Ironman Frankfurt: der 180km Radabschnitt – Teil II

Der Ironman Frankfurt punktete auf der Radstrecke insbesondere mit seinem welligen Profil, das sich durch idyllische Orte schlängelte. Diese zeigten sich zu weilen mit ihren Hot Spots als wirklich unterhaltsame Streckenabschnitte. Aber auch die wieder sehr fürsorglichen Helfer an den zahlreichen Verpflegungsstationen sorgten für einen kurzweiligen zweiten Teil dieser Ironman European Championship. Für mich war es im Kopf ein hartes Stück Arbeit, weil ich irgendwie keine Ruhe finden konnte, unkonzentriert und zappelig auf meinem Fuji hin und her rutschte und mir einfach die Kraft an diesem heißen Sommertag fehlte.

Nachdem ich mich beim Schwimmen selbst positiv überraschen konnte, obwohl ich mir gewünscht hätte, über's Wasser laufen zu können und es mit einer für meine Verhältnisse super Schwimmzeit ja auch fast tat, sollte der anspruchsvollste Abschnitt dieses Ironmans mit der Radstrecke folgen. Zum Glück wusste ich davon noch nichts, als ich aus dem Wechselzelt zu meinem Fuji lief. Direkt in die zweite Reihe gestürmt, bis zum dritten Baum gelaufen, dann den kurzen Abschnitt, an dem keine Radständer standen hinter mir gelassen und etwas irritiert am ersten Baum danach geschaut, wo denn nun endlich mein Fuji hängt. Im Kopf gab es einen kleinen Zahlendreher meiner Startnummer. Zum Glück hatte ich diese auf dem Arm... Der Blick dahin wäre aber eigentlich auch nicht nötig gewesen, denn mein schwarzer Flitzer wartete ganz allein in meiner Reihe. Alle schon weg. Wie immer frustrierte das ein wenig.

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Im Kopf gab es einen kleinen Zahlendreher meiner Startnummer. Zum Glück hatte ich diese auf dem Arm... Der Blick dahin wäre aber eigentlich auch nicht nötig gewesen, denn mein schwarzer Flitzer wartete ganz allein in meiner Reihe. Alle schon weg. Wie immer frustrierte das ein wenig.

Aber ich wusste, dass ich beim Schwimmen eine tolle Leistung ins Wasser gebracht hatte und allein für diesen Abschnitt des Ironman Frankfurt stolz auf mich sein konnte.

Also griff ich beherzt nach dem Fuji und eierte schnellstmöglich mit meinen Radschuhen durch den Rest der Wechselzone.

Das Aufsteigen gestaltete sich wieder mehr als lästig. Eine leichte Kurve hinter dem Ausgang des Wechselbereichs sorgte für einen Stau. Manche Athleten blieben mitten im Weg stehen. Einige davon quer. Die nächsten schoben ihr Rad von links nach rechts und von hinten schrien andere, dass sie links vorbei wollten. Warum auch keiner darauf kommt einfach mal zehn Meter weiter um die Ecke an den rechten Rand zu flitzen und da in Ruhe aufzusteigen?! Also musste ich dran glauben. Erst einmal weitergehen, sich aus der Schusslinie bringen, dann aufsteigen und endlich den zweiten Teil des Ironman Frankfurt in Angriff nehmen.

