Je oller destso doller oder wie sollten sich "ältere" Arbeitssuchende bewerben?

Es gibt nichts schönzureden: Wer mit über 50 Jahren eine neue Arbeit sucht, hat es schwerer als Jüngere. Doch aussichtslos ist die Suche keineswegs. Denn Fachkräftemangel und demografischer Wandel zwingen die Unternehmen dazu, langsam umzudenken. Hier gibt es aktuelle Tipps für eine optimale Bewerbung! Aber Vorsicht: Nicht jeder heißt Mehdorn!

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Neuer Job mit über 50 Jahren? So bewerben Sie sich - hoffentlich - optimal! Bild pixabay


Für Arbeitssuchende über 50 waren die Chancen auf einen neuen Job lange Zeit nur mäßig. So lag die Quote der Arbeitsuchenden über 50 im Mai 2010 bei 28,7 Prozent. Und etwa die Hälfte der Betroffenen brauchte länger als ein Jahr, um wieder eine Anstellung zu finden. Viele Vorurteile erschwerten ihnen die Suche. Zu alt, zu teuer, nicht ausreichend weitergebildet. Das galt vor allem für Frauen. War lange Zeit keine Besserung in Sicht, erwarten Arbeitsmarkt-Experten inzwischen einen Wandel. Denn aufgrund der demografischen Entwicklung und des schon heute bestehenden Fachkräftemangels sind ältere Arbeitnehmer ein wertvolles Gut für viele Firmen. Diese Erkenntnis setzt sich derzeit vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen durch.
Für sich Werbung machen
Auch, wenn sich die Situation langsam verbessert, müssen über 50-Jährige mit Ausdauer und Geduld an die Jobsuche gehen. Und sie sollten mit einer besonders „erlesenen“ Bewerbung vor allem eines, nämlich gezielt Werbung für sich machen. Schließlich gilt es, die noch vorhandenen Vorurteile gegen ältere Arbeitnehmer zu entkräften.

Verinnerlichen Sie folgende drei Mottos für Ihre Bewerbung:
Sie sind sportlich statt gebrechlich! Im Lebenslauf unter dem Stichwort „Hobbys“ die eigenen sportlichen Aktivitäten betonen.

Sie sind versiert statt verkalkt! Beim Thema „technische Kenntnisse“ ist es angebracht, fundiertes Wissen am Computer hervorzuheben.


Sie sind wertvoll statt teuer! Beim Thema „Gehalt“ sollte man erklären, dass man sich gern ins Gehaltsgefüge des Unternehmens integrieren lasse.
  
Neun Tipps für eine optimale Bewerbung
1. Mit besonderer Qualität überzeugen: Heben Sie sich von der Vielzahl der Bewerbungen durch besondere Sorgfalt und Qualität ab. Prüfen Sie die Unterlagen unbedingt gründlich auf Form und Stil. Unbedingt Rechtschreibfehler vermeiden.
2. Unterstreichen Sie Ihre Fitness: Das Bewerbungsfoto sollte professionell gemacht sein. Gesund, frisch, offen – diese Eigenschaften sollten auf dem Foto zu erkennen sein. Berichten Sie in Ihrer Biografie (bzw. Lebenslauf) unbedingt über Ihre sportlichen Aktivitäten.
3. Zeigen Sie sich informiert: Recherchieren Sie unbedingt vor der Bewerbung im Internet oder in Firmenbroschüren, wie sich das Unternehmen darstellt. Fragen Sie sich, ob Sie sich in diesen Werten auch wiederfinden. Bewerben Sie sich nach Möglichkeit bei Firmen, bei denen Erfahrung und Kompetenz mehr zählt als Jugendlichkeit
4. Nicht zum Bittsteller machen: Denn dazu besteht kein Grund. Schließlich sind Sie berufserfahren und haben bereits über viele Jahre Leistung gezeigt. Schreiben Sie nichts von einer eventuellen langen Suche nach einem neuen Job. Wer um einen Arbeitsplatz bettelt, wirkt wenig attraktiv.
5. Kleine und mittelständische Betriebe bevorzugen: Denn dort haben nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit ältere Arbeitsnehmer weitaus bessere Chancen als in Konzernen. Auch kleinere Firmen mit weniger bekannten Namen bieten gute Arbeitsmöglichkeiten.
6. Stellen Sie Ihre Pluspunkte sachlich dar: Ihre Berufserfahrung, Ihre Routine und Gelassenheit, wenn Probleme auftauchen, Ihre langjährigen Kenntnisse in Ihrem Fachbereich – mit all diesen Tatsachen sollten Sie punkten. Verkaufen Sie sich auf keinen Fall „unter Wert“. Das macht Personalchefs nur misstrauisch. Sie glauben dann, dass man den Job nur als vorübergehende Beschäftigung sucht, um dann in Ruhe den richtigen Arbeitsplatz zu finden.
7. Nicht entmutigen lassen: Und zwar auch dann, wenn zunächst Absagen kommen. Machen Sie sich unbedingt klar, dass nicht jede Absage etwas mit Ihrem Alter zu tun hat. Auch jüngere Bewerber werden abgelehnt.
8. Auf Ausdauer setzen: Geben Sie bloß nicht auf. Dieses Jahr verspricht nach ersten Prognosen ein gutes Jahr für die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu werden. Vor allem für Fachkräfte sieht es günstig aus. Am Jahresanfang waren über 1 Million Jobs nicht neu besetzt.
9. Unterstützung der Arbeitsagenturen nutzen: Bereits seit 2005 gibt es das Bundesprogramm „Perspektive 50plus“, das gezielt für ältere Arbeitssuchende existiert. Informationen zur Arbeitssuche, über Stellenangebote sowie Bewerbungstraining finden Sie auch unter der Agentur für Arbeit.
Quelle citynews köln
So weit, so gut. Wenn das dann mal alles so klappt. Leider klafft zwischen Theorie und Praxis immer noch ein erheblicher Unterschied. Der aktuelle Arbeitsmarkt gibt einfach nicht mehr her. Oder was meinen Sie? Und die Ämter?
Bewerbung

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