Interview mit Metronomy

METRONOMY-(c)-pressplay,-Phillipp-Annerer

Interview mit Metronomy

Kurz bevor Metronomy ihre Show am zweiten Tag des Out Of The Woods 2017 gespielt haben, hat sich der extrem gut gelaunte Bandleader Joseph Mount unseren Fragen gestellt. Die Band hat 2016 ihr letztes Album “Summer 08” veröffentlicht und ist jetzt nach einer kurzen Pause wieder auf Tour.

pressplay: Euer letztes Konzert in Österreich ist schon ein paar Jahre her. Kannst du dich noch daran oder an irgendetwas in Österreich erinnern?

Joseph Mount: Ich versuche mich gerade daran zu erinnern, wo genau meine letzte Show in Österreich war….

Ich denke, es war 2015 in Wien.

Ah, genau. Also ich erinnere mich noch an das erste mal, als wir in Wien gespielt haben. Das war irgendwo direkt im Zentrum unter der U-Bahn. Es hat extrem viel Spaß gemacht und es war generell unsere erste Show in Österreich. Es ist hier jedenfalls immer großartig und das Publikum ist fantastisch. Wir hatten hier noch nie eine schlechte Zeit. Zumindest bis heute, also mal sehen.. (lacht).

Das ist das erste Mal für euch am Out of the Woods Festival, generell das erste Mal auf einem österreichischen Festival. Wie gefällt dir die Location?

Als wir auf dem Weg hierher waren und ich mich im Bus so mit den anderen unterhalten habe, ist mir immer wieder dieser Erdbeerduft in die Nase gestiegen. Mir wurde dann gesagt, dass die Gegend hier für den Erdbeeranbau bekannt ist. Neben den Erdbeeren muss ich sagen, dass es hier wirklich cool ist. Es ist aber echt heiß. Ich freue mich jedenfalls auf die Show und werde einen großartigen Abend haben.

Out of the Woods 2017 Metronomy (c) pressplay, Phillipp Annerer (2)

Das letzte mal wart ihr 2015 auf Tour, habt aber 2016 euer Album Summer 08 veröffentlicht. Wieso hat es so lange gedauert, bis ihr wieder auf Tour gegangen seid? Werdet ihr jetzt wieder mehr Konzerte spielen?

Ja klar, die letzte Show, die wir davor gespielt haben war, denke ich, im September 2015. Bis dahin waren wir seit 10 Jahren ohne echte Pause auf Tour. Ich habe zwei Kinder, Benga hat auch ein Kind und Oskar ist verheiratet. Ich dachte einfach, wir sollten uns ein bisschen Zeit dafür nehmen. Ich habe aber nie wirklich aufgehört Musik zu produzieren.

Die Zeit in der wir nicht auf Tour waren habe ich also wirklich genutzt, um neue Musik zu schreiben. Aber ja, wir werden jetzt weiter touren.

Also hast du nie aufgehört Musik zu machen?

Nein, natürlich nicht. Wenn man auf Tour ist, dann investiert man so viel seiner Zeit in bloß einem von vielen Teilen, die zum Musikmachen dazugehören, investiert. In dem Fall existiert dieser Teil dann auch nur für eine Nacht. Ich wollte einfach wieder mehr Zeit haben, um Musik zu schreiben.

Hier am Out of the Woods Festival spielen dieses Jahr jede Menge gute Bands. Hast du überhaupt Zeit dir eine davon anzuschauen?

Auf dem Weg hierher habe ich schon gesagt, dass das hier das beste Line-up seit Langem ist. Ich meine, wir haben da gerade darüber gesprochen, dass Bands an sich tot sind (lacht). Aber ja, es ist hier wirklich cool. Wir kennen Foals und Phoenix seit Jahren und es macht echt Spaß bei diesem Line Up dabei zu sein und eine Show zu spielen.

Phoenix haben wir erst vor Kurzem in Glastonbury gesehen, also bin ich mir nicht sicher, ob wir so lange hier bleiben werden, um sie zu sehen. Wir müssen morgen nämlich nach England und fahren heute noch nach Wien. Aber ich freue ich echt schon auf Foals.

Du hast ja schon in mehreren Interviews erwähnt, dass du den kompletten Producing- und Recordingprozess alleine übernimmst. Wieso tourst du also nicht alleine?

(Lacht) Nein, nein, nein, ich könnte keine Solo-Shows spielen. Was wir besonders seit der aktuellen Tour spüren ist Folgendes: Der Schreib- und Proucingprozess, dass bin ich, aber wenn wir eine Show spielen, dann sind wir alle Metronomy. Es wäre einfach nicht das Gleiche mit anderen Leuten und wenn es nur ich wäre, dann wäre das schrecklich. Das würde einfach keinen Sinn machen.

Also macht ihr trotzdem zusammen Musik, wenn ihr nicht auf Tour seid?

Nein. (lacht)

Wie war es also wieder zusammenzukommen und sich auf die Tour vorzubereiten?

Es hat extrem viel Spaß gemacht. Ich denke, die Pause hat uns allen sehr gut getan, ihr werdet es heute noch sehen. (lacht)

Stell dir vor du würdest ein Festivalbesucher sein und Metronomy hier zum ersten Mal hören. Wärst du danach euer größter Fan?

Puh, ich weiß wirklich nicht (lacht). Ich meine das ist eine wirklich schwierige Frage. Natürlich könnte man annehmen, dass ich die Show mögen würde, weil ich die Songs geschrieben habe (lacht). Aber auch wenn nicht, dann würde es sicherlich etwas geben, was ich an Metronomy mögen würde. Man stelle sich vor, ich würde ins Koma fallen und alles vergessen. Wenn man mir dann ein Video von Metronomy zeigen würde, ich denke, dann würde ich mich selbst und die Musik ziemlich nervtötend finden.

Also bist du kein Fan von Metronomy?

Nein, ich bin kein großer Metronomy-Fan. (lacht)

Das Interview führten Alicia Ouschan und Phillipp Annerer

> pressplay am Out of the Woods 2017 – Alle Fotos und Berichte


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Phillipp Annerer

Aufgabenbereich selbst definiert als: Irgendwas mit Medien. Findet: “Wir brauchen irgendwas leckeres zu Essen” (Der Bär im großen blauen Haus) zutreffend.


 
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