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Im Schatten des Waldes ging es etwas am Langener Waldsee, eine Landstraße und dann die Autobahn entlang (?). Meine Erinnerung daran ist etwas verschwommen, weil der Asphalt so prächtig rollte und ich mich gut bis rein nach Frankfurt einfahren und ordentlich Tempo aufbauen konnte. Zwar fühlten sich da meine Beine schon irgendwie nicht mehr so taufrisch an, aber das konnte ja vielleicht auch die allgemeine Müdigkeit sein, die sich irgendwie breit machte. Die ersten 15 Kilometer bis zu dem Punkt, wo die eigentliche Runde von etwa 80km begann, die zwei Mal zu absolvieren war, lief es gut. Danach wurde es zäh und das war nicht nur Einbildung. Vielleicht hat der Kampf beim Schwimmen zu viele Körner gekostet. Vielleicht war aber auch einfach zu wenig Kraft an diesem Tag vorhanden. In jedem Fall musste ich mir Kilometer um Kilometer erarbeiten, erst recht wenn nur ansatzweise eine Anhöhe oder sogar Steigung im Weg lag. Noch dazu habe ich ausgerechnet an diesem Tag keine einzig richtig gute Position auf dem Fuji gefunden. Ich war zappelig und unkonzentriert. In dem Moment wusste ich nicht so recht, woran es lag. Ich denke aber, es war einfach, weil ich keine richtige Spannung aufbauen konnte. Irgendwie fehlte mir die Kraft in den Beinen und dadurch sprichwörtlich die Geduld.

Die kleinen und großen Stimmungsnester hielten mich aber dennoch bei Laune und sorgten für die gewünschte Ablenkung. Es gäbe ja nichts Schlimmeres als Langeweile auf einer knapp sechs Stunden langen Radausfahrt. Kurz hinter Frankfurt kreuzten wir eine Bahnstrecke. Ab da begann so richtig der wellige Teil der Strecke. Vor dem ersten nennenswerten Anstieg - The Beast - gab es schon den ersten Verpflegungspunkt. Die Zuschauer, die kurz danach auftauchten, waren auch in der zweiten Runde noch da, was ich wirklich außerordentlich spitze fand! Es waren hier und da ein paar weniger von ihnen vor Ort, als ich zum letzten Mal an all den Highlights vorbei kam. Aber es war dennoch für ausreichend Motivation gesorgt! Die Athleten häuften sich natürlich auch immer dann, wenn es wieder anstrengender wurde. Da gab es wenig Möglichkeit, nicht im Windschatten von irgendjemandem zu landen. Wen kann man es auch verübeln. Wo sollte man hin? Wir durften die Mittellinie nicht überqueren. Was aber einige Touristen nicht so ganz verinnerlicht hatten. Ich sah oft Athleten, die auf der linken Spur fuhren. Selbst wenn rechts ausreichend Platz war.

Wenige Kilometer nach dem Biest, das man jetzt nicht unbedingt so nennen und es fürchten muss, verlief die Strecke durch das historische Zentrum von Maintal-Hochstadt - The Hell -. Das war nicht Ohne. Mit ordentlich Schwung kam ich dort an und stuckerte über das Kopfsteinpflaster, über das ich nicht so gerne bei nassen Bedingungen gewollt hätte. Aber das war im Prinzip nichts gegen das Pariser Pflaster am Wannsee, das man beim BerlinMan gleich vier Mal zu überwinden hat. Der Michael vom Twitterlauftreff jubelte kurz als Zuschauer rüber. Leider konnte ich da unmöglich meine Hand zum Winken vom Lenker lösen, während ich den Anstieg und die plötzlich neben mir auftauchenden Teufel versuchte wabernd hinter mir zu lassen.

Von den schönen Fachwerkhäusern und dem Tor, das wir am Gipfel der Anhöhe durchfuhren, bekam ich erst auf Runde zwei wirklich etwas mit. Klasse fand ich, dass diese kurze Passage komplett mit Absperrgittern gesichert war. In Runde 1 war es super leer, als ich aufschlug. Aber auf der zweiten war der Abschnitt mit Athleten übersät. Da hätten Zuschauer, die sich verirrt haben, noch gefehlt. Von den Teufeln gab es zum Glück keine Spur. Hinter dem Tor ging es direkt holpernd abwärts. Die großen Pflastersteine wurden zu kleinen bevor wir mit einer scharfen Linkskurve wieder auf glattem Asphalt landeten. Wer dort Werkzeug verlor (was man nicht alles sieht!) oder einen Defekt zu verzeichnen hatte, konnte direkt in die Bremsen gehen. Eine Bike Station war dort ziemlich gut positioniert worden. Ich hatte aber auch unterwegs zum ersten Mal bei einem Triathlon gleich mehrmals Techniker mit Kleinbussen gesehen.

