Ist Piratsein eine Geisteskrankheit?

P1000168 Große E-Mail-Ansicht

Für Thomas Bruderer, Chef der Schweizer Piraten, ist Religion eine Geisteskrankheit. Hoffentlich fängt er sich damit nicht eine Fatwa eines geisteskranken Mullahs ein. Das könnte ins Auge gehen und im Extremfall bekäme Bruderer dann die Gelegenheit, persönlich den Inhalt seiner Aussage im Jenseits zu überprüfen. Aber auch der Vati im Vatikan könnte ihn exorzieren – ratzfatz – oder exhumusieren oder sonst was mit ex.

Überhaupt scheint mir sein forscher Spruch kein gesunder Geistesblitz zu sein. So lange man nicht sicher ist, welcher Gott uns auf der anderen Seite erwartet, sollte man die Götter nicht verspotten. Ist es kein Gott, sondern das pure Nichts, dann ist Bruderer elegant aus dem Schneider. Ist es ein gütiger und verzeihender Gott, dann hat er Schwein gehabt. Alle anderen in Frage kommenden Götter könnten aber weniger nachsichtig sein. Harfe spielen bis ans Ende der Zeit oder unendlich und ein Vaterunser beten, sind dort drüben vielleicht gängige Strafen.

Aber Bruderer könnte, wenn er Pech hat, gar keinem Gott begegnen, sondern direkt zur Hölle fahren. Vielleicht ist es dort nicht nur wärmer, sondern auch lustiger als im Paradies, doch nichts Genaues weiss man nicht. Doch wenn es einen Himmel gibt – da bin ich mir ganz sicher – gibt es auch eine Hölle. Denn ohne Gegensätze könnte das Universum nicht existieren. Ohne Warm kein Kalt, ohne Hell kein Dunkel und ohne Plus kein Minus. Aber auch: ohne Nichts kein Etwas. Etwas zum Beispiel, das weder Gott noch Teufel ist, und natürlich auch nicht Nichts, sonst wäre es nicht Etwas. Wir werden es alle herausfinden, auch der Thomas.

Die Frage sei in diesem Zusammenhang erlaubt, ob man nicht ein wenig geisteskrank ist, wenn man sich einbildet, ein Pirat zu sein, noch dazu in einem Binnenland wie die Schweiz. Vielleicht wird man auch in der einen oder anderen Form geisteskrank, wenn man in virtuellen Welten lebt und dauernd in der IT herumfurzt? Als Autor fantastischer Bücher möchte ich das nicht ausschliessen. Gut möglich, dass ich eines Tages im Sanatorium landen werde, wie Armin selig.

Ich wünsche euch eine schöne heilige Zeit, ohne kranken Geist aber mit vielen Erdnüssen und so, euer Traumperlentaucher



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