Ingwer, Ingwer – ich hör immer nur Ingwer

Alles Ingwer oder was?

„Ich glaub ich werd krank.“ „Du musst dir unbedingt Ingwertee machen!“ Wie oft habe ich diesen Satz schon in meinem Leben gehört. Aber gut, es gibt ausreichend Gründe dafür…

Ingwer ist eine der ältesten Heilpflanzen überhaupt. Bereits vor 3000 Jahren wurde sie in China kultiviert. Auch bei uns erfreut sich die Pflanze, genauer gesagt das Ingwer-Rhizom, seit Jahren großer Beliebtheit. Sei es zum Würzen von Speisen oder bei ersten Anzeichen einer Erkältung.

Ein Allround Talent

Ingwer ist ein so vielseitiges Gewächs, wo soll man da bloß anfangen? Es kurbelt den Stoffwechsel an, hilft bei Verdauungsproblemen, schwacher Peristaltik, Aufstoßen und Übelkeit. Auch bei Seekrankheit verschafft Ingwer Linderung. Er enthält Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass sich die Knolle fest anfühlt und auch die Haut glatt und fest anliegt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das Rhizom bereits von innen vertrocknet. Den frischen Ingwer bewahrt man am besten im Kühlschrank auf (ungeschält), dort hält er sich problemlos bis zu vier Wochen.

Wandlungsfähig – scharf und doch süß

Das im Ingwer enthaltene Gingerol ist für die Schärfe verantwortlich. Jedoch verändert frischer Ingwer seinen Geschmack je nach Zubereitungsart. Gerieben und gepresst überwiegt die Schärfe, diese wird verstärkt, wenn man ihn lange in heißem Wasser ziehen lässt. Wird er gehackt oder geschnitten und zum Beispiel in Öl gebraten, so verliert er jedoch an Schärfe, dafür tritt die aromatische Süße in den Vordergrund. So kann Ingwer auch von Menschen genossen werden, die scharfes Essen nicht unbedingt gut vertragen.

Wer morgens eine gesunde Alternative zu Kaffee sucht, ist mit Ingwertee gut beraten. Durch seine anregende Wirkung sorgt er für einen guten Start in den Tag. Ein Tipp! Um möglichst viel von den ätherischen Ölen und wertvollen Inhaltsstoffen zu erhalten, sollte man den Ingwer mit einem Löffel schälen. Ja, richtig gehört, denn so wird wirklich nur die oberste Schicht entfernt.

Na, schon auf den Ingwer gekommen?

Red Square in Moscow & MuleWenn nicht, dann starten wir noch einen letzten Versuch. Welches Getränk zeichnet sich durch seinen würzig-frischen Geschmack aus und wird traditioneller Weise in einem Kupferbecher serviert? Richtig geraten – der Moscow Mule. Dieses bereits in den 1940er Jahren in den USA entstandene Mischgetränk aus Wodka und Gingerbeer, sorgt in den letzten Jahren wieder vermehrt für den richtigen Kick. Zu verdanken ist das nicht zuletzt der Schärfe und Würze des Ingwers. Geschmacklich hat der Wodka da jedenfalls nicht mehr viel mitzureden.

So und jetzt haben wir wirklich alles getan, um euch von der tollen Knolle zu überzeugen. Wenn nicht einmal ein Esel vor dem Kreml hilft…

Fotocredits: © iStock djedzura, 5PH, yulenochekk

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