So oft wie ich diese sah, tauchten hier und da die Penalty Boxen auf, die jede für sich reichlich gefüllt war. Manche sogar so voll, dass die Athleten ihre Räder der Reihe nach ins Gras legen mussten. Ich hatte aber auf der Strecke nur sehr nachsichtige Kampfrichter gesehen. Die für meine Eindrücke zwar für Ordnung sorgten, aber nicht wie wild mit Karten und Strafen umher wedelten. Sie wiesen die Athleten eigentlich zunächst einmal kurz zurecht. Ich war zwar nie wirklich allein auf der Strecke. Aber es war auch nicht so voll, dass man nicht genug Platz hatte, um nicht in Gruppen zu enden. Bis auf die oben bereits erwähnten Anstiege.

Eine Wasserstation nur wenige Kilometer später stellte sicher, dass wir den Hühnerberg hinauf nicht verdursteten.

Ironman Frankfurt: der 180km Radabschnitt – Teil II

Die Wärme war herrlich. Aber ich wünschte, mir hätte die Luft nicht so zugesetzt. Was sich am See am Morgen noch so wunderbar frisch und klar anfühlte, wandelte sich in seltsame Schwüle. Ich dachte, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis die vorhergesagten Wolken aufziehen. Aber ich sollte enttäuscht werden. Die Sonne brannte den ganzen Tag. Zum Glück beherzigte ich den Tipp des MyGoal Training Teams und versuchte von Anfang an meinen Körper herunter zu kühlen. Auf dem Rad hieß das, dass ich KEINE Wasserstation ausließ. Der Rest des Tages sollte später beim Laufen auch nicht anders verlaufen. Ich füllte mit der ersten Wasserflasche meine fordere auf, goss den Rest über Kopf und Beine und griff abschließend noch eine Flasche, die ich mitnahm und die mich zwischen den Verpflegungspunkten von innen und außen kühlen sollte. Zum Glück waren diese lang genug gezogen, dass ich das alles gut auf die Reihe bekam. Ich erlebte auch an keiner Station irgendwelche Hektik.

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Athleten und Helfer arrangierten sich großartig. Die Helfer waren auch sofort zur Stelle, wenn Athleten mal ein Dixie besuchen mussten. Die Türen wurden auf- und die Räder festgehalten. Sehr sehr gut!

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Kurz hinter Kilometer 40 wartete schon das nächste Highlight. Der S-Kurve Hotspot - Gehspitze -, wo es wirklich Spaß machte, dahinzusausen. Es folgten einige unaufgeregte Kilometer, auf denen es immer stetig etwas hinauf ging. Zappelig zottelte ich dahin. Plötzlich ein Helikopter. Ich freute mich. Da kam mal wieder richtig das Gefühl auf, dass gerade etwas Wichtiges passierte. Ich dachte an die Alterklassenathleten.

Wir sind hier für einen Ironman. Wie absolvieren den Ironman Frankfurt!

Da war der Moment, in dem ich fest dran glaubte, dass auch ich das wirklich mit dem Rad schaffe. Es lief zwar alles andere als gut und spaßig, aber das würde schon irgendwie werden.

Der Heli kam näher und näher und tiefer und tiefer. Ich dachte weniger an die Profis. Es rauschte hinter mir. Motorräder. Kameramänner. Ein Pulk von Fahrzeugen. Der Krach war dann schon irgendwie anstrengend. Ich war gerade so richtig in Schwung und hatte ein flottes Tempo auf den Asphalt gebracht, als Andi Böcherer an mir vorbei flog. Mein einziger Gedanke:

Ich glaube ich stehe!

