Tipps zum beruflichen NeustartQuelle: Pixabay

Wer dann noch offen für Neues ist, dem liegt die Welt zu Füssen. Vielleicht streben Sie sogar genau deswegen einen Karrierewechsel an? Die Bereitschaft, neue Anwendungen und Kenntnisse zu lernen, punktet bei Arbeitgebern. Gerade weil sich das Klischee so hartnäckig hält, über 50 sei man weniger flexibel, sollte in Ihrer Bewerbung betont sein, dass Sie jederzeit bereit sind sich weiterzubilden.

Ausserdem, wer immer nur nach denselben Jobs Ausschau hält, obwohl auch andere Möglichkeiten offen stehen würden, schränkt sich selbst radikal ein. Schauen Sie sich auch andere Stelleninserate an als bisher – aus vielleicht noch ungewohnten Tätigkeitsbereichen – und Sie werden völlig neue Möglichkeiten entdecken.

7 Tipps für den Karrierewechsel mit 50+

  1. Warten Sie nicht länger
    Ein einmal eingeschlagener Weg muss nicht endgültig sein. Je länger man versucht, seine innere Stimme zu verdrängen, desto stärker wird der eigene Körper belastet. Eine Studie des AARP Public Policy Institute belegt zudem, dass eine frühzeitige Stellensuche wesentlich mehr Erfolg einbringt, als eine scheinbar perfekt abgestimmte aber dafür lange heraus gezögerte.
  2. Klarheit schaffen
    Bevor Sie die Stellensuche in Angriff nehmen, sollten Sie für sich beantworten, wo Ihre Schmerzgrenzen liegen. Wie viele Stunden pro Woche sind zu viele? Sind Sie bereit regelmässig auf Geschäftsreisen zu gehen? Welche Pendlerzeit ist noch in Ordnung? Schliessen Sie ein temporäres Arbeitsverhältnis definitiv aus und wünschen sich vielmehr eine Festanstellung?
    Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie wollen, sparen Sie sich und möglichen Arbeitgebern viel Zeit und Energie beim Bewerbungsprozess. Sprechen Sie diese Punkte aber nicht zu früh aus, denn das erste Gespräch sollte sich primär um die ausgeschriebene Stelle und Ihre Fähigkeiten drehen.
  3. Erkennen Sie Ihre Stärken
    Wenn Sie in Ihrem Lebenslauf auf verschiedene Tätigkeiten zurückblicken können, vielleicht auch einmal arbeitslos waren, vergessen Sie nicht, dass Sie während die-ser Zeit wertvolle Erfahrungen gemacht und neue Fähigkeiten entwickelt haben. Erstellen Sie sich doch eine Liste mit den erlangten Fertigkeiten und bestimmen Sie, in welchen Bereichen Sie sich besonders positiv von Ihren Mitbewerbern abheben.
  4. Erstellen Sie einen überzeugenden Lebenslauf
    Ein Lebenslauf darf nicht zu einer Auflistung aller beruflichen Stationen und Ausbildungen abgewertet werden. Unternehmen interessieren sich meistens für das, was Sie zuletzt gemacht haben und nur selten für Jahre zurück liegende Lebensabschnitte, es sei denn, diese sind besonders wichtig für die gewünschte Stelle.
    In dem Ratgeber von 100000jobs.ch finden Sie wertvolle Tipps, wie ein moderner Lebenslauf aufgebaut sein sollte.
  5. Netzwerk nutzen
    Nach 20 oder 30 Jahren im Berufsleben ist es fast sicher, dass Ihr persönliches Netzwerk an Kontakten weit umfangreicher ist, als das vieler anderer Berufstätiger. Meiner Erfahrung nach führt ein gutes Netzwerk wesentlich schneller zum Er-folg als das blosse Bewerben auf Stelleninserate. Ein Gespräch unter Bekannten kann zu neuen, wertvollen Kontakten oder direkt zu einer Anstellung führen, aber Sie müssen die Initiative ergreifen und den Prozess starten.
  6. Bewerbungsgespräch … und nun?
    Abhängig davon, für welche Stelle Sie eingeladen wurden, kann sich der Ablauf eines Interviews durchaus unterscheiden. Oft erwähnen die zuständigen Personen aber, wie das Bewerbungsgespräch aussehen wird und wer dieses führen wird. Wenn Ihnen die Namen bekannt sind, bietet es sich an kurz nachzuforschen, ob sich Gemeinsamkeiten finden lassen. LinkedIn ist ein guter Ort um zu starten. Viel-leicht haben Sie gleiche Interessen, können auf ähnliche Abschlüsse zurückblicken etc., auf jeden Fall ein gutes Gesprächsthema.
    Und natürlich sollten Sie wissen, was in dem Stelleninserat ausgeschrieben ist, wie das Unternehmen grundsätzlich funktioniert oder welche Konkurrenz vorhanden ist.
  7. Durchhalten
    In der Regel dauert es für jemanden über 50 tatsächlich länger eine passende Stelle zu erhalten als für jüngere Stellensuchende, allerdings haben Sie einige Vorteile auf Ihrer Seite. Es muss auch nicht immer ein langer Prozess sein, Sie sollten aber mental darauf vorbereiten sein.

Quellen: careersidekick.com, karrierebibel.de


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