Wieder einige Fahrzeuge. Wenige Augenblicke später folgte Sebastian Kienle. Ob es das dann wohl war? Wo waren all die anderen? Hatten die mich alle unbemerkt überholt? Oder waren sie noch hinter mir? Immer wieder sah und hörte ich den Heli vor mir. Ich versuchte meine Motivation damit etwas aufzutanken. Es sollte ja noch einmal richtig anstrengend werden. So recht konnte ich es nicht glauben, dass sie nun gleich in die Laufschuhe durften, während ich noch einmal das Vergnügen mit der Strecke haben sollte.

Die erste Hälfte der Runde war anspruchsvoller, obwohl im zweiten Teil auch einige Anstiege auf uns warteten. Darunter der sogenannte Heartbreak Hill. Hat so einen Heartbreak Hill eigentlich jeder Ironman? In der Schweiz gab es den letztes Jahr auch. Wo es mir im übrigen auch deutlich leichter fiel, so einige Höhenmeter mehr wegzustecken. An diesem letzten Berg tobte das Leben und der Moderator musste einige Zuschauer ermahnen, doch die Athleten nicht zu behindern. Zwei konnten aber dennoch jedes Mal gut aneinander vorbei fahren. Einem Überholmanöver stand nichts im Weg, wenn einem spontan die große Lust auf diesen wenige hundert Meter langen Anstieg packte.

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Das muss man als Athlet und auch als Zuschauer einfach mal erlebt haben. Auch wenn vielleicht einige Athleten meinen, dass die Landschaft nicht besonders reizvoll ist, lebt dieser Ironman von diesen wunderbaren Ortschaften. Die kleinen Orte, die wie Zuhause wirkten. In der Vorbereitung bin ich so oft allein durch das Brandenburger Land gefahren. Unspektakulär. Aber idyllisch. So war es dort auch. Dazu die zwei großartigen Abfahrten. Es war einfach Land, aber schön. Es rollte den größten Teil auf glatten Straßen wirklich prima dahin. Die zwei langen Abfahrten würde ich am liebsten meiner Radsportfamilie zeigen. Die machen richtig Spaß und wenn man so unglaublich weit in die Ferne schauen kann, ist das ein besonderes Bild, das ich versuchte, wirklich zu genießen bei all dem Stress und der Anstrengung.

Was mich wirklich an dieser Radstrecke begeisterte waren all die Zuschauer.

Die auch bei diesem Wetter draußen Stunde um Stunde mit Gartenschlauch standen. Mein Fuji mochte das nicht so. Ich aber um so mehr! In der zweiten Runde machte sich langsam eine richtig fiese Müdigkeit breit. Ich hatte eine ziemlich durchgetaktete Ernährungsstrategie, an die ich mich auch hielt. Das funktionierte alles prima. Leider vermisste ich unfassbar meine Kaffeepause bei meiner Familie auf halber Strecke. Was hätte ich für einen Espresso oder einen Mittagsschlaf gegeben. Ich hatte zwei rare Koffeingele. Eins davon war für wenige Kilometer vor dem Wechsel reserviert, damit ich meinen Kreislauf in Schwung hielt, wenn ich aus dem Sattel sprang. Das zweite musste dringend nach 100km kurz nach Beginn der zweiten Runde dran glauben. Ich hätte sonst eine Pause einlegen müssen. So wie der Athlet, der sich in den Graben unter einen Baum setzte. Der Kampfrichter, der gerade an mir vorbei schlich war genauso irritiert wie ich. Er kreuzte meinen Weg, hielt kurz an. Aber dem Athleten fehlte nichts. Er schien wirklich nur eine Pause zu machen. Ich zögerte kurz, aber nein. Es musste weiter gehen. Es musste! Eine Verpflegungsstation kam mir wieder zu Hilfe. So hangelt man sich dahin. Also ich. Den ganzen Tag.

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So wie nun auch der Kampfrichter auf dem Motorrad weiter zog, rollte ich dahin. Kurzzeitig doch etwas gelangweilt. Plötzlich häuften sich die Ereignisse. Ich traf auf den Besenwagen, der hinter den letzten Athleten hinterher fuhr. Nach einer Kurve dann eine Sperrung der rechten Spur. Einer der wenigen Unfälle, die ich sah. Zwei Krankenwagen ließen eine schmale Gasse... Irgendwann stand dann jemand mit seiner Sattelstütze am Wegesrand. Da wackelt man doch umgehend selbst noch unruhiger hin und her.

Neben mir brüllte plötzlich ein Athlet, dass es für ihn unfassbar wäre, dass er sich ein unmöglich teures Rad gekauft hat, nur um mit 13km/h eine kleine Rampe hoch zu kriechen. Ich wusste genau wovon er spricht! Vermutlich werde ich meinem Fuji nie gerecht. Aber das Fuji hat sich damit abgefunden, dass ich es nie ausfahren werde... Wobei! Die Abfahrten nahm ich endlich mal wie jemand, der wirklich fahren kann und ließ auch so manchen Mann hinter mir. Aeroposition und strampeln, was die Beine und das Fuji hergeben konnten.

Das einzige Limit, was ich an diesem Tag beim Hinabfahren hatte, war ‚Kette rechts'. Es ging nicht weiter rechts!

Nach 140km wollte ich mit dem neuen kühlen Wasser meinen letzten Riegel essen. Als ich versuche ihn aufzumachen, wippte ich über eine Bodenwelle und verlor ihn. Den letzten Riegel! Wie zum Widerspruch murrte mein Magen. Die Verpflegungsstation hatte ich ja nun auch erst hinter mir gelassen. Ich konnte es nicht glauben und das zog mir vermutlich komplett den Stecker! Natürlich gab es dann bis km170 nur Wasser unterwegs.

Die Anhöhen wurden zur Qual und meine Unlust war ein Fass ohne Boden.

Das einzige Highlight war ein älterer Athlet, der den ganzen Tag immer um mich herum kreiste. Plötzlich kam er wieder von hinten angesaust und grinste beim Strampeln nach oben. Ich muss wohl sehr fragend ausgesehen haben. Er hatte unterwegs seine Kette ölen lassen. Nun liefe es so viel besser! Er trat fröhlich und locker vor sich hin. Das Ganze Gegenteil von mir. Ich konnte Heartbreak Hill kaum mehr abwarten. Ich quälte mich, wie es nur irgendwie ging. Aber nichts an und in mir hatte Lust. Ich habe vermutlich noch nie so entschlossen nach einer Banane gegriffen, wie nach dem Überwinden dieses Berges. Dazu gab es noch einmal eine Ladung kaltes Wasser.

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Mein Feuer brannte endlich wieder und die Zuckelei war zu Ende! Vermutlich weniger wegen der Banane als vielmehr Dank der Aussicht auf die Frankfurter Mainhattan Skyline. Die konnte man nämlich kurz vorher schon weit über das Land hinweg sehen. Als ich Frankfurt erreichte, gab es kein Halten mehr. Mein Kopf setzte wieder ein. Ich ärgerte mich maßlos über den schäbigen Rennverlauf, wohlwissend dass ich mit etwas Glück haarscharf unterhalb der 6-Stunden-Marke bleiben könnte.

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Die letzten 5 Kilometer bin ich mit einem knappen 40er Schnitt durch die City gerauscht... Irgendwie ein dummes und fast aussichtsloses Unterfangen, aber es hat sich gelohnt. Klar, natürlich sollte man sich zum Ende etwas locker schütteln und langsam mal den Kreislauf für das Laufen vorbereiten. Das tat ich dieses Mal mit einem koffeinhaltigen Gel und indem ich immer mal wieder aus der Aeroposition heraus kam. Es hat funktioniert und ich würde es immer wieder so machen. Klar, hatte ich vielleicht zwischendrin, so auf den gut 170km davor immer mal wieder gedöst, um nicht zu sagen geschlafen. Aber was soll's. Für die leidige Zappelei den größten Teil des Radabschnittes wurde ich so wenigstens entschädigt und bin mit 5:59:23 knapp unter den besagten sechs Stunden geblieben. Mit Sicherheit wieder unter dem Potential, was ich mir antrainiert habe und unter dem, was ich mir vorgenommen hatte und unter dem, was möglich gewesen wäre,... wenn da nicht, wenn da nicht... Na ihr habt den Rest ja gelesen. Oder?!

Eine letzte Randnotiz zum Schluss - falls ihr es vielleicht überlesen habt. Auf den Abfahrten bin ich so schnell wie nie zuvor gefahren.

Meine Höchstgeschwindigkeit mit 63km/h ist für mich als Königin der Abfahrtsangsthasen geradezu berauschend!

Selbst auf den Kanaren bei ganz anderen Bergen und Abfahrten hatte ich das bis jetzt nicht geschafft...

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Mit ordentlichem Schwung ging es auch um die letzte Kurve. Dann ein paar Meter abwärts und plötzlich stand ich bremsend vor den Kampfrichtern kurz vor dem Zielbogen der Radstrecke mit der schwarz, gelb, orangenen Ziellinie, die man um Himmelswillen nicht überfahren sollte! Die Kampfrichter stand da wie Darth Vader und versuchten alles, um die Athleten machtvoll am Überfahren zu hindern.

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Die ersten Schritte nach dieser Tour. Was für in Gefühl. Immer wieder interessant. Deshalb also dieses ganze Koppeltraining!? Ein Helfer nahm mir mein Fuji ab. Es gab einen Stau von Rädern und ich war etwas in Sorge, dass mein Liebling leiden müsste. Helfer rannten mit Rädern hin und her. Aber für mehr Sorge blieb keine Zeit. Ich flitzte wackelig den unebenen Weg quer durch die Wechselzone, erreichte genau richtig meinen Gang, in dem mein zweiter Wechselbeutel hing. Ok, kurz vorher musste ich noch eine kleine Dixiepause einlegen nicht ahnend, dass es Programm beim Laufen werden würde. Wie der Marathon lief und endete, erfahrt ihr im finalen dritten Teil, auf den ich mich besonders freue. So sehr, wie ich mich nach der Radrunde trotz der Hitze auf meine Laufschuhe freute. Laufen eben!

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Die weiteren Beiträge von Olli und mir zum Ironman Frankfurt findet ihr hier:

P.S. Über die knapp 180km des Ironman Frankfurt brachte mich luftig leicht mein 2XU Tri Suit und auch dabei begleitete mich mein Garmin Forerunner 935.

Lust auf mehr Geschichten rund um meine Triathlon-Reisen, -Trainings und -Wettkämpfe? Dann schaut bei den Triathlongeschichten vorbei.

HAT EUCH DER BEITRAG GEFALLEN? ICH WÜRDE MICH SEHR FREUEN, WENN IHR IHN AUF DEN SOZIALEN MEDIEN WIE FACEBOOK, TWITTER UND GOOGLE+ TEILT. VIELEN LIEBEN DANK DAFÜR!

Alle hier gezeigten Bilder wurden von meinem Fotografen Olli erstellt. Die Rechte an diesen Bildern liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung dieser Bilder ist nur in Absprache mit uns möglich.

Ironman Frankfurt: der 180km Radabschnitt – Teil IIAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.

Ironman Frankfurt: der 180km Radabschnitt – Teil IIAls Fotograf & Grafiker von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit der Athletin ‚Din' immer auf der Suche nach der nächsten sportlichen Herausforderung und den interessantesten Bildmotiven. Außerdem kümmere ich mich darum, die hier vorgestellten und getesteten Produkte und Sportbekleidung interessant abzulichten. Neben meiner Fotografie bin ich oft selbst sportlich unterwegs. Ich sitze sehr gern im Rennradsattel oder schnüre als Alternativtraining auch schon mal hin und wieder die Laufschuhe. Schaut gern auch auf meiner Facebook-Seite vorbei, auf der ich immer wieder neue Eindrücke mit euch teile.


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